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Unterhaltsames „Apartment“

Potsdamer Filmstudenten produzieren Webserie Unterhaltsames „Apartment“

Die Potsdamer Filmuni-Studenten Reinaldo Pinto Almeida und Urs Kind produzieren für das Videoportal YouTube die unterhaltsame Mini-Serie „Das Apartment“ über eine internationale Wohngemeinschaft in Berlin. Vier Folgen sind bereits online zu sehen.

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„Apartment“-Macher Urs Kind (l.) und Reinaldo Pinto Almeida.

Quelle: privat

Potsdam. Szenen, die WG-Menschen schon mal so oder ähnlich erlebt haben: Streit um den letzten Joghurt – den die Mitbewohnerin schon als Gesichtsmaske zweckentfremdet hat. Oder vorm Badezimmer ausgesperrt zu sein, weil der Mitbewohner unter der Dusche einen Porno auf einem in Folie eingepackten Smartphone guckt.

Die Web-Mini-Serie „Das Apartment“ blickt fröhlich durchs Schlüsselloch einer internationalen Wohngemeinschaft in Berlin. Vier Folgen können bereits auf der Video-Plattform YouTube angesehen werden. Im Frühjahr begeisterten Produzent Urs Kind (29) und Regisseur Reinaldo Pinto Almeida (32), die an der Filmuniversität „Konrad Wolf“ studieren, mit ihrer leicht autobiografischen Serien-Idee die Jury des „Your Turn“-Wettbewerbs. 25 000 Euro Budget gewann das Duo für die Produktion von rund 50 Sendeminuten sowie einen Tag im stylishen „YouTube Space“ in Berlin-Tempelhof, in dem Jungfilmer unter professionellen Bedingungen ihre Videos fürs Internet drehen können. Die Filmuni-Studenten nutzten im „YouTube Space“ sechs GoPro-Kameras, produzierten eine 360-Grad-Neujahrsfolge. Vorteil: Konsumenten können sich im kompletten Raum umsehen. Neue kreative Projekte zu fördern und die Aufwertung bestehender Kanäle zu fördern, ist Ziel des von der Plattform YouTube, vom Medienboard Berlin-Brandenburg und Endemol beyond ausgeschriebenen Video-Creator-Wettbewerbs.

„Das Apartment“ bewohnen Typen-von-nebenan-Darsteller aus der Berliner Improtheaterszene. Das Personal, darunter der Finne Edvard Lammervo und der Franko-Kanadier Mathieu Pelletier, ist so bunt wie in der Serie. Gedreht und gesendet wird auf Englisch, darauf können sich in Berlin alle einigen. Die Klickzahlen für die jeweils sechs- bis achtminütigen Episoden liegen (noch) im unteren vierstelligen Bereich. Vergleichbare Formate wie die Büro-Serie „Das Netzwerk“ oder die Gras-Dealer-Show „High Maintenance“ – Vorbilder des Filmuni-Teams – bringen es auf ein Vielfaches. „Zwischen unseren Uploads lagen jeweils ein bis zwei Monate Abstand – das ist lange für YouTube-Nutzer. Wir haben auch keine festen Zeiten, zu denen wir eine neue Episode hochladen“, erklärt Kind. „Unsere Social-Media-Kompetenz ist verbesserungswürdig.“

Die Arbeitsweise der Filmstudenten unterscheidet sich ohnehin von der üblicher YouTuber. Anstatt alle Folgen im Block abzudrehen, zu bearbeiten und sukzessive hochzuladen, hat das Team jeweils eine Episode gedreht, geschnitten und nachbearbeitet und dann auf die Plattform gestellt. Die Neujahrs-Special-Folge wird am 1. Januar hochgeladen. Vorteil: „Wir müssen nicht warten, bis uns ein Festival einlädt oder unsere Produktion vielleicht mal irgendwann nachts gesendet wird. Wir laufen sofort – weltweit“, freut sich Kind.

Von Ricarda Nowak

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