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Woidke eröffnet Ausstellung in Birkenweder

Wanderausstellung Woidke eröffnet Ausstellung in Birkenweder

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat die Wanderausstellung „Über(s)leben“ in der Regine-Hilebrandt-Gesamtschule eröffnet. „Was Flucht bedeutet, wird in dieser Schau mehr als deutlich“, sagte Woidke. Die Ausstellung erzählt Geschichten von Flüchtlingen anonym, anschaulich und direkt.

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Ministerpräsident Woidke suchte das Gespräch mit Omran Faour. Der gebürtige Syrer ist Schüler der Regine-Hildebrandt-Schule. Er ist seit einem Jahr in Deutschland.

Quelle: Juliane Weser

Birkenwerder. Die Stipendiatengruppe Potsdam der Deutschen Wirtschaft lud am Donnerstagnachmittag zu ihrer Ausstellung „Über(s)leben“ – Newcomer erzählen ihre Geschichte“ in die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule ein. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nahm sich viel Zeit und eröffnete die Veranstaltung zunächst mit einem Grußwort.

Die Idee zur Ausstellung kam den Studenten im Oktober 2014, als sich zeitgleich Pegida gründete, und immer mehr in den Medien präsenter wurde. Um dem Strom von Hass und Vorurteilen entgegen zu wirken, gründete sich an der Universität Potsdam das Projekt Pangea. „Den Flüchtlingen sollte geholfen werden“, also boten Studenten Deutschunterricht an. Eine der Stipendiaten der Deutschen Wirtschaft, Anke Müller, hatte Kontakte zum Flüchtlingsheim in Luckenwalde. Durch das Projekt Pangea waren die richtigen Kontakte vorhanden: „Wir machten zusammen Musik, und kamen so ins Gespräch.“ Schnell war die Idee geboren, dass die Einzelschicksale festgehalten werden müssen. „Diese Menschen haben ihr Land verlassen, und sind schwer traumatisiert“, sagt Constanze Dorn.

Für die Wanderausstellung „Über(s)leben“ wurden sieben Einzelschicksale festgehalten. Die Flüchtlinge werden jedoch nicht Flüchtlinge genannt, sondern Newcomer. „Der Begriff Flüchtling suggeriert „schutzlos und hilflos zu sein, ein Newcomer hingegen bringt Fähigkeiten mit“, sagt Anja Diederich. Die Newcomer kommen aus Armenien, Eritrea, Irak, Kamerun, Pakistan, Somalia und Syrien. Auf 15 Rollups finden Besucher nicht nur die Geschichten von Geflüchteten, sondern auch gleich daneben, wie die politische Situation in diesem Land derzeit aussieht. Ziel der Ausstellung ist es, „einen Diskurs voranzubringen, ohne zu streiten.“

Ministerpräsident Woidke stellte sich auch den Fragen innerhalb einer kleiner Talkrunde zum Thema „Schule als Chance für gelungene Integration?“ Woidke sprach dabei an, dass die Politik die politischen Rahmenbedingungen schaffen müsse. „Besonders wichtig ist das Engagement der Brandenburger und Brandenburgerinnen. Wir müssen Neuankömmlingen eine Perspektive geben durch eine funktionierende Integration.“ Gemeint seien damit Begegnungen. Die Integration, die an der Regine-Hildebrandt-Schule tagtäglich gelebt wird, sei dabei beispielgebend, so Woidke.

Schülersprecher Carlos Knappe berichtete davon, wie sie den Kontakt, mit den Neuankömmlingen gegenüber im Heim, suchen: „Wir reparieren Fahrräder und schenken ihnen diese, und wir veranstalten gemeinsame Fußballturniere.“ Der Schüler erzählte außerdem, wie einfach Integration sein kann. „Wir haben hier eine besonders schöne Situation uns gemeinsam zu helfen.“ Die Ausstellung ist noch bis Ende März in der Regine-Hildebrandt-Schule zu sehen. Die nächste Station der Wanderausstellung wird dann die Voltaire-Schule in Potsdam sein.

Von Juliane Weser

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