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Dauercamper entfliehen dem Alltag

Dauercamper in Wachow genießen freie Tage in der Natur Dauercamper entfliehen dem Alltag

 Die Sonne knallt aufs Autodach, der Wind saust durchs heruntergelassene Fenster. Weites Feld wohin das Auge reicht. Raus aus der Stadt, hinein in die Natur. Die Fahrt nach Wachow ist für die Dauercamper des ansässigen Campingplatzes der erste Schritt zur Erholung, fernab des Alltags.

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Barbara und Thomas Osther verbringen viel Zeit in der Natur – in ihrem Garten gibt es immer etwas zu tun.
 

Quelle: Fotos: Laura Sander ( 2)

Wachow.  Die Sonne knallt aufs Autodach, der Wind saust durchs heruntergelassene Fenster. Weites Feld wohin das Auge reicht. Raus aus der Stadt, hinein in die Natur. Die Fahrt nach Wachow ist für die Dauercamper des ansässigen Campingplatzes der erste Schritt zur Erholung, fernab des Alltags.

Barbara und Thomas Osther kommen seit 1995 in das Naturschutzgebiet in dem Nauener Ortsteil. „Es ist jedes Mal wie ein kleiner Urlaub“, schwärmt Barbara Osther. „Für uns war ein Wochenende auf dem Land immer ein guter Ausgleich zum Arbeitsalltag.“ Seit die OP-Schwester und der Kraftfahrer aus Berlin-Reinickendorf in Rente sind, verbringen sie jede freie Minute, im Sommer sogar mehrere Wochen, in ihrem liebevoll eingerichteten Mobilheim, das zwar einer Gartenlaube gleicht, aber jederzeit bewegt werden kann. Das ist Pflicht auf jedem Dauercampingplatz. Esszimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad und ein eigener Pavillon – die Osthers campen auf höchstem Niveau. Sie haben viel Zeit und Arbeit investiert.

Als das Ehepaar vor 20 Jahren zum ersten Mal die einstündige Autofahrt nach Wachow auf sich nahm, erwartete sie ein freies Feld. „Damals gab es hier bloß neun Parteien. Nach und nach wurden es dann mehr“, so Thomas Osther. Mittlerweile sind rund 55 der insgesamt 70 Stellplätze belegt. Auf den ordentlich durch Hecken und Zäune abgetrennten Parzellen sieht man die Camper Unkraut zupfen, Pflanzen beschneiden oder den Rasen bewässern. „Es gibt immer etwas zu tun“, sagt Barbara Osther mit Blick auf ihren gepflegten Garten. „Schön ist, dass sich alle gegenseitig helfen. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis mit den meisten hier.“ So oft es geht, bringen die Osthers auch ihren kleinen Enkel mit. „Er liebt die Natur. Gemeinsam mit den Nachbarskindern ist er den ganzen Tag unterwegs.“ Irgendwann, so hoffen Barbara und Thomas Osther, soll er ihr Mobilheim übernehmen.

Dass Camping nicht nur etwas für ältere Generationen ist, weiß auch Bernd Sumpf: „Zurzeit gibt es acht Familien mit Kindern auf dem Platz. Es ist immer etwas los, vor allem an unserer Naturbadestelle.“ Der 57-Jährige ist seit Anfang des Jahres Platzwart in Wachow. Er kümmert sich um Pachtverträge, den Sanitärbereich und alles, was täglich so anfällt. Und er hat immer ein offenes Ohr für die Camper. „Ich bin mit Camping groß geworden und habe hier meinen Traumjob gefunden. Es ist einfach herrlich in der Natur“, so der ehemalige Busfahrer. Auf seinen regelmäßigen Runden über das rund vier Hektar große Areal am Riewendsee, vorbei an Wohnmobilen und Vorzelten, wird er auch schon mal auf eine Tasse Kaffee eingeladen.

Campingplätze im Osthavelland

Der Dauercampingplatz Wachow liegt direkt am Riewendsee und hat eine eigene Naturbadestelle und 70 Dauerstellplätze.

Adresse: Am See 6a in Nauen,

 
 (01 52) 56 37 10 73

Der Campingplatz Zeestow-Havelkanal liegt im Brieselanger Ortsteil Zeestow und ist von zwei Kanälen begrenzt, die als gute Angelgewässer gelten. Der Platz ist ganzjährig geöffnet und hat 145 Stellplätze, sowie 40 Touristenstellplätze.

Adresse: Brieselanger Straße 11 in
 Brieselang; Kontakt:
 (03 32 34) 8 86 34

Der Campingplatz an der Havel in Ketzin ist, wie der Name schon sagt, an der Havel gelegen. Wassersportler und Bootsbesitzer kommen hier auf ihre Kosten. Der Platz ist von April bis Oktober geöffnet und hat 80 Stellplätze und 30 Touristenplätze.

Adresse: Friedrich-Ludwig-Jahn Weg 33 in Ketzin/Havel; Kontakt:
 
☎ (03 32 33) 2 11 50

So auch von Christl und Dieter Reimann. „Sobald das Wetter besser wird, findet man uns hier draußen“, sagt Christl Reimann, die gemütlich in ihrer Hollywoodschaukel sitzt. „Wachow ist ein echter Geheimtipp, besonders mit dem direkten Zugang zum See“, so Dieter Reimann. Der Rentner sitzt oft stundenlang mit seiner Angel am Ufer und wartet auf den Fang des Tages. „Ich finde das nicht so spannend“, lacht hingegen seine Frau. „Ich lese viel, genieße die Ruhe oder setze mich aufs Fahrrad und erkunde die Umgebung“, so die 69-Jährige aus Staaken. Das Ehepaar bekommt oft Besuch von Verwandten und Freunden. „Besucher sind bei uns immer willkommen. Das ist überhaupt kein Problem“, so Platzwart Sumpf.

Mit Vorräten decken sich die Camper entweder noch in Berlin oder in dem kleinen ortansässigen Krämerladen, der liebevoll „Wachow Arcaden“ genannt wird, ein. Besonders beliebt ist auch die Bäckerei „Backwahn“, die von der Buddhistischen Klosterschule in Päwesin betrieben wird. Grillfleisch holen die Camper beim Fleischer im Ort. „Wenn dann doch mal etwas fehlt, ist es sehr praktisch in der Nähe die Möglichkeit zu haben, eine Kleinigkeit einzukaufen“, sagt Barbara Osther.

An lauen Sommerabenden sitzen die Camper oft zusammen, grillen und erzählen sich die neuesten Geschichten aus ihren Leben in der Stadt. Katze Molly, ein Wachower Original, streicht ihnen dabei um die Beine. „Wir haben hier wirklich gute Bekanntschaften gemacht. Der Campingplatz ist wie ein eigenes kleines Dorf mit den verschiedensten Menschen und einem großen Zusammenhalt“, so Barbara Osther.

Von Laura Sander

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