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Neugierige Nachwuchsforscher

Kinderuniversität an der TH Wildau Neugierige Nachwuchsforscher

Mit der Frage, wie aus Sonnenwärme Wind und aus Wind Strom werden kann, startete am Sonnabend die neue Kinderuniversität an der TH Wildau. 170 Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren ließen sich dabei von Lutz Giese das Prinzip eines Aufwindkraftwerkes erklären. Weitere fünf Veranstaltungen folgen im Rahmen der Reihe.

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Lutz Giese erklärt Bjarne, Anna, Vera und Leonhard (v. l.) das Prinzip eines Aufwindkraftwerkes.

Quelle: Heidrun Voigt

Wildau. Es summt wie in einem Bienenstock im Audimax der Technischen Hochschule Wildau (TH) Wildau. Federtaschen und Blöcke liegen auf den Tischen, davor sitzen aufgeregte Studenten. Einer malt ein Windrad. Ab und zu schweben weiße Papierflieger zwischen den Hörsaalreihen. Rund 170 Kinder warteten am Sonnabendvormittag gespannt auf den Beginn der ersten Vorlesung zur Kinderuniversität. Für Anna (8) aus Pätz war es eine Premiere und die Aufregung stand ihr ins Gesicht geschrieben. Vera (9) war zum zweiten Mal dabei. „Letztes Mal ging es um einen 3-D-Drucker, das hat Spaß gemacht“, sagte die Königs Wusterhausenerin.

Vor dem Hörsaal bekamen die kleinen Studenten ihre Ausweise, „Studienbücher“ und ein Tütchen mit Studentenfutter. Für den reibungslosen Ablauf bei der Anmeldung sorgen in jedem Jahr Studenten des fünften Semesters. Alejandra Martinez-Franke hilft gern mit. „Es ist toll, dass die Kinder hier was lernen können und so begeistert mitmachen“, sagte die junge Frau aus Guatemala.

Hintergrund

Mehr als 50 Kinderuniversitäten gibt es derzeit in Deutschland. Initiatorin und Schirmherrin der Kinderuni Wildau ist die SPD-Landtagsabgeordnete Tina Fischer.

Die nächsten Vorlesungen finden am 10. Oktober zum Thema „Energie heute – Steckt Energie in Dir? und am 7. November zu „Wohnen in der Zukunft – Wie kann uns Technik dabei helfen?“ jeweils um 10 Uhr statt.

Weitere Infos unter: www.th-wildau.de/kinderuni

Studienberaterin Larissa Wille, die bei der Organisation den Hut auf hat, begrüßte die kleinen Nachwuchsforscher und fragte: „Wer war denn schon einmal hier?“ Mehr als die Hälfte der Mädchen und Jungen meldete sich. Lutz Giese erzählte den wissbegierigen jungen Leuten anschließend etwas zum Thema „Wie wird aus Sonnenwärme Wind – und wie wird daraus Strom?“ „Die Sonne spendet so viel Energie, denkt nur an die Wüste, das reicht dicke für alle Menschen“, begann der promovierte Wissenschaftler seinen Vortrag. Das Problem sei, an die Energie heranzukommen. Dafür brauche man Ingenieure, die entsprechende Werkzeuge entwickeln und bauen. Lutz Giese zeigte den Acht- bis Zwölfjährigen kindgerecht und anschaulich anhand eines kleinen Aufwindkraftwerkes, wie das funktionieren kann. Ein Pappkarton, eine Lampe, Klarsichtfolie, Klebeband, ein Kunststofftrichter und eine kleine Weihnachtsmühle sind die wichtigsten Bauteile des Kraftwerks. Wie prima das funktioniert, wie die Lampe die Pyramidenblätter rotieren lässt, demonstrierte der Energiefachmann spielerisch. Während der Nachwuchs im Audimax zuhörte, konnten die Eltern und Großeltern das Geschehen auf einer Leinwand in einem anderen Raum verfolgen. Doris Jung kam mit ihrem elfjährigen Enkel Nick nach Wildau. „Die Idee, so etwas zu machen und dazu noch kostenlos, ist wunderbar“, sagte die Kablowerin. Sie freute sich auch darüber, dass es ein kleines Angebot an Kaffee, Kuchen und Würstchen gab. Barbara Winter und Maren Keutel vom Eichwalder Verein „Kind & Kegel“ sorgen dafür seit neun Jahren. „Wir waren mit unseren Kids bei der ersten Kinderuni und haben uns beschwert, dass nichts angeboten wurde; dann hat unser Verein das übernommen“, erzählte Barbara Winter schmunzelnd. Nach etwa 60 Minuten nahmen die Eltern ihre Kinder wieder in Empfang.

Von Heidrun Voigt

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