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Guter Start für Hochschule in Neuruppin

Studenten bekommen Stipendien Guter Start für Hochschule in Neuruppin

Mit 24 Psychologie- und 48 Medizin-Studenten ist die neue Medizinische Hochschule Brandenburg im Frühjahr in Neuruppin gestartet. Ihr erstes Semester hat die kommunale Uni jetzt geschafft. Es war eine besondere Herausforderung für die Hochschule in ganz neuer Form.

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19 Studenten haben am Dienstag zum Abschluss des ersten Semesters die Urkunde für ihr Stipendium bekommen.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Die Zufriedenheit steht Ludger van Gisteren ins Gesicht geschrieben. Der Leiter des Departments Psychologie an der neu gegründeten Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) in Neuruppin wirkt nach dem ersten Semester entspannt. Ob er zufrieden ist mit dem Start? „Überrascht“, findet van Gisteren treffender. Überrascht, dass alles so gut geklappt hat. Dass alle 24 Studenten im neuen Fach Psychologie durchgehalten haben, niemand aufgegeben hat oder den Anforderungen nicht gewachsen war. Dass die Prüfungen so gut gelaufen sind. Überrascht, dass alle zufrieden sind: Studierende wie Dozenten. „Wir sind ja immerhin von Null gestartet“, sagt Ludger van Gisteren. Mit einem völlig neuen Studiengang, der von Anfang an auf mehr Praxiserfahrung setzt als Studien an anderen Hochschulen. Und mit einer völlig neuen Form von Universität. „Da muss man sich erst einmal finden.“

Nicht nur Ludger van Gisteren sah am Dienstag entspannt aus – auch die meisten Studentinnen und Studenten waren es. 24 junge Leute haben im Frühjahr mit ihrem Psychologiestudium begonnen. Morgen geht für sie das erste Semester zu Ende.

Am Dienstagvormittag noch haben die Studenten über ihrer ersten großen Statistik-Prüfung gesessen. Sparkassen-Vorstand Markus Rück hatte viel Verständnis für die Herausforderung des Faches. Statistik war auch ihm nicht leicht gefallen in seinem Studium. Rück war am Nachmittag zu den Psychologiestudenten ins Alte Gymnasium gekommen, um ihnen ein bisschen „Power für den Endspurt“ zu bringen. Für 19 Studenten gab es von der Stiftung der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin ein Stipendium. Die Sparkassenstiftung gewährt ihnen mit Partnern für die volle Zeit des Studiums, also für 36 Monate, einen monatlichen Zuschuss von 150 Euro.

Gebrauchen können die Studenten das Geld sehr gut. „Wir sind hier immerhin an einer Privat-Uni“, sagt Gwendolyn Black, die fürs Studium aus der Nähe von Hannover nach Neuruppin gekommen ist. „Privat“ bedeutet in diesem Fall: Die jungen Leute müssen ihr Studium weitgehend selbst finanzieren. 7000 Euro kostet das im Jahr, 600 Euro jeden Monat. „Das Stipendium ist da schon eine große Erleichterung“, sagt Gwendolyn Black.

Dieter Nürnberg, Dekan der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB)

Dieter Nürnberg, Dekan der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB).

Quelle: Andreas Vogel

Doch die gesamte Finanzierung der MHB ist eine Herausforderung. Sie wird nicht vom Land getragen oder von einer finanzstarken Gesellschaft. Die Neuruppiner Hochschule ist eine kommunale Einrichtung. Die wichtigsten Gesellschafter sind der Kreis Ostprignitz-Ruppin und die Städte Neuruppin und Brandenburg an der Havel mit ihren Tochterfirmen. Auch die Sparkasse ist dabei.

Mit 24 Studenten im Fach Psychologie und 48 im Fach Medizin ist die Universität im April an den Start gegangen. Nach und nach sollen es mehr werden. Im Herbst will die Hochschule die nächsten Psychologiestudenten aufnehmen „Wir hoffen, dass es 30 bis 40 werden“, sagt Dekan Dieter Nürnberg. Er räumt aber auch ein, dass es gerade im Bereich Psychologie nicht leicht ist. „Wir müssen uns ja erst mal einen Namen machen.“ Die Studenten laufen der neuen Hochschule nicht einfach zu.

Die nächsten Medizinstudenten werden im Frühjahr aufgenommen. Bei ihnen ist das etwas einfacher. Auch sie müssen Gebühren zahlen. Einen Teil davon übernehmen aber Krankenhäuser aus dem gesamten Land, wenn sich die Studenten verpflichten, nach ihrem Studium dort zu arbeiten.

Von Reyk Grunow

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