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Gymnasiasten spielen mit Humor

Theateraufführung mit Stück von Carlo Gozzi Gymnasiasten spielen mit Humor

Unterhaltsam und humorig umgesetzt haben Schüler des Theater-Kurses vom Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium das Stück „Die Liebe zu den drei Orangen“ von Carlo Gozzi. Auch den Darstellern hat der Auftritt ersichtlich Spaß gemacht. Die Aufführung war zuvor als Geheimtipp gehandelt worden.

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Prinz Torte ist etwas knapp bei Kasse. Bankier Stützli (l.) aus Zürich hilft da nur allzu gerne.

Quelle: Fritz. H. Köser

Oranienburg. Seine Durchlaucht siecht dahin. Prinz Torte sitzt, nein, er hängt eher in seinem Rollstuhl. Ein Häufchen Elend, zusammengekrümmt, womöglich dem Tode geweiht. Dieses Wrack sagt nichts, rührt sich kaum, zu vernehmen sind alleine ein paar üble Gerüche. Und das nur, weil der Prinz nicht mehr lachen kann. Wer kann den Sohn des verzweifelten König Käse bloß aus diesem Dilemma befreien?

„Die Liebe zu den drei Orangen“, so der Name des Stücks von Carlo Gozzi. Ein herrlich absurdes Werk, von dem Theater-Kurs am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium sehr humorig und unterhaltsam umgesetzt. Den schauspielernden Schülern machte der Auftritt ersichtlich Spaß. Ihnen dankten die zahlreich anwesenden Zuschauer mit reichlich Applaus.

Das Happy End erfolgt schon nach wenigen Minuten, so scheint es. Stellt sich doch die Genesung des Prinzen recht bald ein. Fort mit all den Schläuchen und Spucknäpfen. Sein treuer Knappe Trüffel bringt ihn endlich zum Lachen. Eigentlich wider Erwarten, wurden doch die Witze des hauptberuflichen Spaßvogels auf dem Marktplatz meist mit Prügel und Pferdeäpfeln quittiert.

Schade bloß, dass eine böse Zauberin den Prinzen mit einem Fluch belegt. Er verliebt sich unsterblich in drei Orangen. Eigentlich kein Problem, doch die begehrten Früchte werden von der dicken, grauenhaften Köchin Mascarpone bewacht. Und der Weg in das Reich Polenta ist weit und gefährlich.

Ausgestattet mit Schwertern, Helmen und einem königlichen Nachttopf begeben sich Prinz und Knappe auf die Reise. Sie durchqueren eine Wüste, es ist heiß, die schweren Eisenschuhe des Herren schmerzen. Und sein Knecht fühlt sich unterbezahlt.

Am Ziel, gilt es, kaum zu ­bewältigende Prüfungen zu bestehen. Ein gewaltiger Kloß möchte gegessen werden. „Ich bin gut gefüllt mit Räucherspeck“, versichert das weiße Ungetüm. Trüffel, bewaffnet mit Löffel und Heißhunger, macht sich ans Werk. Geschafft.

Doch da ist noch das Tor, das immer so kniffelige Fragen stellt. Warum es so quietscht? Ölen könnte helfen, meint Trüffel. Öl hat er nicht dabei, aber Speck tut es auch. Die Köchin entpuppt sich als Kinderspiel, Trüffel wickelt sie einfach um den Finger. Und der Prinz bekommt seine drei Orangen, von denen eine sich in eine Prinzessin verwandelt. Ein klarer Fall für eine Hochzeit. Da kann auch der Vater, König Käse, kaum widersprechen. Nur zwei Fragen hat er an die Braut, kurz und knapp: Reichtümer? Erbkrankheiten?

Von Fritz Hermann Köser

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