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Großes Jubiläum im Glasbläser-Dorf

300 Jahre Baruther Glashütte Großes Jubiläum im Glasbläser-Dorf

Im kommenden Jahr wird das Museumsdorf Baruther Glashütte 300 Jahre alt. Zum Festjahr bereitet der neu gegründete Freundeskreis der Gewerbetreibenden und der Museums- und Kunstverein Glashütte ein umfangreiches Festprogramm vor, mit dem sich das Glasbläser-Dorf bekannter machen möchten.

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In der Glashütte finden immer wieder Veranstaltungen statt, wie hier ein Glasblasen für Kinder.

Quelle: Andreas Staindl

Glashütte. Das Museumsdorf Baruther Glashütte rüstet sich zum großen Jubiläum. Im kommenden März ist es 300 Jahre her, dass ein Baruther Graf und ein Lausitzer Glasmachermeister den Vertrag zur Gründung von Glashütte schlossen. Das Ganze soll gebührend gefeiert werden, die Planungen nehmen Gestalt an.

Wilken Straatmann

Wilken Straatmann

Quelle: Dietrich von Schell

Wilken Straatmann, Vorsitzender des neu gegründeten Freundeskreises Glashütte, will die Gelegenheit nutzen, um seinen Zusammenschluss von Gewerbetreibenden bekannter zu machen. Auch der Museums- und Kunstverein Glashütte will sich verstärkt ins Bewusstsein bringen. „Ein Jubiläumsjahr ist ein idealer Anlass“, sagt Wilken Straatmann dazu.

Die feierliche Eröffnung des Jubiläumsjahrs im Mai stellt jedoch die Organisation von Kulturland Brandenburg auf die Beine. Dessen Motto „Handwerk zwischen Tradition und Innovation“ soll das kommende Jahr prägen.

Es werden mehrere Jubiläumsausstellungen zu sehen sein, los geht es mit einer vielfältigen Sammlung von Glasgefäßen in ihrer einfachen Gebrauchsform. Dann folgt – gedacht als Gratulation – die Schau „Prosit Glashütte – Trinkgläser aus 300 Jahren“. Die Baruther Glasstudios und die Kunsthochschule Burg Giebichenstein aus Halle führen gemeinsam Kunst und Design aus Glas vor. Die Galerie im Packschuppen präsentiert Fotos und Malereien, die den Ort Glashütte zum Thema haben. „Keine Frage, dass das Themenjahr mit seinem außerordentlichen Programms eine überregionale Ausstrahlung haben wird“, sagt Wilken Straatmann.

Er wie auch die Gewerbetreibenden leben in Glashütte, sie führen ein Café oder einen Kräuterladen, verkaufen Schmuck, Kleider und bieten Glaskunst an. „Unsere Mitglieder wollen sich über den Laden hinaus engagieren“, so Straatmann. /Er selbst ist seit neun Jahren Glashütter und lebt mit seiner Familie in dem Museumsdorf.

Hintergrund zum Museumsdorf

Der Ort Glashütte ist ein reines Museumsdorf, das komplett unter Denkmalschutz steht. Im Zentrum befindet sich das Museum und das Glasstudio.

Die Häuser werden von Gewerbetreibenden genutzt, die dort verschiedene Läden betreiben. Außerdem gibt es unter anderem einen Gasthof, eine Schmiede und eine Töpferei.

Gegründet wurde die Glashütte nach einem verheerenden Sturm, um das reichlich vorhandene Holz zu nutzen.

Straatmann hat noch ein weiteres Projekt auf den Weg gebracht. Es ist eine Idee, die das Museum Glashütte schon lange verfolgt: Er will alle Orte in Deutschland finden, die sich Glashütte nennen, und Vertreter aus ihnen 2016 in sein Glashütte bei Baruth einladen. Ebenso sind Aktionen mit der Stadt Baruth im Gespräch, die im kommenden Jahr ebenfalls ein Jubiläum feiert: Dann hat Baruth seit genau 400 Jahren Stadtrecht.

Wilken Straatmann ist aus Liebe zu Denkmälern nach Glashütte gezogen. Seine Aufgabe sieht er zwischen dörflicher Denkmalpflege und dem Angebot für Touristen, mitunter ist das eine Gratwanderung. Dazu gehört auch eine weitere Idee, die über das Jubiläumsjahr hinaus Bestand haben soll: „Wir möchten Glashütte als Erholungsort etablieren“, sagt er. Insbesondere Berliner will Straatmann dabei ansprechen. Ihm schwebt ein Angebot von kreativer Ruhe in der Natur vor. „Wir hatten mal einen Schriftsteller, der hier sein Buch zu Ende geschrieben hat“, sagt er als Beispiel für das, was er anstrebt. Übernachtungen bietet die Museumsherberge an, es gibt sechs Appartements, vier weitere sollen hinzukommen. „Wegen der begrenzten Kapazitäten wird der Großstädter in Glashütte immer die ländliche Abgeschiedenheit erleben, die er sucht“, ist der Vereinsvorsitzende überzeugt.

Von Dietrich von Schell

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