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Chef des Modemuseums Meyenburg gekündigt

Trägerverein trennt sich von Axel Voigt Chef des Modemuseums Meyenburg gekündigt

Zum 15. April wurde der Geschäftsführer und Leiter des Meyenburger Modemuseums, Axel Voigt, gekündigt. Der Vorsitzende des Trägervereins, Jürgen Pilgrim, will diesen Schritt nicht kommentieren. Offenbar gibt es seit längerem Differenzen zwischen dem Vorstand und dem Geschäftsführer. Er leitete das Modemuseum seit dem 1. Juni 2015.

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Axel Voigt, bisheriger Leiter des Meyenburger Modemuseums, hat die Kündigung erhalten.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Der Geschäftsführer des Modemuseums Meyenburg, Axel Voigt, wird entlassen. Das bestätigten der bisherige Museumsleiter selbst und der Vorsitzende des Trägervereins Modemuseum Meyenburg, Jürgen Pilgrim, als sein Arbeitgeber. Eine konkrete Begründung für die Entscheidung gab es nicht – beide Seiten räumten aber persönliche Differenzen ein. Voigt hat derzeit Urlaub, sein Arbeitsvertrag läuft am 15. April aus.

„Ich wollte das Beste für das Museum“, sagt Voigt. „Das hat aber auch Grenzen.“ Es habe Sachen gegeben, die er nicht habe machen wollen. Dabei sei aus seiner Sicht viel geschafft worden: „Es war eine turbulente Zeit“, so der 38-Jährige. In dieser habe der Wechsel vom privaten zum öffentlich geführten Museum stattgefunden, nachdem Museumschefin Josefine von Krepl in den Ruhestand ging. Die Arbeit habe ihm Spaß gemacht. Voigt ist bereits wieder in seine Heimatstadt Halle (Saale) gezogen und will sich nach einer neuen Stelle im Museumsbereich umsehen: „Es muss auch keine Leitungsfunktion sein.“

Kein Kommentar zur Kündigung

Die Stelle als Museumsleiter in Meyenburg trat der 38-jährige Axel Voigt am 1. Juni des vergangenen Jahres an. Bis Ende November lief demnach die gesetzliche Probezeit. Warum die Trennung vom Verein als Arbeitgeber erst jetzt erfolgte, wollte der Vereinsvorsitzende Jürgen Pilgrim nicht beantworten. Kommentieren wollte er die Kündigung ebenfalls nicht. Nur so viel: „Es hat beiderseitig Verstimmungen gegeben.“

Laut Pilgrim sucht der Verein Modemuseum Meyenburg schon länger nach einer Nachfolge für Axel Voigt. „Das hat bisher leider nicht geklappt.“ Es habe bereits mehrere Vorstellungen von Bewerbern gegeben, die aber „nicht positiv verlaufen“ seien. Zuletzt müssen die Differenzen so unüberbrückbar gewesen sein, dass der Vereinsvorstand die Kündigung aussprach, obwohl die Nachfolge für Axel Voigt nicht geklärt ist. Einschränkungen im Museumsbetrieb seien aber nicht zu befürchten, versichert der Vereinsvorsitzende: „Wir sind froh, dass wir die gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen an der Seite haben, die den Betrieb aufrechterhalten werden.“ Unterstützung gebe es von der Stadt und vom Amt. „Und wenn es ganz eng wird, springt der Verein ein“, so Pilgrim.

Nun soll es eine neue Ausschreibung der Stelle geben. „Sie wird möglichst bald besetzt.“ Der Trägerverein erwartet von dem Bewerber beziehungsweise der Bewerberin ein abgeschlossenes Studium in einer einschlägigen Fachrichtung, Erfahrungen im musealen und im Ausstellungsbereich, betriebswirtschaftliche Kenntnisse, die Fähigkeit, Mitarbeiter zu führen, Erfahrungen in der Akquise von Fördermitteln und Sponsoren und ein persönliches Engagement in der Weiterführung des Museums. „Wir suchen“, bringt es Jürgen Pilgrim auf den Punkt.

Deutschlandweit einzigartige Sammlung

Eröffnet wurde das Modemuseum im Meyenburger Schloss im Juni 2006. Josefine Edle von Krepl hatte endlich ein Domizil gefunden, in dem sie ihre umfangreiche Kleidersammlung der Öffentlichkeit präsentieren konnte: Kleider, Mäntel, Schuhe, Schmuck und viele andere Accessoires aus der Zeit von etwa 1900 bis 1970. Die Sammlung gilt als einzigartig in Deutschland – schon allein deshalb, weil alle Stücke Originale sind. Im vergangenen Sommer ging Josefine von Krepl – inzwischen hatte sie ihren 70. Geburtstag gefeiert – in den Ruhestand.

Ein Trägerverein für das Museum mit teils prominenten Mitgliedern wurde im Frühjahr gegründet und nahm zum 1. Juni die Arbeit als Betreiber des Modemuseums auf. Als Geschäftsführer und Museumsleiter war Axel Voigt eingesetzt worden.

Von Beate Vogel

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