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Forscher feiern mit etwas Rum im Tee

Expedition erreicht nördlichen Polarkreis Forscher feiern mit etwas Rum im Tee

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Das Expeditionsteam um den Potsdamer Wilfried Korth hat die ersten 100 Kilometer des 700 Kilometer langen Fußmarsches durch Südgrönland hinter sich gebracht. Am Montagabend konnte das Nachtlager in unmittelbarer Nähe zum nördlichen Polarkreis aufgeschlagen werden.

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Die Grönlandforscher am nördlichen Polarkreis: Wilfried Korth (vorn), Tobias Küchenmeister, Thomas Hitziger und Uwe Hofmann (stehend, v.l.)
 

Quelle: Privat

Grönland.  Sogar Tobias Küchenmeister, der gern mal in kurzen Hosen das Inlandeis bezwingt, hat sich aus gegebenem Anlass für das gediegene lange Beinkleid entschieden: Gruppenfoto am nördlichen Polarkreis. Das hat man auch nicht alle Tage. Das Viererteam hat es geschafft – und ein wichtiges Etappenziel erreicht. Das wurde am Montagabend mit Kaiserschmarrn und einem Schluck Rum im Tee gefeiert.

Tagebuch der Forscher

Montag, 3. August 2015

Nach einem anstrengenden Tag haben wir heute gleich zwei Ereignisse zu feiern: Wir haben jetzt 100,1 km zurückgelegt und den nördlichen Polarkreis erreicht, der sich 60 m hinter unseren Zelten befindet. Das Wetter meint es nach wie vor gut mit uns. es ist nachts ausreichend kalt, so dass wir zumindest am Vormittag gut über den gefrorenen Schnee rutschen können. Gleiten kann man es wegen der schweren Schlitten nicht nennen.

Wir haben den Tag daher mit Kaiserschmarrn und einem Schluck Rum im Tee gefeiert. Einen Hauptgang gab es auch noch hinterher.

Der Tag verabschiedet sich von uns mit fast Windstille und herrlichem Abendlicht. Die Bergketten des Schweizerlandes können wir aus dem geöffneten Zelteingang sehen. Ein schöneres Panorama ist schwer vorstellbar. Das Gelände sieht heut zum ersten Mal rund herum fast eben aus. Wir sind in 1870m Höhe. Für die folgenden und noch fehlenden 650 Höhenmeter werden wir noch gut 200km laufen müssen.

Herzliche Grüße an alle

Das Spurensuche-Team

Auf ihrer Tour am Sonntag haben die Forscher ein Messstation entdeckt, die nur 400 Meter neben der eigenen Route lag. Wilfried Korth schätzt, dass diese Station zu einem Camp gehört, das das Team um den Potsdamer am Tag zuvor durchs Fernglas weit entfernt am Horizont gesehen hatte. „Wir haben eine Nachricht hinterlassen. Vielleicht melden sie sich ja“, berichtet Korth.

Von Ute Sommer

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