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Jeder fünfte Studienanfänger ist Ausländer

Fachhochschule Brandenburg Jeder fünfte Studienanfänger ist Ausländer

Studentenzahlen wie noch vor vier Jahren erreicht die Fachhochschule Brandenburg (FHB) nicht mehr. Doch der Zuspruch von jungen Leuten hat einen stabilen bis leicht steigenden Stand erreicht. Gestern begrüßte die Fachhochschule in ihrem Audimax gut 500 Studienanfänger in einer offiziellen Feierstunde. Ein Fünftel der neuen kommt aus fremden Ländern.

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Die FHB begrüßt ihre neuen Studenten und zeichnet Mistra Forest Kuipou Tchiendja (rechts) mit dem DAAD-Preis aus.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg an der Havel. 529 Studienanfänger zählt die Fachhochschule Brandenburg (FHB) in der Magdeburger Straße bisher für das am 28. September beginnende Wintersemester. Vor einem Jahr seien es zu gleichen Zeitpunkt nur 450 gewesen, berichtet FHB-Sprecherin Heide Traemann. Sie weist darauf hin, dass die Einschreibefristen für die Bachelorstudiengänge an den drei Fachbereichen noch bis zum 30. September laufen. In allen Fächern seien noch freie Studienplätze vorhanden.

Die FHB mit derzeit rund 2700 eingeschriebenen Studierenden, ist inzwischen weit von den Anfängerzahlen entfernt, die sie noch 2010 und 2011 verzeichnete, als 800 junge Leute ihr Studienglück in Brandenburg/Havel suchten. Auffällig ist, dass unter den gut 500 Erstsemestern 109 junge Leute aus 40 fremden Ländern in Brandenburg ein Studium aufnehmen. Unter den ausländischen Studenten sind auch ein Flüchtling aus Afghanistan und zwei Gasthörer aus Syrien, berichtet Heide Traemann.

„Unsere Hochschule wird von Jahr zu Jahr internationaler und weltoffener“, sagte FHB-Präsidentin Burghilde Wieneke-Toutaoui in ihrer Begrüßungsrede. Sie freue sich, dass so viele junge Menschen aus aller Welt in Brandenburg prägende Jahre ihres Lebens verbringen werden und die Ausländerquote an der FHB bei rund zehn Prozent liegt.

Start der neuen Technik-Studiengänge

In diesem Wintersemester beginnen die beiden neuen sechssemestrigen Bachelor-Studiengänge an der Fachhochschule Brandenburg (FHB): Ingenieurwissenschaft und Wirtschaftsingenieurwesen.

Die neuen allgemeiner gefassten Technik-Studiengänge treten an die Stelle dreier spezialisierter Lehrangebote, die bei Studenten trotz sehr guter Berufsaussichten zuletzt zunehmend wenig nachgefragt waren: Elektronik, Mikrosystemtechnik und optische Technologien sowie Mechatronik/Automatisierung.

62 der 82 Studienplätze in den beiden neuen technisch orientierten Studiengängen sind inzwischen belegt, weitere Bewerber willkommen, wie FHB-Sprecherin Heide Traemann sagt. Unter den bisher 62 Studienanfängern sind zwölf Frauen.

Die Präsidentin pries die Vorteile der Stadt und der Fachhochschule an, die sich vom kommenden Frühjahr an Technische Hochschule nennen will. Wienecke-Toutaoui sprach von hohen Erwartungen auf beiden Seiten. Die Studenten rechneten zurecht mit optimalen Lernbedingungen, die Professoren wünschten sich „maximal motivierte Studenten mit guten Umgangsformen“.

Die Ingenieurin an der Spitze der Fachhochschule empfahl den Studienanfängern dringend, in Arbeitsgruppen zu lernen. „Werden Sie kein Einzelkämpfer und geben sie nicht auf – das machen leider zu viele“, sagte Wieneke-Toutaoui. Sie bezog sich mit dieser Bemerkung auf die relativ hohe Zahl an Studienabbrechern in Brandenburg. Die Hochschulkommission hatte diese Schwäche in ihrer Analyse vor einigen Jahren hervorgehoben.

FHB will Abbrecherquote senken

Seither steuert die FHB verstärkt gegen die Abbrecherquote von knapp 30 Prozent an, in ihrem Zentrum für Studium und Karriere gibt es umfangreiche Beratung sowie konkrete Unterstützung wie Brückenkurse und Nachhilfe.

Den mit 1000 Euro dotierten DAAD-Preis erhielt Mistra Forest Kuipou Tchiendja aus Kamerun. Er studiert im 6. Semester Medizininformatik, bringt sehr gute Studienleistungen und kümmert sich als Mathematiktutor und Mentor um Mitstudenten, wie Informatik-Dekan Jochen Heinsohn sagte. Kuipou Tchiendja möchte nach seinem Master erste Berufserfahrungen in Deutschland sammeln.

Von Jürgen Lauterbach

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