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Die Golmer Universitätsbibliothek

Bauten der Wissenschaft Die Golmer Universitätsbibliothek

Modern wirkt das anthrazitfarbene Bauwerk mit dem imposanten Dach. Diese Erwartung erfüllt das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der Universität Potsdam in Golm auf jeden Fall. Unter dem Dach finden Studierende und Lehrende auf drei Stockwerken ihre Fachliteratur, können am Computer recherchieren oder in der Caféteria ausspannen.

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Das geknickte Dach verleiht der Unibibliothek auf dem Golmer Campus ein markantes dynamisches Aussehen

Quelle: Christel Köster

Golm. Was ist das? Ein dunkler Kristall? Ein Meteorit? Eine Höhle? Der Entwurf des Berliner Büros „Staab Architekten“ spielt geschickt mit den Erwartungen der Betrachter. Eine Erwartung erfüllt das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der Universität Potsdam in Golm auf jeden Fall: Modern wirkt das anthrazitfarbene Bauwerk mit seinem imposanten Dach allemal.

„Es hat zunächst ganz praktische Gründe“, sagt der leitende Architekt Per Pedersen. „In der einen hohen Ecke ist die Lüftungszentrale untergebracht“, sagt er. Natürlich hatte man auch ästhetische Hintergedanken. „Die Knicke verleihen dem Haus eine gewisse Leichtigkeit.“

Klare Sichtachsen schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre

Klare Sichtachsen schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre

Quelle: Christel Köster

Unter diesem Dach finden seit 2011 Studierende und Lehrende der Natur- und Humanwissenschaften auf drei Stockwerken ihre Fachliteratur, können am Computer recherchieren oder einfach in der Caféteria ausspannen. Hunderttausende Bände stehen in den Regalen, 50 Computerarbeitsplätze gibt es und im Magazin warten noch einmal Bücher aus allen Fachbereichen der Universität.

Wer zum ersten Mal einen der bewusst abgetrennten Säle mit den Bücherregalen betritt, erlebt einen Schock: graue Betonwände, der Boden aus nämlichem Material, dazu abweisendes Neonlicht. Die reinste Baustelle.

Unverkleideter Beton ist kostengünstiger, gibt Architekt Pedersen zu bedenken. Aber natürlich hatte er auch hier ein ästhetisches Konzept: „Wir dachten an aufeinander gestapelte Bücherkisten. Die haben eine andere Oberfläche als das Wohnzimmer, in dem man liest.“ Betritt man dieses „Wohnzimmer“, folgt der nächste, diesmal angenehme Schock. Ein kräftig orangefarbener Treppenaufgang, dazu eine Verweilecke mit knallrotem Sofa. Linker Hand strahlt der lichtdurchflutete Lesesaal, an dessen Decke neckisch als Kunst am Bau ein ungemachtes Bett klebt. Hier lässt sich’s wunderbar lesen und recherchieren.

Auf drei Standorten

Die Universitätsbibliothek Potsdam ist die größte wissenschaftliche Bibliothek des Landes Brandenburgs. Hauptsächlich versorgt sie Wissenschaftler und Studierende der Universität Potsdam. Mit einem Gesamtbestand von etwa 1,3 Millionen Bänden und 27 000 elektronischen Zeitschriften sowie 260 Datenbanken gehört sie immerhin zu den mittelgroßen Uni-Bibliotheken.

Drei Standorte bilden die Universitätsbibliothek. Der Golmer Bau ist der Hauptsitz mit Verwaltung und Buchbearbeitung. Daneben gibt es drei Bibliotheken auf dem Campus Am Neuen Palais und eine Bereichsbibliothek auf dem Campus Griebnitzsee.

„Es ist eine sehr zurückgenommene Ästhetik, die mit großen Flächen arbeitet“, sagt die stellvertretende Bibliotheksdirektorin Katrin Schneider, die selbst Architektur studiert hat. Die schnörkellose, transparente Arbeit des Berliner Büros Staab schaffe sehr schöne Sichtachsen. Zugleich lenkten die für das Büro so typischen klaren Formen nicht all zu sehr von der Arbeit ab.

Fachbücher in Masse finden die Studenten der Naturwissenschaften

Fachbücher in Masse finden die Studenten der Naturwissenschaften.

Quelle: Christel Köster

„Es ist sehr angenehm in der Nutzung“, findet auch die Chefin des Hauses, Bibliothekarin Ulrike Michalowsky. Sie hatte vor gut zwölf Jahren mitzureden, als die Universität sich daran machte, zumindest für die Natur- und Humanwissenschaften eine zentrale Bibliothek zu schaffen. Die Wünsche Michalowskys waren zum Teil einfach. „Wir wollten zum Beispiel auch einen Besprechungsraum und einen PC-Schulungsraum für die Nutzer.“ Die Verwaltung sollte sich in einem Stockwerk befinden. Alle das wurde erfüllt.

Auch Nutzer wie die Psychologiestudentin Anja Niemczyk sind zufrieden. „Weil ich alle Bücher, die ich brauche hier finde.“ Auch der Stil sagt ihr zu. „Es gibt viele Arbeitsplätze und sie sind gut beleuchtet.“ Die offene Sicht, die man nach überall hin habe, sei für das Arbeiten sehr schön. „Am schönsten ist es direkt an einem der großen Fenster.“ Definitiv sei das eine sehr gute Atmosphäre.

Von Rüdiger Braun

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