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Dossow: Bahnerhalt bekräftigt

Kampf um Infrastruktur Dossow: Bahnerhalt bekräftigt

Der Landtagsabgeordnete Michael Jungclaus (B90/Die Grünen) besuchte 2015 alle nachfrageschwachen Bahnhaltepunkte im Land, auch jene in Dossow und Fretzdorf. Nun soll eine Ausstellung im Landtag folgen, um dortige Besucher auf das Problem aufmerksam zu machen.

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Der Landtagsabgeordnete Michael Jungclaus (Bündnis 90/ Die Grünen) beim Besuch in der Region. Hier auf dem Fretzdorfer Bahnhof.

Quelle: Wagener

Dossow. Den Erhalt des Bahnhaltepunktes in Dossow sieht Ortsvorsteher Axel Manz und der gesamte Beirat als eine „Notwendigkeit“ an – Pendler, Touristen, Jugendliche, für viele Nutzer spiele die Bahn als Verkehrsmittel im Alltag eine wichtige Rolle. Auf der jüngsten Beiratssitzung wurde das noch einmal bekräftigt. Münden soll diese Auffassung in den nächsten Tagen in ein schriftliches Statement, in dem kurz und prägnant begründet werden soll, weshalb der Haltepunkt aus Sicht des Beirates auch künftig bleiben muss.

Um ein solches Statement gebeten hat jetzt Michael Jungclaus. Der Landtagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen hatten im vergangenen Jahr alle nachfrageschwachen und deshalb langfristig in ihrer Existenz bedrohten kleinen Bahnhöfe und Haltepunkte im Land besucht, um sich gemeinsam mit den Einheimischen ein Bild von der tatsächlichen Situation zu machen. Vor diesem Hintergrund schaute er sich am 30. September auch in Dossow und Fretzdorf um.

Die Bahnhofstour von Michael Jungclaus

Michael Jungclaus, der Landtagsabgeordnete von B90/Die Grünen, fuhr im vergangenen Jahr rund 60 kleine Bahn-Haltepunkte im Land Brandenburg ab, die in ihrer Existenz gefährdet sind, weil sie täglich nur von weniger als 50 Reisenden genutzt werden. Jungclaus kam vor Ort mit Menschen ins Gespräch, um zu ergründen, wie die jeweiligen Situationen eingeschätzt werden und sich so ein besseres Bild machen zu können. Der Politiker reiste ausschließlich mit der Bahn.

Im Kreis Ostprignitz-Ruppin gelten folgenden Haltepunkte als bedroht: Dossow, Fretzdorf, Herzberg, Liebenthal, Netzeband und Walsleben; in der Prignitz der Haltepunkt Weisen.

Am 30. September 2015 besuchte Jungclaus die Haltepunkte in Fretzdorf und Dossow. Schon damals machte er deutlich, dass er sich für einen einheitlichen Mobilitätsplan Berlin/Brandeburg einsetze. In der Gesprächsrunde sprach man sich zudem für eine durchgehend stündliche Taktung aus.

Diese Aktion ist inzwischen beendet. Jetzt folgt der nächste Schritt. Jungclaus möchte im Nachgang seiner Tour eine Ausstellung über die Stationen seiner Bahnhofstour machen, um damit die Ergebnisse der Tour zu bebildern und interessierte Landtagsbesucher auf die Problematik hinzuweisen, wie er dem Ortsbeirat Dossow jetzt mitteilte. Für eine begleitende Publikation wünscht er sich das genannte Statement, verbunden mit einem Wunsch für die Zukunft. Er soll beides bekommen, pünktlich bis zum 29. Februar.

Wichtig für die Laga

Die Bahnhaltepunkte in Dossow, aber auch in Fretzdorf spielen aus Sicht des Ortsbeirates in den kommenden Jahren ohnehin eine wichtige Rolle – vor allem im Hinblick auf die Landesgartenschau (Laga), die 2019 in Wittstock ausgerichtet wird. Schließlich sind die beiden Haltepunkte in Wittstocker Ortsteilen die ersten Berührungspunkte für viele Wittstock-Besucher von außerhalb, die mit der Bahn anreisen. Die Dossower denken deshalb daran, die Reisenden mit einem auffälligen Schild am Bahnhof zu begrüßen, das die wichtigsten touristischen Informationen auf einen Blick vereint – Angebote, Unterkünfte, Empfehlungen, Highlights. „Wir haben hier ja einiges zu bieten – radeln, wandern, paddeln“, fasst Ortsvorsteher Axel Manz zusammen. Gerade im Hinblick auf die Laga sollte es nun darum gehen, das alles bestmöglich zu koppeln.

Weitere Radwege anvisiert

Der Anfang ist gemacht. Schon heute gibt es ein Konzept für den Ausbau weiterer Radwege, das mit den Dörfern Rossow, Fretzdorf, Gadow, Zootzen und Goldbeck ausgearbeitet wurde. Es beinhaltet Streckenführungen in eben dieser Region – etwa eine Mühlentour oder eine Kirchentour. Die Wege seien teilweise zwar schon gut befahrbar, müssten aber streckenweise auch noch nutzbar gemacht werden. Axel Manz betont, dass dieses Radwegekonzept unabhängig von der Laga erstellt worden sei, durch den Zuschlag für die Ausrichtung der Schau aber eine noch größere Bedeutung erlange.

Von Björn Wagener

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