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Studiengang in Neuruppin droht die Absage

Zu wenig Bewerber für BWL Studiengang in Neuruppin droht die Absage

Eigentlich ist die Nachfrage nach dem berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre groß. In Neuruppin jedoch war das Interesse bisher mau. Nun steht der Studiengang vor dem Aus – es sei denn, in den nächsten Tagen melden sich doch noch potenzielle Studenten.

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Quelle: dpa

Neuruppin. So viel Werbung und doch so wenig Interesse: Dem berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre, der ab dem kommenden Wintersemester erstmals in Neuruppin angeboten werden soll, droht die Absage. Mindestens 20 Interessierte müssen eingeschrieben sein, damit der Studiengang tatsächlich stattfinden kann. Bislang jedoch meldeten sich deutlich weniger an. Nicht einmal zehn Studierwillige hätten bisher ihre Unterlagen abgegeben, sagt Ursula Schwill, Leiterin des Zentrums für Diversität und Durchlässigkeit an der Fachhochschule Brandenburg, das die Weiterbildungen für Berufstätige entwickelt. Ende nächster Woche will die Fachhochschule entscheiden, ob das Studium in Neuruppin beginnen kann – oder nicht.

„Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben“, sagt Schwill. „Doch es gibt leider keinen Grund, euphorisch zu sein.“ Schwill drängt jetzt auf eine Entscheidung. „Wir müssen schließlich wissen, ob wir Fachkräfte verpflichten und Räume anmieten sollen.“

An der Werbung kann es nicht gelegen haben

Warum das Interesse so mäßig ist, kann sich Schwill kaum erklären. Eigentlich ist die Nachfrage nach dem berufsbegleitenden BWL-Studiengang hoch. Ein ähnlicher Studiengang mit Diplom­abschluss in der Prignitz kam zustande. An der Werbung kann es nicht gelegen haben, glaubt Ursula Schwill. Die Fachhochschule und auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hätten sich enorm engagiert. „Auf allen entscheidenden Online-Plattformen ist der Studiengang zu finden.“

Allerdings würde sich Schwill mehr Initiative von den Unternehmen wünschen. „So ein Studium ist doch eine tolle Chance“, sagt sie. „Eigentlich müssten die Unternehmen ihre Leute schicken.“ Bislang allerdings sei die Resonanz von Firmenseite verhalten gewesen. „Und das, obwohl alle über Fachkräftemangel klagen.“

Sollte der Studiengang tatsächlich nicht zustandekommen, können die, die eigentlich ihre so genannten Präsenzphasen in Neuruppin absolvieren wollten, in Brandenburg Veranstaltungen besuchen. Der dreieinhalbjährige Studiengang ist ohnehin so angelegt, dass die Seminare nach den ersten beiden Semestern in Brandenburg angeboten werden.

Fachhochschule und Stadt hatten im vergangenen Jahr eine Kooperation geschlossen. Der berufsbegleitende Studiengang BWL sollte das erste echte Studien­angebot sein. Die Bewerbungsfrist endet eigentlich am 15. September. Möglicherweise, so hofft Schwill, gibt es noch einige Interessenten, die ihre Bewerbung kurz vor Ende der Frist abgeben.

Von Frauke Herweg

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