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Kanuideen für die Elbe bei Rühstädt

Haltepunkt für Paddler Kanuideen für die Elbe bei Rühstädt

Umweltpraktikant Alexander Poloczek hat in den vergangenen drei Monaten im Auftrag der Commerzbank nach Potentialen für den Elbe-Kanutourismus im Biosphärenreservat Elbtalaue gesucht. In Rühstädt war er stationiert und hat bei seiner Arbeit einiges gefunden, was die Reservatsverwaltung künftig nutzen kann.

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Commerzbank-Pressesprecher Mathias Paulokat, Umweltpraktikant Alexander Poloczek, stellvertretende Wittenberger Commerzbank-Filialleiterin Anita Haverland und Reservatsleiter Sven Rannow (v. l. n. r.) an der „Rühstädter Bucht“.

Quelle: Foto: Andreas Pantel

Rühstädt. Vor 25 Jahren hatte die Commerzbank die Idee, für interessierte Uni- oder Hochschulabsolventen ein Umweltpraktikum einzurichten. Ziel ist seit einem viertel Jahrhundert die Sensibilisierung von Studierenden für nachhaltige Entwicklung und das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven im Natur- und Umweltschutz. Mehr als 1400 Praktikanten haben bislang in einem meist dreimonatigen Praktikum einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden, seit zehn Jahren zählt dazu das Biosphärenreservat Elbtal-aue. Am Dienstag stellte zum Ende seines Aufenthalts in der Prignitz Alexander Poloczek das Ergebnis seiner Arbeit vor. Den Geografie-Studenten zog es für ein viertel Jahr von Passau an die Elbe, um zu untersuchen, wie das Potential im Elbe-Kanutourismus besser genutzt werden könnte.

„Mir hat das Thema einfach gut gefallen, darum habe ich mich konkret auf dieses Praktikum beworben“, erzählt der Kölner. Neben der Entwicklung von Infrastruktur für Wasserwanderer auf der Elbe in Form von Kanurast- und Kanu-Biwak-Plätzen lag das Augenmerk auch auf der Planung eines Besucher-Lenkungssystems. Schnell musste der Student feststellen, dass die gängigen Vorgaben für die Ausschilderung um Wassertourismus wegen der großen Distanzen auf der Elbe nicht funktionieren. „Die Schilder sind nicht zu erkennen.“, erklärte Poloczek und präsentierte ein Schild mit doppelt so großer Schrift und ein entsprechendes Piktogramm für den Kanu-Tourismus. „Ich könnte mir hier einen wundervollen Kanu-Haltepunkt vorstellen“, beschreibt der 26-Jährige die ehemalige, landläufig „Panzerüberfahrt“ genannte Uferstelle an der Elbe kurz vor dem Ortseingang nach Rühstädt. „Ich habe diesem Platz aber den Namen Rühstädter Bucht gegeben, das hört sich irgendwie doch netter an, einen kleinen Sandstrand hat man ja auch“, sagt Poloczek begeistert über die natürliche Anlandestelle. „Und gleich hier könnt ich mir einen Biwak-Platz vorstellen“, verwies der Praktikant auf die Fläche am Elbufer, auf der bereits ein kleiner überdachter Rastplatz eingerichtet ist. Die Fläche wäre ausreichend, sie müsste natürlich ausgeschildert werden. Er könnte sich eine Komposttoilette oder ähnliches vorstellen, die zum Standard eines Biwak-Platzes gehören. Und vielleicht einen Kanusafe. Der Student zeigt dazu ein Foto von einem ausgedienten, umgebauten Bauwagen. „So hätten die Kanutouristen auch die Möglichkeit, in den Ort zu gehen, die Störche zu bewundern und Milch oder Butter einzukaufen“, schwärmt er von dem Standdort. Er hat Pläne, Vorschläge und Handlungsempfehlungen erarbeitet, die in meiner Praktikumsarbeit niedergeschrieben sind.

Sven Rannow, Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung in Rühstädt, freut sich über die Unterstützung der Commerzbank, um solche Projekte wie den Kanu-Tourismus zu untersuchen. „Solche Projekte wie den nicht mit Muskelkraft betriebenen Wassertourismus könnten wir personell nicht abdecken. Es gibt natürlich sensible Bereiche. Da gilt es Restriktionen und auch Optionen aufzuzeigen“, bedankt sich Rannow beim Praktikanten und der Commerzbank für die Unterstützung solcher Praktika.

Von Christine Pantel

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