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Reduktionspläne reichen nicht

Klimagipfel Reduktionspläne reichen nicht

Der Klimagipfel in Paris steht kurz bevor. Die dafür eingereichten Ziele der Staaten zur Absenkung des Kohlendioxid-Ausstoßes reichen aber nicht, um den Klimawandel in handhabbaren Grenzen zu halten. Das haben Potsdamer Klimaforscher in Kooperation mit internationalen Kollegen festgestellt. Gebraucht wird ein fest vereinbarter Mechanismus für die Zukunft.

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Kohlekraftwerke gelten als Klimabelastung.

Quelle: dpa

Potsdam. Die angekündigten Länderbeiträge für ein Abkommen zur Begrenzung des Treibhausgas-Ausstoßes auf dem UN-Klimagipfel im Dezember in Paris werden nicht reichen, um die Folgen der Erderwärmung in einem beherrschbaren Rahmen zu halten. Das ist das Ergebnis einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und anderer Forschungszentren weltweit.

Gleichwohl könnten die Verpflichtungen zu einer Brücke in eine kohlenstoffarme Weltwirtschaft werden, wenn der geplante globale Vertrag einen vereinbarten Mechanismus zur weiteren Intensivierung der Bemühungen bis 2020 und darüber hinaus enthält.

„Die nationalen Klimaschutzbeiträge legen zwar den Grundstein für einen schnelleren weltweiten Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, für die Einhaltung der Zwei-Grad-Grenze ist das jedoch noch nicht ausreichend”, sagt Elmar Kriegler vom PIK. Eine weitere Erderwärmung von zwei Grad Celsius gilt als absolute Grenze, bis zu der die Folgen noch halbwegs handhabbar wären. Das Pariser Abkommen sollte deshalb einen klaren Zeitplan aufstellen, wie Emissionsreduktionen noch stärker vorangetrieben werden können, so Kriegler. Demnach wird ein berechenbarer Mechanismus für regelmäßig verschärfte Ziele benötigt.

Bis dato wurden 123 Senkungsziele für den Treibhausgasausstoß von 150 Ländern für den Gipfel eingereicht, die für 86 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind. Die von Forschern des PIK und anderer Institute analysierten Länderbeiträge betreffen vor allem den Stromsektor, wo der Übergang zu erneuerbaren Energien forciert werden soll. Bemängelt wird hier unter anderem, dass zu viele Kohlekraftwerke am Netz bleiben sollen.

Von Gerald Dietz

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