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Endlich abwärts

Perspektiven im Schnee Endlich abwärts

Bislang ging es für das Grönlandteam um den Potsdamer Wilfried Korth bei der Überquerung der Arktis-Insel beständig bergan. Nach dem Erreichen eines Hochplateaus bauen die Forscher jetzt auf erleichterte Tourbedingungen. Doch müssen sie ein Zauberland verlassen.

Grönland 71.706936 -42.604303
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Hürden aus Schnee und Kälte

Die Schneedecke auf dem Eis erschwert das Vorankommen

Quelle: Privat

Grönland. Nach einer sehr langen Etappe mit bald sieben Stunden Marsch haben die Grönlandforscher um den Potsdamer Wilfried Korth bei ihrer Tour auf der Route des berühmten Vorgängers Alfred de Quervain jetzt bald den höchsten Punkt ihrer Reise auf einem Plateau erreicht. Ihr letztes Camp haben sie auf einer Höhe von 2440 Metern aufgeschlagen. In drei Tagen, so hofft Korth: „Geht es endlich bergab.“

Einsetzender Schneefall könnte aber die Bedingungen trotzdem erschweren. Die wachsende Schneedecke wird die schweren Schlitten noch tiefer einsinken lassen.

Als Ausgleich durften die Forscher aber mit dem Pulverschnee in ein „einziges Glitzermeer“ schauen. Korth hat auch gleich einen Namen gefunden: „Traumzauberland“.

Aus dem Tagebuch

Montag, 11. August 2015

Nach einer sehr langen Etappe mit 6:50 h reiner Gehzeit haben wir das alte Camp 17 in 2440m Höhe erreicht. In drei Tagen gehts dann endlich abwärts! Und der Wind dreht hoffentlich.

Am Morgen hatten wir etwas Neuschnee auf den Zelten. vielleicht 2-3cm Neuschneehöhe, der aber schnell vom wind verblasen wird. Trotzdem sinken dadurch die Schlitten nicht nur in der lockeren 5cm Altschneedecke ein, sondern werden auch noch durch die Pulverauflage gebremst. Aber wir schaffen das Tagesziel und gehen wegen eines kleinen Umweges über einen Zeltplatz von 1912 insgesamt 21,4 km..

Wegen der ersten Schneeflocken gehört dieses Camp nun Flocke.

Am Abend schwirren Millionen kleiner Eiskristalle in der luft, die durch die tiefstehende Sonne ein einziges Glitzermeer erzeugen.

Uwe meint: wie im Traumzauberland. Also: „Traumzauberland, Flockes Camp“

Von Gerald Dietz

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