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Bibelgarten für das Kloster Lindow

2.Phase der Sanierung Bibelgarten für das Kloster Lindow

Im Kloster Lindow ist ein neues Projekt geplant, das Teil der Sanierung der gesamten Klosteranlage ist. Am Perels-Haus soll ein Bibelgarten entstehen, in dem Pflanzen wachsen, die in der Heiligen Schrift erwähnt wurden. Für die Überwinterung der teils exotischen Pflanzen hat der Vorsitzende des Stiftkapitels, Horst Borgmann, schon eine Lösung parat.

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Steinchen für Steinchen wird das Kloster Lindow saniert, aktuellstes Projekt ist ein Bibelgarten.

Quelle: Peter Geisler

Lindow. Zwei Pflanzen gibt es für den geplanten Bibelgarten in der Lindower Klosteranlage bereits: Gras und Unkraut. „Das gehört nun mal auch dazu“, sagt Horst Borgmann, Vorsitzender des Stiftkapitels. Aber so schlicht soll es nicht bleiben. Der Bibelgarten ist Bestandteil des Masterplans für das Kloster Lindow. Oliven, Feigen, Weintrauben und Granatäpfel sollen darin wachsen und gedeihen Für die Überwinterung der teils exotischen Gewächse im nassen, kalten Winter Brandenburgs hat Borgmann schon eine Lösung gefunden.

Viel ist vom ursprünglichen Kloster Lindow nicht bekannt, so Borgmann. Einige Informationen stammen aus Fontanes Wanderungen, wie zum Beispiel die des lichtdurchfluteten Friedhofs, der demnach bereits in der ersten Sanierungsphase vom dichten Bewuchs befreit wurde. „Ob es einen Bibelgarten gab, wissen wir nicht, aber wir wollen, dass das Kloster ein spiritueller Ort für seine Besucher ist“, sagt der Kapitelvorsitzende. Bibelgarten bedeutet eine Zusammenstellung von Pflanzen, die in der Bibel erwähnt wurden. Das sind etwa 110 Arten. „Alle werden wir nicht aufnehmen können, aber wir bemühen uns um so viele wie möglich“, so Borgmann weiter. Einige Pflanzen sind außerdem nicht eindeutig zu identifizieren. In der Schrift ist etwa ein Dornbusch erwähnt, allerdings nicht was für einer.

Winterquartier für die exotischen Pflanzen

Walnuss, Weizen und Rosmarin sind einfach zu beschaffen und zu halten. Viele der Bibelpflanzen wachsen aber vor allem rund um die Region des antiken Königreichs Israel und sollten den kalten Brandenburgischen Winter kaum überleben. „Wir wollen eine Orangerie zu bauen , um die Pflanzen dort zu überwintern“, verrät Borgmann. Auch die Fläche und der Ort stehen schon fest: Der Garten soll am Justus-Perels-Haus entstehen. „Die meisten Pflanzen haben eine wichtige Bedeutung für die Menschen“, heißt es im Flyer für den Bibelgarten, der im Kloster ausliegt. Sie werden als Lebensmittel, Baumaterialen oder Heilmittel verwendet. Zu jeder Pflanzenart soll ein Hinweisschild mit entsprechender Bibelstelle angebracht werden.

Ein Teil des Masterplans

Das Zisterzienserkloster Lindow wurde von den Grafen von Arnstein gegründet. Anfang des 16. Jahrhunderts besaß das Kloster Ländereien bis ins nördliche Havelland und Mecklenburg-Vorpommern.

1638
zerstörten kaiserliche Truppen das Kloster bis auf zwei Giebel. Es brannte nieder und zerfällt seitdem. Nur die Klosterschule und die Scheune blieben nahezu vollständig erhalten.


Der Masterplan sieht vor, die Anlage wieder klostertypisch zu gestalten. Vorhandenes soll sichtbar gemacht und fehlende Elemente durch „moderne Mittel“ ersetzt werden. In der ersten Phase wurde die Klosterruine für 408 785 Euro saniert und der Friedhofswald gelichtet.

Für die gestalterischen Feinarbeiten ist Susanne Geitz vom Landschafts- und Freiraumplanungsbüro „Vorland“ in Wulkow zuständig. „Das soll alles ganz gezielt und nach wissenschaftlichen Grundsätzen gemacht werden“, so Horst Borgmann. Nicht umsonst kündigt der Kapitelvorsitzende den Bibelgarten als ein ganz besonderes Projekt für die Region an.

Projekt ist auf Spenden angewiesen

Auch für das aktuelle Vorhaben sind ein Drittel Eigenmittel für die Finanzierung nötig. Horst Borgmann hofft dabei auf die Mithilfe der Bevölkerung: „Eine erste Spende ist schon eingegangen und wir wünschen uns, dass noch viele folgen“, sagte er. Ob Pflanzenspenden sinnvoll sind, konnte er noch nicht sagen, da Planung und Kostenschätzung noch nicht abgeschlossen sind.

Hinweis : Spenden gehen auf das Konto des Klosters Lindow: Sparkasse OPR, BIC: WELADED1OPR, IBAN: DE21 1605 0202 1720 0482 11

Von Luise Fröhlich

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