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Kristalltherme soll Pferde-Sauna bekommen

Bad Wilsnack Kristalltherme soll Pferde-Sauna bekommen

Es klingt wie ein Witz: Die Therme in Bad Wilsnack (Prignitz) soll erweitert werden. Und der Badbetreiber weiß auch schon wie. Eine Pferdesauna soll her. Insgesamt sollen 30 Millionen Euro investiert werden. Der Badbetreiber ist in Brandenburg kein Unbekannter und nicht überall beliebt.

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Im November feierte die Therme in Bad Wilsnack ihren 15. Geburtstag.

Quelle: Andreas König

Bad Wilsnack. Es ist sicher der kleinste Kurort in Brandenburg, aber bei der Wirtschaftskraft mischt das 3000-Seelen-Städtchen Bad Wilsnack (Prignitz) ganz vorn mit. 300.000 bis 360.000 Besucher pilgern pro Jahr in die Kristall-, Kur- und Gradiertherme. Noch gehört sie formell der Stadt, aber zum Ende des Jahres geht der Großteil der Gebäude und Anlagen, zur Jahresmitte 2016 der übrige Teil in den Besitz der Kristall-Bäder-AG mit Sitz im fränkischen Stein über.

Therme profitiert von der Lage zwischen Berlin und Hamburg

Für Geschäftsführer Heinz Steinhart (72), dessen Kristall-Gruppe deutschlandweit zwölf Thermalbäder betreibt, unter anderem in Ludwigsfelde, ist Bad Wilsnack eine Erfolgsgeschichte. „Wir wurden damals gewarnt, ein Thermalbad in der Prignitz zu errichten“, sagt Heinz Steinhart. Der Landkreis gelte bei strenger Auslegung der EU-Richtlinien statistisch zwar als unbewohnt, doch profitiere der Standort von der günstigen Lage genau in der Mitte zwischen Berlin und Hamburg. Inzwischen sei die Therme in Bad Wilsnack in Berlin, vor allem im Westteil der Stadt, „bekannter als alle anderen Thermen“, wie Heinz Steinhart sagt.

70 Mitarbeiter hat die Therme

Um die maximale Förderung zu bekommen, trat vor mehr als 15 Jahren die Stadt Bad Wilsnack als Bauherrin auf. Für damals rund 32 Millionen D-Mark entstanden Thermalsolebad, Saunabereich und Außenbecken. „Die Stadt musste keinen Cent zum Bau der Therme beitragen“, sagt der Unternehmer.

Seitdem hat sich die Kristall Bäder AG Bad Wilsnack kontinuierlich erweitert: Außenbecken mit 12-prozentiger Sole, der große Salzsee mit 24 Prozent Salzgehalt und eine Mega-Sauna, genannt der „Dom“ mit 200 Plätzen. 70 Mitarbeiter beschäftigt die Therme, die Hotelauslastung von vormals 17 Prozent ist laut Steinhart auf das Drei- bis Vierfache gestiegen.

Die Pferdesauna soll rund 4 Millionen Euro kosten

Doch das genügt dem Chef nicht. Pläne, das Angebot der Therme um einen Premiumbereich zu erweitern, machte Heinz Steinhart bereits vor Jahren publik. Doch eine schwere Erkrankung zwang ihn, davon zunächst Abstand zu nehmen. Am Telefon äußerte er sich jedoch optimistisch, die Kristall-Therme auf etwa „das Doppelte“ zu erweitern. Neben einer Premium-Saunalandschaft soll auch eine separate Pferdesauna entstehen. „Menschen und Pferde sollen durch ein Schiebefenster getrennt sein“, sagte Steinhart. Auch für Pferde sei das Saunieren gesund. Ein Markt für das ungewöhnliche Angebot gibt es nach seiner Ansicht. Geplante Kosten allein für den Pferdebereich: 3 bis 4 Millionen Euro. Insgesamt will Steinhart 25 bis 30 Millionen investieren und die Besucherzahl langfristig verdoppeln.

Gescheitertes Projekt in Werder an der Havel

Während Steinhart in der Prignitz investieren will, ist der Bau einer Therme in Werder an der Havel (Potsdam-Mittelmark) gescheitert. Hier wollte die Kirstall Bäder AG ein neues Bad bauen. Die Stadt hat den Vertrag mit der Firma im November gelöst und will das Projekt nun alleine stemmen. Zurzeit ruhen die Bauarbeiten, erst 2016 soll es weitergehen. Stadt und die Kristall Bäder AG sind zerstritten.

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Von Andreas König und MAZonline

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