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Auf dem Rücken der Pferde glücklich

Kinderreitschule in Wusterwitz Auf dem Rücken der Pferde glücklich

„Ich möchte wieder mehr Kinder und Jugendliche an den Pferdesport und an Turniere heranführen“, sagt Nicole Rehbaum. Die 43-Jährige, die auch Talente mit entsprechendem Ehrgeiz und Willen fördern will, betreibt in Wusterwitz im dritten Jahr eine Kinderreitschule.

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Ein Team: Nicole Rehbaum mit der 20-jährigen „Lara“, ihrem ersten eigenen Dressurpferd. Sie hat die Stute seit 16 Jahren, das verbindet.

Quelle: Jacqueline Steiner

Wusterwitz. „Reiten ist das Beachten von tausend kleinen Dingen. Dieser Ausspruch stimmt“, weiß Nicole Rehbaum, die in Wusterwitz eine Kinderreitschule betreibt. „Ich möchte wieder mehr Kinder und Jugendliche an den Pferdesport und an Turniere heranführen“, sagt sie. Denn Reiten macht Spaß, teamfähig und angstfrei. Es schult Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit, Koordination und Körpergleichgewicht.

Kinder und Jugendliche aus Bensdorf bis Ziesar nehmen einmal die Woche bei ihr Unterricht. Einige auch öfter. „Wer Talent und Ehrgeiz mitbringt und es wirklich will, den fördere ich mit Gratisstunden“, erklärt sie. Derzeit hätten vier Mädchen die Option, in Neustadt (Dosse) aufs Gymnasium zu gehen, das eine Kooperation mit dem Haupt- und Landesgestüt hat.

Vom Ausritt bis zur Turnierteilnahme

Bei Nicole Rehbaum können ab Dreijährige erste Kontakte zu Ponys und Pferden knüpfen und das Reiten erlernen. Von Grundkenntnissen inklusive Haltung und Pflege bis zur Dressur. „Später auch Anfänge im Springreiten“, erzählt sie. Dann komme ihr Trainer Wolfgang Wernicke aus Bensdorf. Von entspannten Ausritten bis zur Turnierteilnahme sei für jeden etwas dabei. In diesem Jahr fuhr sie mit 17 Kindern und ihren eigenen Pferden zu sieben Wettbewerben in der Region. „Die junge Truppe hat es auf 23 Schleifen gebracht“, freut sie sich.

In den Sommerferien bietet die 43-Jährige drei Wochen Ferienspiele auf dem Rücken ihrer acht Pferde vom Mini-Shetland bis zum Brandenburger Warmblut an, die zum Gaudi der Kinder sogar mit wasserlöslicher Spezialfarbe bemalt werden können. Im Herbst findet ein Reitertag mit einstudiertem Drei-Stunden-Programm statt, bei dem ihre Schützlinge den Eltern und Großeltern zeigen, was sie bereits alles können. Vom Führzügel bis zur Quadrille.

Leidenschaft vom Vater geerbt

Nicole Rehbaum stammt aus Nauen, reitet selbst seit ihrem zehnten Lebensjahr. Erst im Reit- und Fahrverein Markee, inzwischen startet sie in der Dressur für Bredow. Die Leidenschaft für den Pferdesport hat sie von ihrem Vater, einem Springreiter. Von den acht Vierbeiner ist ihr die 20-jährige „Lara“ besonders ans Herz gewachsen. Sie ist mein erstes eigenes Pferd, das ich mir vor 16 Jahren gekauft habe. Das verbindet“, erzählt sie. Jetzt habe sich „Lara“ aber langsam die Rente verdient.

Ihr Hobby zum Beruf machte die junge Frau, die mehrere Prüfungen für Leistungsklassen abgelegt hat, im Januar 2013. Früher als eigentlich von ihr geplant. Beruflich kommt sie aus der Gastronomie und war einige Jahre in der Stadt Brandenburg mit zwei Cocktailbars selbstständig. Stress, wenig Schlaf, Personalprobleme blieben offenbar nicht ohne Folgen. „Im Oktober 2012 erhielt ich die Diagnose Brustkrebs.“ Die Mutter zweier Söhne (23 und 5) geht ganz offen damit um. „Diese Diagnose hat mich wach gerüttelt und meine Entscheidung beschleunigt, ruhiger zu treten und mehr auf mich zu achten“, sagt sie. Inzwischen gehe es ihr gut.

Der Traum von einem Reitzelt

Mit ihrer kleinen Reitschule, die sie Kinderreitverein Wusterwitz nennt, ist sie glücklich, obwohl es auch „richtig Arbeit“ ist. Unterstützt wird sie von ihrem Lebensgefährten – seit 2010 bauen beide an ihrem in der Warchauer Straße gekauften Haus. Dahinter erstrecken sich eine Scheune, ein knapp 3000 Quadratmeter großes Grundstück mit zwei Dressurplätzen und einem Springplatz sowie zwei Hektar Wiese. „Wir trainieren ganzjährig draußen, auch bei Minusgraden“, erzählt sie und träumt von einem Reitzelt.

Von Claudia Nack

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