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Brandenburgs einst größter Kreisel schrumpft

Baustelle in Neuruppin Brandenburgs einst größter Kreisel schrumpft

Es war einst der größte Kreisverkehr Brandenburgs. Jetzt muss er gewaltig schrumpfen. In Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) wird der Kreisverkehr an der B 167 abgerissen und neugebaut. Und zwar deutlich kleiner. Das wird nicht ganz billig und könnte eine Weile dauern.

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Vor 13 Jahren musste er so groß gebaut werden – jetzt wird der Kreisel an der Neustädter Straße verkleinert.
 

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin.  Normal ist der Kreisverkehr an der Neustädter Straße in Neuruppin wirklich nicht. Als er vor 13 Jahren eröffnet wurde, galt er als der größte in ganz Brandenburg. 16 Wochen lang hatten die Arbeiter der Baufirma damals gestreikt – der längste Ausstand im Baugewerbe Ostdeutschlands. Und kurz vor dem Bauende verschwanden über Nacht noch alle Baumaschinen, so dass die Arbeiter morgens plötzlich ohne Technik auf der Baustelle standen. Jetzt kommt ein weiteres Kuriosum hinzu: Das Land lässt den Kreisverkehr, der damals unbedingt so groß gebaut werden musste, deutlich verkleinern. Für rund eine Million Euro soll der bisherige Kreisel abgerissen und durch eine geschrumpfte Variante ersetzt werden.

Noch vor dem Ende des Jahres soll der neue Kreisel befahrbar sein

Wann genau der Bau beginnt, kann Frank Schmidt, Planungs­dezernent beim Landesstaßenbetrieb, noch nicht sagen. Zu viele Details müssen erst noch geklärt werden. Allzu lange darf das aber nicht dauern. „Wir wollen auf alle Fälle noch in diesem Jahr fertig werden“, sagt Schmidt. Zumindest soll der neue Kreisel vor dem Jahresende befahrbar sein, ein paar Restarbeiten könnten vielleicht 2017 erledigt werden.

Vor 13 Jahren hatte die Stadt Neuruppin den Kreisverkehr bauen lassen. Zum einen, um die ewigen Staus endlich loszuwerden, die sich jeden Tag an der Ampelkreuzung bildeten, die sich dort damals befand. Zum anderen, um die neu gebaute Westachse mit der B 167 und der Heinrich-Rau-Straße zu verbinden. Später hat das Land den Kreisel übernommen.

Offenbar ist er inzwischen in so schlechtem Zustand, dass er komplett neu angelegt werden muss. Untersuchungen hatten das vor gut einem Jahr bestätigt. Das Land geht inzwischen davon aus, dass auch eine kleinere Variante ausreicht, um den Verkehr zu bewältigen. Der neue Kreisverkehr wird deshalb nur so groß wie die drei anderen, die das Land in der Heinrich-Rau-Straße bauen ließ.

Stadt will Nebenanlagen nicht verlegen, um Kosten zu sparen

Der größte Teil des Geldes wird gebraucht, um die Zufahrten an den kleineren Fahrbahnkreis anzupassen. Gehwege und Nebenanlagen sollen weitgehend bleiben, wie sie sind; dafür muss die Stadt zahlen und sie will ihre Kosten so gering wie möglich halten, sagt Neuruppins Baudezernent Arne Krohn.

Unklar ist noch, wie Radfahrer den Kreisel künftig passieren werden. Sollen Radler auch dort neben den Autos auf derselben Fahrbahn fahren? „Wir überlegen noch, wie wir das genau machen“sagt Chefplaner Schmidt. Die Radfahrer könnten dafür sorgen, dass die Autos nicht schnell genug durch den Kreisel kommen und sich doch wieder Staus bilden. Erst wenn das geklärt ist, kann der Bau ausgeschrieben werden.

Von Reyk Grunow

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