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Klimagipfel in Potsdam Anpassung gefragt

Schon jetzt deutet sich an, dass die Ergebnisse des geplanten Klimagipfels in Paris zu bescheiden ausfallen könnten, um die Erderwärmung in handhabbaren Grenzen zu halten. Bei einer Konferenz im Vorfeld heute in Potsdam dürften auch Wege der Anpassung an höhere Temperaturen eine Rolle spielen.

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Quelle: ProWissen

Potsdam. Bereits im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris wird es am heutigen Mittwoch in Potsdam eine Art Gipfeltreffen zur Erderwärmung geben. Während in der französischen Metropole ab Ende November die Politik eine Agenda zum Umgang mit dem drohenden globalen Desaster aufstellen will, werden in der Wissenschaftsetage der brandenburgischen Landeshauptstadt Forscher das Wort haben.

„Wir werden uns mit dem Thema Anpassung an den Klimawandel mehr auseinandersetzen müssen“, sagt der Leiter des Potsdamer Geoforschungszentrums (GFZ), Reinhard Hüttl, der einer der Teilnehmer der vom Verein ProWissen veranstalteten Podiumsdiskussion sein wird. Schon Wochen vor dem Start der Pariser Konferenz hatten Forscher die angekündigten Ziele der Staaten zur Reduktion von Treibhausgasen als zu niedrig eingestuft, um die Folgen der weiteren Erderwärmung in halbwegs handhabbaren Grenzen zu halten (MAZ berichtete).

Beim Thema Anpassung sieht Hüttl auch eine der zentralen Kompetenzen des GFZ, was etwa die Prognosen zur Beschaffenheit der Böden und damit die Anforderungen an die Landwirtschaft in der Zukunft angeht. Auch beim Thema Klimadynamik, also der Beschreibung dessen, was auf die Menschheit durch die zunehmende Erderwärmung zukommt, sieht der GFZ-Chef das Fachwissen der Geoforscher gefragt. Bei der nötigen weiteren Umstellung auf möglichst kohlendioxidfreie Energien könne das GFZ ebenso etwa durch die Forschungsprojekte zur Erdwärmenutzung Beiträge leisten. Bei der Erarbeitung von Anpassungsstrategien an steigende Temperaturen und ihre klimatischen Folgen müssten die reicheren Länder den weniger entwickelten Staaten mehr unter die Arme greifen, fordert Hüttl.

Neben dem GFZ-Chef werden die Direktorin des auf dem Telegrafenberg vertretenen Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, Karin Lochte, der Erdsystemanalyse-Experte des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Wolfgang Lucht, sowie Mark Lawrence, Direktor am Nachhaltigkeitsinstitut IASS in der Landeshauptstadt auf dem Podium sitzen. Sie diskutieren auch darüber, wie die erforderlichen Maßnahmen auf dem Pariser Gipfel zumindest vorbereitet werden könnten, um den Wandel nicht zur Katastrophe werden zu lassen.

Info: Wissenschaftsetage des Bildungsforums, 18 Uhr, Eintritt frei.

Von Gerald Dietz

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