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Das Namensgeheimnis um Neu Cölln

Ortshistorie Das Namensgeheimnis um Neu Cölln

Neukölln in Berlin kennen wohl viele. Etwas anders wird es aber mit Neu Cölln in der Prignitz sein. 69 Menschen leben in dem kleinen Ort mit dem so bekannten Namen. Die MAZ hat sich auf Spurensuche begeben, um herauszufinden, was es mit „Neu Cölln“ auf sich hat. Dabei kamen einige interessante Geschichten zu Tage.

Neu Cölln 53.2734732 12.3825807
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Woher der Ortsname stammt, ist unklar.

Quelle: Björn Wagener

Neu Cölln. Neu Cölln bei Freyenstein ist ein schwieriges Pflaster. Ob der Name etwas mit Berlin-Neukölln zu tun hat, kann auch Historiker und Buchautor Wolfgang Dost aus Wittstock nicht mit Bestimmtheit sagen. Wie die Namensgebung zustande kam, sei unklar. Überliefert sei zunächst lediglich die Bezeichnung „Cöllnsche Stücke“. Denn um 1780 sei Neu Cölln als Vorwerk geführt worden. So nannte man früher Nebenhöfe, die vom Haupthof aus mit verwaltet wurden. Noch um 1800 herum habe es verschiedene Schreibweisen gegeben. Erst 1828 legte man sich auf die heutige Schreibung „Neu Cölln“ fest. Ob es aber Beziehungen zu Berlin-Neukölln oder zu Köln am Rhein gab, sei nicht belegt. Es könne auch sein, dass der Name auf den Begriff „Kol“ zurückgeht, der in der altpolabischen Sprache so viel wie Pflock oder Pfahl bedeutete.

1925 gab es 141 Einwohner

Wolfgang Dost war es in Neu Cölln schon während der Arbeit an seinem Buch „Wittstock und seine 18 Ortsteile“ nicht gelungen, Geschichten von Alteingesessenen zusammenzutragen. So ragt Neu Cölln zumindest in dieser Hinsicht hervor. Belegt sei lediglich, dass die Einwohnerzahl zeitweise verhältnismäßig stark gestiegen war. So gab es im Jahr 1925 genau 141 Neu Cöllner. So viele sind es jetzt zwar nicht mehr, aber immerhin steigerte sich die Einwohnerzahl im Laufe des Jahres 2015 von 66 auf 69.

Zu Freyenstein gerechnet werden aber auch noch zwei kleine Wohnplätze – Gustavsruh in Richtung Wulfersdorf, das zunächst Ochsenkamp geheißen habe, und Meins, das heute bereits auf mecklenburgischem Gebiet liegt, historisch aber mit Freyenstein verbunden sei. Bei Gustavsruh gebe es heute noch einen alten Waldfriedhof. In Meins habe sich eine Schäferei befunden. „Es galt außerdem als ein beliebter Schmugglertreff, weil dort kaum jemand hinkam“, berichtet Wolfgang Dost.

Freyenstein sei in seiner Geschichte meist als „Flecken“ geführt worden, habe aber immer mal wieder Stadtrecht besessen. Zwei Männer hätten sich besonders hervorgetan, als es darum ging, Freyenstein zur Stadt zu machen: Bürgermeister Techen im 18. Jahrhundert und ein gewisser Hans Fahl.

Von Björn Wagener

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