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Erlebnisfahrt von Park zu Park

Wunderbare Radroute zwischen Garten-Kleinoden Erlebnisfahrt von Park zu Park

Wissen Sie, wo die wunderschöne Undine lebte? Jene bezaubernde Wassernixe, die ihr freies Leben in der Havel aus Liebe zum Ritter Huldbrand aufgab, für ihn ihre Unsterblichkeit opferte und mit dem sie – trotz seiner Untreue – schließlich im Tod als Quelle vereint war. Das - und noch vieles mehr - gibt es auf der fantastischen Buga-Parktour zu erfahren.

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Im Hohenzollern-Park in Friesack erstrahlen der Park und die Bronzestatue Friedrichs I. wieder in neuem Glanz.

Quelle: LK Havelland

Havelland. Geboren wurde Undine natürlich von der Fantasie ihres Schöpfers, des romantischen Dichters Friedrich de la Motte Fouqué. Leben eingehaucht hat dem Sagenwesen aber die ganz reale Kulisse des Havellandes mit Schloss Nennhausen. Hier schuf der Baron Fouqué, Spross aus Hugenottenadel und Patenkind Friedrichs II., zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen weithin bekannten Musenhof. In diesem märkischen Arkadien tummelten sich Geistesgrößen wie August Wilhelm Schlegel oder Wilhelm von Humboldt.

Der englische Landschaftsgarten von Nennhausen mit Platanen, Rotbuchen und Lärchen, durch den die Prominenz damals flanierte, spielt auch heute wieder eine tragende Rolle. In einem umfangreichen Begleitprojekt des Landkreises Havelland zur Gartenschau hat man unterschiedliche Landschaftsparks im Buga-Erlebnisraum ursprungsnah wiederhergestellt.

Neben Nennhausen sind das der Gutspark Stölln, der Pfarrgarten in Ribbeck, die Landschaftsparks in Wagenitz, Senzke und Kleßen und der Hohenzollern-Park in Friesack. Mit dem Uferstreifen am Landgut A. Borsig in Groß Behnitz, der den Reigen vervollständigen sollte, wird es indes wohl noch ein Weilchen dauern.

Japanische Skulpturen und "Denksteine"

Im Gutspark Stölln heißt es: „Fenster zu Menschenwegen“: Skulpturenfenster zeigen Menschenwege im Park aus vergangener sowie zukünftiger Zeit.
Im Pfarrgarten Ribbeck geht es um den „Garten der Bibel“. Im Landschaftspark Wagenitz ist japanische Kunst zu bewundern. Der Landschaftspark Senzke steht unter dem Motto „Fontane berichtet über Senzke“: Fontanes Erzählungen über Senzke werden durch figürliche Metall-Scherenschnitte dargestellt. Im Landschaftspark Kleßen kann man „Denksteine wandernd erleben“: Steine mit eingemeißelten Wörtern verbinden Natur und Park auf nachdenkliche Weise.
Im Hohenzollern-Park in Friesack erstrahlen der Park und die Bronzestatue Friedrichs I. wieder in neuem Glanz. Führungen durch den Park finden donnerstags um 15 Uhr statt.

Die Schönheitskuren für die Parks und Gärten hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit den Parkeigentümern und dem Verein Ländliche Erwachsenenbildung Prignitz-Havelland gestemmt. Auf der Park-Tour durchs Havelland bekommt der Besucher ganz besondere Einblicke geboten.

„Die zeitlose und naturnahe Schönheit wird durch künstlerische Objekte unterstrichen und die historische Bedeutung der Anlagen kunstvoll erzählt“, erläutert Bruno Kämmerling, Kultur-Referatsleiter des Landkreises, das von ihm erdachte Konzept. „Das Besondere ist, dass die Parks durch eine eigene Radroute verbunden sind, die ungefähr 120 Kilometer lang ist.“

Bereits bestehende Radwege wurden zu einer großen Route zusammengefügt. Ein Wegweiser-Logo, das einen Radler zeigt, schildert die erlebnisreiche Tour aus. Und die ist voller Highlights. Der Bogen spannt sich vom Pfarrgarten in Ribbeck, wo man im „Garten der Bibel“ auf Entdeckungsreise in das Land des Glaubens gehen kann, über den Landschaftspark Wagenitz, in dem Skulpturen des im Havelland lebenden japanischen Künstlers Takayuki Daikoku stehen, bis hin zum Hohenzollernpark Friesack und etlichen Parks mehr (siehe Info-Kasten).

Auch der Park von Nennhausen punktet mit kulturellen Glanzlichtern. Von den alten Bäumen hängen große Keramik-Medaillons mit Porträts und Zitaten von Dichtern zu Zeiten der Romantik. Und eine darf in dem illustren Medaillon-Reigen natürlich nicht fehlen: die schöne, traurige Undine.

Von Ildiko Röd

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