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Moose im Weltall

Wissenschaftetage im Bildungsforum Moose im Weltall

Ein neuer Kubus über Lebenswissenschaften im Bildungsforum wird aufgebaut und zeigt ab 10. Oktober, was Grünzeug alles aushält und wie man Bakterien zählt. Mitarbeiter vor Ort erklären einem schon beim Aufbau, was gerade installiert wird. Die Vernissage ist am 10. Oktober von 12.30 bis 13.30 Uhr in der Wissenschaftetage im Bildungsforum, Am Kanal 47.

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Im Umbau: der Kubus über Lebenswissenschaften.

Quelle: prowissen

Potsdam. Wer ab dem 10. Oktober in der Wissenschaftetage schulterzuckend an der durchscheinenden Palette mit Proben grünlicher Gewächse vorbeiläuft, verpasst vielleicht das Beste. Auf einer der vier Seiten des neuen Kubus über Lebenswissenschaften sind Moose ausgestellt. Die selben Moossorten sausen derzeit angebracht an der Raumstation ISS durchs All – ausgesetzt der Kälte und gefährlicher kosmischer Strahlung.

Was hält Moos eigentlich aus, wollen die Biologie-Professorin Jasmin Joshi und ihre Mitarbeiter von der Universität Potsdam wissen. Den spektakulärsten ihrer derzeitigen Versuche präsentieren sie in der neuen Ausstellung im Wissenschaftsforum.

„Im Frühjahr und im Herbst wird der Inhalt eines der Kuben ausgetauscht“, sagt der Kurator der Ausstellung, Johannes Leicht. „Jetzt sind die Lebenswissenschaften dran.“ Biodiversität, die Vielfalt der Lebewesen, sei das Thema, das vier Institute und Einrichtungen aus Brandenburg darstellen. Neben Joshis Lehrstuhl engagieren sich das Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Zalf) in Müncheberg (Märkisch-Oderland), die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg und das Naturkundemuseum Potsdam.

Während das Naturkundemuseum mit verschiedenen Fischpräparaten und Insektenkästen deutlich macht, was für vielfältige Lebensformen die ausgerechnet von Menschenhand geschaffenen Abwassergräben in Brandenburg beherrschen, stellt die Technische Universität in der Lausitz ihr großes Projekt Hühnerwasser vor. Seit 2003 beobachtet die Universität mit raffinierten Methoden, wie ein durch Tagebau komplett von Leben geräumtes Areal neues Leben einzieht. In ihrem Schaukasten präsentiert die BTU ein Modell des Gebiets, auf das per Video die Entwicklung der Biosphäre projiziert wird. Dazu gibt es Beispiele von Pflanzen und der von Forschern verwendeten Messgeräte.

Dass etwas Erde wimmelndes Leben beherbergen kann, zeigt das Zalf im vierten Schaukasten, der zwei Bohrkerne aus verschiedenen Regionen enthält. In unterschiedlichen Böden leben ganz unterschiedliche Arten von Bakterien, erklärt das Zalf.

Wer es bis zum 10. Oktober nicht aushält, kann schon in diesen Tagen den Aufbau des neuen Kubus verfolgen. Mitarbeiter vor Ort erklären einem, was gerade installiert wird.

Vernissage am 10. Oktober von 12.30 bis 13.30 Uhr, Am Kanal 47

Von Rüdiger Braun

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