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Gästezahlen im Havelland deutlich gestiegen

Hotels profitierten von Buga Gästezahlen im Havelland deutlich gestiegen

In fast allen havelländischen Gemeinden sind die Besucherzahlen 2015 teils deutlich angestiegen. Besonders groß war der Zuwachs in Rathenow (plus 11 000) und Nauen (plus 4000). Das lag zum einen an der Bundesgartenschau, zum anderen aber auch am wachsenden Radtourismus. Nur eine Kommune im Landkreis hat einen Rückgang der Besucherzahlen zu beklagen.

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Dank der Bundesgartenschau gab es 2015 mehr Übernachtungen im Havelland.

Quelle: dpa

Havelland. In den öffentlichen Kassen mag nach der letztjährigen Bundesgartenschau ein großes Loch klaffen, doch aus Sicht der havelländischen Hoteliers war die Buga 2015 ein großer Erfolg. In fast allen Gemeinden sind die Besucherzahlen im vergangenen Jahr teils deutlich angestiegen – die einzige Ausnahme ist mit Falkensee ausgerechnet die größte Stadt des Landkreises. Dort ging die Zahl der Übernachtungsgäste um fast fünf Prozent zurück, von 6374 im Jahr 2014 auf 6078. In Nauen (plus 4000) und Rathenow (plus 11 000) gab es dagegen deutliche Zuwächse. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervor, das die Tourismuszahlen nach Gemeinden unterteilt auflistet.

Spitzenreiter im Osthavelland bleibt demnach Nauen, wo im vergangenen Jahr 23 677 Menschen übernachteten, 17 Prozent mehr als 2014. Hauptverantwortlich für den Anstieg ist das Landgut Stober in Groß Behnitz, das sich als Tagungsort und Hochzeitslocation etabliert hat. „Dort kann man sich vor Anfragen von Tagestouristen kaum retten“, sagt Katja Brunow vom Tourismusverband Havelland. Übertroffen wird die Funkstadt nur noch von Rathenow, einem der fünf Buga-Standorte. Insgesamt verbrachten 32 447 Gäste die Nacht in der Kreisstadt, wo im Vorfeld der Blumenschau noch zusätzliche Betten geschaffen worden waren. Hinter diesen beiden Kommunen folgen Ketzin/Havel (8412), Dallgow-Döberitz (8252), Wustermark (7242), Falkensee (6078) und Brieselang (4570), Schlusslicht bleibt Schönwalde-Glien (3362).

Für das Amt Friesack und die anderen westhavelländischen Gemeinden liegen keine Werte vor, doch Äußerungen örtlicher Touristiker lassen auch dort einen Zuwachs vermuten. Paul Störk vom Campingpark „Buntspecht“ in Ferchesar berichtet von 15 Prozent mehr Übernachtungen. Klaus-Dieter Aretz vom „Gasthof Milow“ sagt: „„Für uns ist die Buga aus wirtschaftlicher Sicht sehr gut verlaufen. Haben wir in sonst von April bis September zwischen 800 und 900 Übernachtungen, so hatten wir 2015 im Monatsdurchschnitt 1200 Übernachtungen.“

Rathenow (74 429, plus 30 000) und Nauen (42 621, plus 7600) sind auch führend, was die Zahl der Übernachtungen angeht. Am anderen Ende der Tabelle stehen Falkensee und Schönwalde-Glien, auch wenn die Übernachtungen dort jeweils angestiegen sind, in Schönwalde sogar um 5000. Diese Zahl überrascht sogar Expertin Katja Brunow. „Das kann ich mir selbst nicht erklären“, sagt sie. Zwar habe Schönwalde das Landeserntefest ausgerichtet, „aber daran allein kann es nicht liegen.“ Möglicherweise profitiere die Gemeinde von ihrer Lage am Havelland-Radweg. „Radtourismus ist in der Region nämlich stark im Kommen“, berichtet Brunow.

Bei ausländischen Touristen sind Nauen, Falkensee und Brieselang am beliebtesten. Letzteres ist vor allem durch den Campingplatz in Zeestow zu erklären, der von vielen Niederländern gerne angesteuert wird. Wustermark und Dallgow stehen nicht so hoch in der Gunst ausländischer Gäste – aber wer kommt, bleibt außergewöhnlich lange, im Schnitt sieben beziehungsweise neun Tage. Katja Brunow vermutet, dass es sich dabei um Geschäftsreisende handelt, die sich im Umland die hohen Kosten eines Berliner Hotelzimmers sparen wollen. Denkbar sei aber auch, dass in einigen Beherbergungsbetrieben Asylbewerber untergebracht wurden.

Für das laufende Jahr erwartet Katja Brunow einen leichten Rückgang der Gästezahlen, weil 2016 keine Bundesgartenschau stattfindet. „Wir wollen aber besser sein als 2014“, sagt sie. Erste Umfragen bei den Hoteliers hätten ergeben, dass diese mit den Buchungen bislang sehr zufrieden seien. „Wir hoffen, dass die Nachfrage nach dem Havelland auch nach der Buga weiter anhält“, so Brunow.

Von Philip Häfner

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