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Ausflugslokal erhält historisches Gesicht zurück

Bensdorf: „Dorotheenhof“ nach Sanierung wieder geöffnet Ausflugslokal erhält historisches Gesicht zurück

Der „Dorotheenhof“ in Bensdorf hat nach dem Besitzerwechsel wieder geöffnet. In fast anderhalbjähriger Bauzeit wurde die traditionsreiche Ausflugsgaststätte vom Dach bis zum Keller saniert. Demnächst sollen drei Ferienwohnungen mit insgesamt zwölf Betten vermietet werden. Perspektivisch sind auf dem Areal acht Holzbungalows geplant.

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Erhard Liebchen (l.) und Bernd Korn, dessen Vorfahren den „Dorotheenhof“ gründeten.

Quelle: C. Nack

Bensdorf. „Die Fassade mit Stuckelementen und gegliederten Holzfenstern ist wie früher in alten Zeiten. Meiner Mütter würde das Herz aufgehen, doch sie kriegt es nicht mehr mit“, sagt Bernd Korn. Die 91-Jährige lebt in Kirchmöser im Pflegeheim. Ihr Großvater Andreas Bittkow, dessen Name nun am Giebel der am Alten Kanal in Woltersdorf gelegenen Ausflugsgaststätte steht, hatte den 1848 als Schifferkneipe erstmals erwähnten „Dorotheenhof“ 1890 vom Gründer übernommen.

Bis zur Wende unter Konsum-Regie

„Zwar haben wir nach dem Umbau bereits seit Herrentag geöffnet, aber bewusst noch keine Werbung gemacht, weil wir händeringend Personal suchen“, sagt Erhard Liebchen. Der Unternehmer aus Sachsen-Anhalt sei alleiniger Gesellschafter der gegründeten Dorotheenhof GmbH und seine Ehefrau Martina die Eigentümerin. Sie hatte das Objekt mit dem zwei Hektar großen Grundstück im Sommer 2013 von Birgit Nicolai gekauft. Die inzwischen in Briest wohnende Bestattungshausinhaberin hatte es mit ihrem Mann 2007 von Dorothee Korn gepachtet und zwei Jahre später erworben. Von 1955 bis zur Wende wurde das Lokal unter Regie der Konsumgenossenschaft betrieben.

„Dieses Anwesen hat Charme und ist wunderschön gelegen“, sagt der aus Angern stammende Erhard Liebchen, der mit seiner Frau drei Baubetriebe habe und sehr naturverbunden sei. Summen behält der 60-Jährige für sich. Seit Ende März vorigen Jahres sei das Haus vom Dach bis zum Keller von Fachfirmen saniert worden. „Rund 900 Quadratmeter Fassade wurden mit Wärmeverbundsystem versehen, 500 Quadratmeter Fliesen verlegt, das Dach komplett gedeckt, Elektroleitungen, Heizung und Sanitärstränge erneuert“, zählt er auf. Schlicht und ansprechend präsentieren sich die drei umgestalteten Gasträume, die Terrasse mit 70 Plätzen wurde neu gepflastert und möbliert.

Leichte und gutbürgerliche Küche

Montag und Dienstag sind Ruhetag. „Wenn wir Personal finden, würden wir im Sommer durchgehend öffnen“, sagt Liebchen, der einräumt, dass Gäste derzeit auch längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssten. „Der eine oder andere fährt deshalb unzufrieden nach Hause.“ Am Wochenende seien es mehr als 100 Essen am Tag, werktags etwa 40 Portionen täglich. Die von Geschäftsführer Florian Müller zubereitete Küche ist leicht und gutbürgerlich. Der gebürtige Woltersdorfer war als gelernter Koch schon in einigen Häusern, zuletzt im „Fliegenden Holländer“ in Potsdam. Neben ihm und einer Pauschalkraft am Tresen arbeitet der 52-jährige Bernd Korn als „Inventar“ im Service.

Aus der einstigen Wohnung der Korns entstehen drei Ferienwohnung mit insgesamt zwölf Betten, die ab Mitte August vermietet werden sollen. An der von Vorgänger Nicolai geplanten Ferienhaussiedlung will der neue Eigentümer festhalten. Die Gemeinde Bensdorf hatten 2012 grünes Licht für einen B-Plan gegeben. Dort sollen perspektivisch acht Holzbungalows entstehen. „Bis Ende 2016 wollen wir die Planungsphase abgeschlossen haben“, so Liebchen. In diese Ferienhausanlage mit Öffnung des versandeten Stichkanals zum Wendsee und kleinem Hafenbecken müssten rund 800 000 Euro investiert werden“, schätzt er.

Von Claudia Nack

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