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400 Ausdauersportler streben nach Rheinsberg

Ungewöhnlicher Wettkampf 400 Ausdauersportler streben nach Rheinsberg

Durch eine Wette ist vor gut zehn Jahren ein neuer Ausdauersport entstanden: Swimrun. Dabei laufen die Aktiven bis zu 65 Kilometer und schwimmen bis zu zehn Kilometer. Erstmals wird für die Weltmeisterschaften im Swimrun ein Qualifikationsrennen in Deutschland ausgetragen. Dabei werden 400 Sportler aus aller Welt von Wesenberg nach Rheinsberg streben.

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Die Ausdauersportler müssen auch zehn Kilometer schwimmen.

Quelle: MAZ

Rheinsberg. 38 Kilometer laufen und zehn Kilometer schwimmen, das sind die Eckdaten für den ungewöhnlichen Wettkampf, der am 23. Oktober in Rheinsberg enden wird. Rund 400 Ausdauersportler aus der ganzen Welt haben sich bereits für diesen ungewöhnlichen Wettstreit angemeldet. Der Grund: Es handelt sich dabei um das erste Qualifikationsrennen für die Schwimm- und Lauf-Weltmeisterschaft im September 2017 in Stockholm. „So etwas habe ich noch nicht gesehen. Das ist eine spannende Sache“, freute sich am Dienstag bereits Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) auf das Ereignis.

Nach einer Wette in Schweden entstanden

Die Stadt ist seit Herbst mit den Organisatoren im Gespräch. „Wir waren auf der Suche nach einem einzigartigem Gebiet, um ein einzigartiges Rennen veranstalten zu können“, sagte Hannes Hofer von der Swimrun AG. Die Schweizer Firma kümmert sich um die Vermarktung vieler Wettkämpfe der noch recht jungen Sportart. Diese war vor gut zehn Jahren an einem feucht-fröhlichen Abend nach einer Wette von abenteuerlustigen Schweden entstanden. Dabei ging es darum, welches Zweierteam es als Erstes schafft, von der Insel Utö zu einem 75 Kilometer entfernten Eiland bei Stockholm zu kommen. Schwimmend und laufend. Das Rennen in der Inselwelt vor Schwedens Hauptstadt wurde ö – till – ö, schwedisch für: von Insel zu Insel, genannt, und findet von Jahr zu Jahr mehr Anhänger. Sogenannte Swimrun-Wettkämpfe, bei denen Ausdauersportler ihre Kräfte messen, gibt es inzwischen nicht allein in Schweden, sondern in vielen anderen Ländern, darunter in den USA, Spanien, Schottland, Belgien, Frankreich, Dänemark, Finnland und Italien.

Weil der Andrang für die Weltmeisterschaften, die alljährlich in Stockholm stattfinden, so groß ist, werden die Teilnehmer dafür inzwischen in Qualifizierungsrennen ermittelt. Erstmals wurde dafür neben Schweden, England und der Schweiz ebenfalls Deutschland ausgewählt. Die Sportler werden am 23. Oktober in Wesenberg starten und in Neopren-Anzügen über die Mecklenburgische Seenplatte nach Rheinsberg eilen.

Das außergewöhnliche Erlebnis zählt

„Für uns ist entscheidend, dass das Rennen einzigartig ist“, betonte Hofer. Der Schweizer, der sich mit seinen Partnern im Herbst selbst ein Bild von der Region gemacht hat, setzt dabei vor allem auf die herbstlich gefärbten Bäume zwischen Wesenberg und Rheinsberg sowie natürlich auf die „vielen super Seen“. Im Gegensatz dazu können die Akteure beim Qualifikationsrennen im schweizerischen Engadintal einen Teil der Alpen bewundern – allerdings nur vor und nach dem Wettkampf. Denn die Rennen zählen neben vielen berühmten Triathlons zu den härtesten Ausdauerveranstaltungen der Welt.

Um für den Sport zu werben und weitere Anhänger zu finden, gibt es zudem am Tag vor dem eigentlichen Qualifikationswettbewerb für die Weltmeisterschaft ein sogenanntes Sprintrennen. Bei diesen können sich ambitionierte Ausdauersportler auf kürzeren Strecken ausprobieren. Dieses Sprintrennen soll am 22. Oktober in Wesenberg starten.

Die Stadt Rheinsberg will den Organisatoren bei den erforderlichen Genehmigungen für das eigentliche Rennen am Tag darauf helfen sowie Streckenposten stellen. Zugleich geht die Rathausspitze davon aus, dass die Prinzenstadt durch diesen ungewöhnlichen Wettkampf auch Menschen bekannt wird, die bisher nicht in der Region waren.„Rheinsberg ist das Ziel“, so Bürgermeister Rau.

Von Andreas Vogel

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