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Tradition und Identität

Wissenschaftswoche an der TH Wildau eröffnet Tradition und Identität

An der Technischen Hochschule Wildau findet derzeit die fünfte Wissenschaftswoche statt. Damit ist auch das Festjahr zum 25-jährigen Bestehen der Hochschule offiziell eröffnet. Die Wissenschaftswoche ist geprägt von Fachsymposien mit Experten aus ganz Deutschland.

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Alexander Bökers Vortrag eröffnete die Wissenschaftswoche.

Quelle: Grunow

Wildau. „Die akademische Bildungslandschaft im Land Brandenburg musste von Null aufgebaut werden“, erinnerte László Ungvári, der Präsident der Technischen Hochschule Wildau, an den Aufbau der Hochschullandschaft in Brandenburg vor 25 Jahren. Damals war entschieden worden, dass auch Wildau eine Fachhochschule erhält. „Die Gründung der Technischen Fachhochschule war eine Zäsur und ein Glücksfall für den Standort und die gesamte Region", sagte er in seiner Ansprache zur Eröffnung der 5.Wildauer Wissenschaftswoche am Montagabend in der Bibliothek der Hochschule. Diese Woche, die geprägt ist von Fachsymposien mit Experten aus ganz Deutschland, ist zugleich offizieller Auftakt eines Festjahres, mit dem an die Gründung der TH 1991 erinnert werden soll. Zu den Gästen gehörten neben Vertretern der Politik und von internationalen kooperierenden Hochschulen wie der Alt-Buda-Universität Budapest auch ehemalige Mitarbeiter der Hochschule. Bis 2009 war der Wildauer Alfred Hentschel Professor an der TH. Beim abendlichen Empfang in der Mensa der Hochschule erinnerte er sich: „Ich war 45 Jahre hier, habe also die Ingenieurschule noch gekannt.“ Denn bevor in Wildau eine Fachhochschule eingerichtet wurde, gab es hier schon eine auf die Ausbildung von Maschinenbauern spezialisierte Ingenieurschule. „Wenn diese nicht das entsprechende Niveau gehabt hätte, wären wir auch keine Hochschule geworden“, sagte er.

Das betonte auch TH-Präsident Ungvári in seiner Rede: „Das ist Teil unser Tradition und Identität.“ Er sprach aber auch über die immer noch in der Schwebe hängende geplante Erweiterung der TH. Etwa 11 000 Quadratmeter seien als Bedarf errechnet worden, so Ungvári. TH-Vizepräsident Ralf Vandenhouten formulierte in seinem Vortrag über die TH-Erfolge in der angewandten Forschung eine weitere Forderung an die Politik: „Wir brauchen mehr Grundfinanzierung, um diese Masse an Forschung, an Drittmittelprojekten auch organisatorisch stemmen zu können.“ 2015 wurden mehr als 14 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben, das ist mehr als der jährliche vom Land zur Verfügung gestellte Haushalt.

Als besonderer Gast des Abends gab Alexander Böker, Leiter des Fraunhofer-Instituts für angewandte Polymerforschung in Potsdam-Golm, außerdem einen spannenden Exkurs in aktuellste Forschungen mit seinem Vortrag über Kunststoffe und wie diese von der Natur lernen können.

Von Karen Grunow

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