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Pfarrer Kunzendorf wird 85 Jahre alt

Potsdamer Persönlichkeiten Pfarrer Kunzendorf wird 85 Jahre alt

Der ehemalige Bornstedter Seelenhirte Gottfried Kunzendorf feiert seinen 85. Geburtstag. Der Jan-Hus-Experte und Träger des Wilhelm-Foerster-Preises der Urania gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der Stadt. Wissenschaftlich und auf kulturellem Gebiet ist er immer noch aktiv.

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Gottfried Kunzendorf in seiner Wohnung. Der Jubilar kümmert sich auch um den historisch bedeutsamen Bornstedter Friedhof.

Quelle: Christel Köster

Hermannswerder. Gottfried Kunzendorf ist zwar im Ruhestand und nicht mehr so mobil wie früher, aber geistig rege und aktiv. Im April weilte der ehemalige Bornstedter Seelenhirte mit seinem Pfarrer-Freund Manfred Richter in der Goldenen Stadt Prag. Anlässlich des 600. Todestags des Reformators Jan Hus nahmen die beiden Männer an einer internationalen Tagung teil. „Es war ein großes Erlebnis für mich, dort mit Wissenschaftlern aus der ganzen Welt zusammen zu kommen“, sagt der Potsdamer, den das Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen schon immer interessiert hat. Am heutigen Silvester wird Gottfried Kunzendorf 85 Jahre alt.

Über Jan Hus hat der Pastor auch schon Vorträge in der Bornstedter Gemeinde und im evangelischen Seniorenheim „Hertha von Zedlitz“ gehalten, wo er seit 2010 lebt. Dort bietet er seinen Mitbewohnern, aber auch anderen interessierten Potsdamern, alle sechs Wochen Vorträge über historische Themen an, auch über „Die Rolle der Hohenzollern und die Reformation“. Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation bereitet der Jubilar für 2016 einen Vortrag über „Jesus und Maria im Koran“ vor. „Wir müssen uns intensiv mit den Moslems beschäftigen, um zu wissen, welche gemeinsamen Traditionen und welche Unterschiede es gibt“, erklärt der Pfarrer. „So wird Jesus im Koran nicht als Gottes Sohn gesehen, sondern als unmittelbarer Vorgänger Mohammeds in der Reihe der Propheten“, sagt Kunzendorf, der sich seit den 1980er Jahren mit interessanten Urania-Vorträgen, Friedhofsführungen und Gedenkveranstaltungen für die Männer des 20. Juli 1944 einen Namen gemacht hat.

Der Träger des Wilhelm-Foerster-Preises der Urania ist nach wie vor im Verein der Freunde des Bornstedter Friedhofs aktiv und setzte sich dafür ein, dass 2015 zwei Gedenktafeln am Bornstedter Kirchturm angebracht wurden. Die eine erinnert an Sanssouci-Gärtner, die andere an elf verdienstvolle Potsdamer, darunter Kupferschmied Friedrich Jury, der den Atlas auf dem Alten Rathaus schuf. Diese Persönlichkeiten, deren Gräber verschollen sind, waren früher in der alten Kirche und auf dem Bornstedter Friedhof bestattet.

Seinen Geburtstag feiert der Witwer mit Tochter Andrea und Sohn Jörg, der aus seiner Wahlheimat Norwegen angereist ist. Ehefrau Christel ist 2014 verstorben.

Von Karin Markert

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