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Noch drei Tagesetappen bis Ilulissat

Die Westküste ist nah Noch drei Tagesetappen bis Ilulissat

34 Kilometer muss das Team um den Potsdamer Grönlandforscher Wilfried Korth noch zurücklegen. Dann ist die Westküste Grönlands endlich erreicht. Die vier Abenteurer haben zwei Neulinge begrüßt, die zum Einstand Käse und Gummibärchen mitbrachten.

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Das Swiss-Camp in Grönland.

Quelle: Privat

Grönland. Ganz früh raus ging es am Freitag für die Grönlandforscher um den Potsdamer Wilfried Korth. Sie nehmen die letzten gut 30 Kilometer Fußmarsch in Angriff. Keine einfache Tour, denn der Wind hat kräftig aufgefrischt, wie Korth berichtet. Am Wochenende wollen die Abenteurer die Westküste von Grönland erreichen. Ein Boot bringt sie im Anschluss nach Ilulissat, dem Endpunkt ihrer Expedition. Rund 700 Kilometer hat das Viererteam dann in den Beinen.

Für die abschließenden Etappen ist aus dem Vierer- ein Sechserteam geworden. Karel Pavelka, Professor für Vermessungskunde in Prag, und Paul Winter, Student an der Beuth Hochschule für Technik Berlin, sind am Donnerstag per Hubschrauber eingeflogen und begleiten von nun an das Team. Treffpunkt war das sogenannte Swiss-Camp, in dem das Kernteam etwas länger gerastet hat und auf die Ankunft der Kollegen wartete.

Aus dem Tagebuch

Donnerstag, 3. September 2015

Die zwei ruhigen Tage sind vorbei, jetzt ist unser kleines Zeltlager gut bevölkert.

Die beiden weiteren Expeditionsteilnehmer sind heute hier kurz nach 11 Uhr gelandet. Unsere überschüssige Ausrüstung ist schon in Ilulissat angekommen. Wir haben die Rucksäcke vorbereitet und werden morgen sehr früh aufstehen und möglichst viel von der letzten Strecke zu schaffen versuchen. Es stehen noch 34 km aus, dafür haben wir drei Tage eingeplant. Das Messprogramm hier am SWISS-Camp ist geschafft.

Es ist sehr windig, 45 km/h. Die Temperatur ist konstant unter -3 Grad, nachts -5 oder tiefer. Dass heißt, die Rinnen sind zugeweht und eingefroren. Wir werden also gut vorankommen, hoffen wir zumindest. Aber wir sind erst am Fjord, wenn wir die Etappe hinter uns haben. Erfahrungsgemäß gibt es keine leichten Etappen und man läuft nicht eben mal so 30 km, wie das zu Hause ginge.

Wilfried Korth

Die Neulinge haben sich standesgemäß eingeführt. Sie brachten etwas Käse und Gummibärchen mit. Willkommene Leckerlis für die Grönlandforscher, deren Speiseplan zum Ende der Tour doch etwas eintöniger wurde. So waren die Mitbringsel der Neuen ein „besonderes Highlight“, wie Korth betont.

Von Ute Sommer

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