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Die Prignitz wirbt mit archäologischen Orten

Internationale Tourismusbörse Die Prignitz wirbt mit archäologischen Orten

Bei der touristischen Vermarktung der Reiseregion Prignitz will der Tourismusverband künftig neben dem Radreisetourismus verstärkt auf seine archäologischen Kleinode setzen. Bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin geht es deshalb auch um „Reisen in die brandenburgische Vergangenheit“.

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Auch die Burg Lenzen ist archäologischer Ort in der Prignitz.

Quelle: Peter Geisler

Perleberg. Bei der Werbung für eine Reise in die Reiseregion Prignitz, wozu nicht nur der Landkreis Prignitz, sondern auch die Regionen um Wittstock und Kyritz gehören, will der Tourismusverband Prignitz neben seinem Hauptthema „Radreisen“ künftig verstärkt auch auf ein zweites Thema setzen. Anlässlich der Internationalen Tourismusbörse in Berlinsollen stellt der Verband diesmal die zentralen archäologischen Orte in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Schon lange arbeitet Uwe Neumann, Geschäftsführer des Verbandes, daran, zwischen den über den gesamten Raum verteilten Orten ein intensiveres Band der Gemeinsamkeiten zu knüpfen. Eine Mammutaufgabe, möchte man meinen: Schließlich sind die sieben einzelnen Orte sehr unterschiedlich. Die archäologische Orte der Reiseregion sind das Großsteingrab von Mellen, die Burg Lenzen, das Königsgrab von Seddin, der Teufelsberg bei Wolfshagen, das Schloss Meyenburg, die Stadtwüstung des alten Freyensteins sowie das Wittstocker Schlachtfeld des Dreißigjährigen Krieges aus dem Jahr 1636. An allen diese Orte wurde zwar bereits und wird nach wie vor intensiv geforscht, der Zeitpunkt ihres Entstehens liegt jedoch weit auseinander: So stammt das Seddiner Königsgrab beispielsweise aus der Bronzezeit, das Wittstocker Schlachtfeld dagegen aus der Neuzeit.

Prignitzer Erklärung

Was einerseits nicht ganz einfach ist, unter einen Hut zu bringen, ist jedoch andererseits eine touristische Chance: Folgt der Urlauber den Spuren der archäologischen Orte, kann er sozusagen eine Reise in die brandenburgische Vergangenheit unternehmen.

Bereits 2009 wurde dazu mit der „Prignitzer Erklärung“ der Grundstein gelegt: Gemeinsam mit den zuständigen Kommunen und mit Unterstützung der Landkreise sowie des Landesamtes für Denkmalpflege sollten die Bodendenkmäler touristisch und museal entwickelt werden.

Inzwischen ist viel passiert: Der archäologische Park in Freyenstein ist inzwischen zu einem musealen Kleinod geworden. Das Seddiner Königsgrab ist behutsam gestaltet worden, auch der bronzezeitliche Kultplatz mit seinen zahllosen Feuerstellen ist heute sichtbar gemacht worden. Die Fundstücke aus dem Grab können im Perleberger Museum besichtigt werden. Das Wittstocker Museum des Dreißigjährigen Krieges informiert in einer völlig neu gestalteten Ausstellung über den Krieg, der so katastrophale Folgen für Europa und die Region hatte – gleichzeitig können Besucher von einer Freiluftplattform aus einen Blick über einen der wichtigsten Kriegsschauplätze nehmen – über das ehemalige Schlachtform.

Kontakt zu Urlaubern

„Wir werden die ITB nutzen, um Kontakt zu Journalisten zu bekommen, die sich mit dem Thema archäologische Orte aus touristischer Sicht auseinandersetzen und diese in diesem Jahr noch zu einer Pressereise einladen“, sagt Uwe Neumann, der die ITB auch gerne nutzt, um einen Blick auf andere Regionen zu werfen: „Hier kann man sehr gut sehen, was andere unternehmen.“ Zudem sei die Tourismusbörse auch immer ein guter Anlass, mit potenziellen Urlaubern in Kontakt zu kommen: „Es gibt ein hohes Besucheraufkommen an den beiden Besuchertagen.“

Naturgemäß bewirbt die Prignitz bei der ITB vor allem auch wieder ein Thema, bei dem sie regional federführend ist: den Radtourismus.

Von Claudia Bihler

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