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Die neue Steganlage ist da

Klubhaus an der Dahme Die neue Steganlage ist da

Der neue Wasser-Wanderliegeplatz rund um das Klubhaus an der Dahme in Wildau nimmt Gestalt an. Die moderne Steganlage liegt bereits vor Anker. Die Eröffnung des Klubhauses allerdings verzögert sich weiter. Frank Kerber, Geschäftsführer der Wildauer Wohungsbaugesellschaft, rechnet mit der Eröffnung nicht vor November. Eigentlich sollte bereits im Mai alles fertig sein.

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Wiwo-Geschäftsführer Frank Kerber bittet die Wildauer in Bezug auf die Eröffnung des Klubhauses noch um ein wenig Geduld.

Quelle: Franziska Mohr

Wildau. Die zahlreichen Wassersportler, die derzeit auf den Gewässern in der Region unterwegs sind, können es nicht mehr übersehen. Rund um das Wildauer Klubhaus an der Dahme dreht sich jetzt mehr als ein Rad. Die große Steganlage für den Wasserwander-Liegeplatz ging dort bereits vor Anker. Dort können in der nächsten Saison aber nicht nur 30 Freizeitkapitäne mit Booten unterschiedlichster Kategorien anlegen, sondern auch Fahrgastschiffe. „Das wird ein Knüller für die ganze Stadt, die damit auch im Bewusstsein der Wildauer und ihrer Nachbarn wieder näher ans Wasser gerückt ist“, lässt der Geschäftsführer der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft, Frank Kerber, schon jetzt ein wenig Vorfreude aufkommen. Noch allerdings ist die Steganlage für den Publikumsverkehr gesperrt. Betreten und anlegen sind untersagt. Die offizielle Abnahme der Anlage durch das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt sowie die Übergabe an die Stadt Wildau als Eigentümerin erfolgt erst am 1. September. „Bis dahin müssen sich die Wil-dauer noch ein wenig gedulden. Auch wenn dies bei diesem Wetter durchaus schwer fällt“, bittet Kerber um Verständnis.

An der neuen Steganlage des künftigen Wasser-Wanderliegeplatzes an der Dahme können in der nächsten Saison auch Dampfer anlegen

An der neuen Steganlage des künftigen Wasser-Wanderliegeplatzes an der Dahme können in der nächsten Saison auch Dampfer anlegen.

Quelle: Franziska Mohr

Handwerker arbeiten gegenwärtig auch an der Terrasse für den Biergarten. Teile des Wanderweges direkt entlang des Ufers sind schon fertig. Ein idyllischer Pavillon unter schattigen Bäumen direkt am Ufer wartet schon sehnsüchtig auf Gäste, während Maurer mit hochwertigen Klinkern die Außenanlage attraktiv terrassieren. Probleme bereiten allerdings immer wieder die langen Lieferzeiten des Materials. Das gilt auch für den Innenausbau. Ursprünglich für Mai und dann für den September vorgesehen, rechnet Kerber jetzt mit der Eröffnung nicht vor November.

Den Dauerbetrieb hat die künftige Betreiberin Sylvia Meißner für 2015 schon abgeschrieben. Die Wildauerin hofft, dass sie in diesem Jahr wenigstens noch mit ein paar Veranstaltungen starten kann. „Für die Silvesterparty habe ich bereits eine Band gebucht. Sollte auch dieser Termin nicht zu halten sein, so spielt sie eben bei mir daheim“, versucht die Event-Managerin, ihren Humor zu bewahren. „Das Projekt Klubhaus wird toll. Aber Nerven sind schon gefragt“, räumt Meißner ein. Schließlich müsse sie die Firmen für die Inneneinrichtung, das avisierte Personal und die Künstler für Veranstaltungen immer wieder vertrösten. Augenblicklich hängt der Ausbau vor allem an den Türen, die den speziellen Anforderungen des Brandschutzes genügen müssen. Meißner zufolge gibt es ohne sie keine Betriebserlaubnis für das Restaurant. Ihre Fertigung erfolgt in den Niederlanden, wo das Unternehmen jetzt aber seine Betriebsferien genießt. „Ob unser Schreiben mit der Bitte, die Produktion der Türen zu beschleunigen, dort Gehör findet, kann ich nicht sagen“, meint Kerber. Der Schallschutz im Restaurant sowie im Veranstaltungssaal ist installiert, der Kamin für eine gemütliche Atmosphäre eingebaut. Die Konvektoren für die Heizung im Wintergarten schließen Mitarbeiter der Firma Haupt gerade an.

Zur Geschichte

Die Badeanstalt an der Dahme wurde 1921 in Wildau in Betrieb genommen.

Das Baujahr des Klubhauses an der Dahme wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich angegeben. Einige geben das Jahr 1923, andere erst 1925 an.

Die BSG Motor Wildau und damit auch die im Klubhaus beheimatete Sektion Rudern wurde 1950 gegründet. 1991 wurde das Klubhaus geschlossen.

Bei einer Zwangsversteigerung erwarb die Kommune Wildau das Klubhaus für eine halbe Million Euro. Im Frühjahr 2014 begann unter der Regie der Wiwo der Ausbau.

Beim Bauen steckt der Teufel bekanntlich im Detail. Das scheint sich in dem Traditionshaus besonders häufig zu bewahren. So musste jetzt eine Hebebühne errichtet werden, um den Abwurf der Bierfässer für den Restaurantbetrieb zu gewährleisten. Auch der Eingang zum Restaurant wurde noch einmal umgestaltet und mit einer zusätzlichen Glastür versehen. Das alles hat seinen Preis. Die Baukosten beziffert Kerber inzwischen auf insgesamt knapp vier Millionen Euro. Dabei wurde sehr häufig über den Erhalt des Altbestandes diskutiert, bevor dann aber doch neu gebaut werden musste. Das gilt für die Gestaltung der Fassade ebenso wie für den brandschutztechnisch notwendigen Einbau einer neuen Betontreppe. Die intakte Holztreppe war nicht mehr statthaft.

Von Franziska Mohr

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