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Kooperation mit Rotterdam

Potsdam-Museum freut sich auf Armando Kooperation mit Rotterdam

Nach dem Rekordjahr 2014 mit mehr als 31 000 Besuchern musste das Potsdam- Museum am Alten Markt im vergangenen Jahr einen Rückgang auf 27 000 Gäste hinnehmen. In diesem Jahr soll die Erfolgskurve wieder nach oben gehen. Das Museum setzt verstärkt auf Projekte mit lokaler Anbindung und internationaler Relevanz.

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Museumsmitarbeiterinnen Elke Böttcher und Anke Stemmann mit dem restaurierten Tisch im Stil des friderizianischen Rokoko.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Ambitionierte und wichtige stadtgeschichtliche Ausstellungsprojekte etwa über das Leben und Werk Künstlern wie Werner Nerlich (1915-1999) oder Walter Bullert (1895-1986) brachten dem Potsdam-Museum im vergangenen Jahr nicht den erhofften Erfolg beim Publikum. Die Anzahl der Besucher ging 2014 mit 27 000 Gästen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück: 2013 hatte sich das Haus am Alten Markt mit gut 31 000 Gästen über eine Rekordnachfrage freuen können.

Als großen Erfolg der jüngsten Saison wertet Museumsdirektorin Jutta Götzmann die Sonderausstellung „Künstlerinnen der Moderne – Magda Langenstraß-Uhlig und ihre Zeit“. Mit der Ausstellung über die lange in Rehbrücke lebende Wegbereiterin der Moderne und ihr Netzwerk sei es dem Museum gelungen, mit der Kombination von lokaler Verankerung und internationaler Ausrichtung einen wichtigen Schwerpunkt zu setzen. In die Sonderausstellung, die noch bis zum 31. Januar zu sehen ist, kamen bisher allein mehr als 4300 Besucher.

Ebenso lokal wie international relevant wird die am 28. Februar anstehende Sonderausstellung „Bruchstücke/Brokstukken“ mit Werken des in Potsdam und Amstelven lebenden Künstlers Armando (geb. 1929), die vom Potsdam-Museum in Kooperation mit dem Chabot-Museum in Rotterdam ausgerichtet wird. Eine für Ende Mai angekündigte große Retrospektive der Potsdamer Fotokünstlerin Monika Schulz-Figuth mit Arbeiten aus 30 Jahren steht in der Tradition bestens besuchter Fotoausstellungen von Jürgen Strauss im Jahr 2013 und Sibylle Wagner im Jahr 2014.

Neue Entdeckungen verspricht die Dauerausstellung „Potsdam – Eine Stadt macht Geschichte“. Unter den Neuzugängen finden sich in einer Medienstation Filmaufnahmen von der Potsdamer Konferenz, auf einem anderen Monitor läuft nun ein Dokumentarfilm über die aus Potsdam stammenden Verschwörer des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944.

Hinter den Kulissen

Hinter den Kulissen setzt das Potsdam-Museum die Aufbereitung seiner umfangreichen Bestände fort. Abgeschlossen wurde im vergangenen Jahr etwa die Inventarisierung der Militariasammlung.

Der im Museum verwahrte Teilnachlass des Schriftstellers Edlef Köppen (1893-1939) soll in den nächsten Monaten mit dem Köppen-Archiv Genthin digital zusammengeführt und zugänglich gemacht werden.

In einem vom Land geförderten Projekt mit Brandenburg, Eberswalde und künftig Neuruppin werden historische Stadtansichten digitalisiert und im Internet veröffentlicht. Erste Ansichten sind seit dem Wochenende online.

Info Mehr auf www.potsdam-museum.de

Neu in der Ausstellung sind unter anderem Skizzen des Stadtarchitekten Reinhold Mohr für das Regattahaus am Luftschiffhafen, Grafiken zur Villa Schöningen und zum Alten Markt, frisch restaurierte Pastellporträts und ein Tisch im Stil des friderizianischen Rokoko aus dem 19. Jahrhundert.

Ein Wiedersehen gibt es mit dem „Herbstwald“ von Karl Hagemeister (1848-1933) aus dem Jahr 1899, das erstmals 1930 im Marstall zu sehen war und zuletzt für einige Monate 2009 in der Ausstellung „Kunst ohne König“ über privates und öffentliches Sammeln in Potsdam gezeigt wurde.

Von Volker Oelschläger

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