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Kyritzer Rosengarten ausgezeichnet

Denkmal des Monats Kyritzer Rosengarten ausgezeichnet

Der Kyritzer Rosengarten, Ort für das traditionelle Rosengartenfest, ist Denkmal des Monats – wie bald auch ein Ensemble in Wittstock. An der Auszeichnung in Kyritz nahmen die Rosenkönigin und -prinzessin aus der Dossestadt teil.

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Die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke im Kreise von Rosenkönigin und -prinzessin. Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Mit dem Titel „Denkmal des Monats Oktober“ schmückt sich derzeit der Kyritzer Rosengarten. Diese Auszeichnung der Brandenburger Arbeitsgemeinschaft (AG) „Städte mit historischen Stadtkernen“ wurde dem Rosengarten nicht nur zuteil, weil er einen besonderen historischen Hintergrund hat. „Die Umgestaltung dieser Grünanlage war sehr tiefgreifend. Für die Gesamtsanierungsstrategie ist der Rosengarten von besonderer Bedeutung, da er einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Wohnqualität in der Altstadt leistet und eine wichtige Voraussetzung für familienfreundliches Wohnen bildet“, heißt es in der Begründung der AG.

Als „idyllischen Ort, der wesentlich die Lebensqualität in Kyritz erhöht“, bezeichnete auch Bürgermeisterin Nora Görke den Rosengarten. In eben diesem erhielt sie die entsprechende Plakette passenderweise aus den Händen der Rosenkönigin Vivien I. Blohm, die mit Rosenprinzessin Tanja I. Lezin aus Wittstock angereist war. Wittstock ist ebenso AG-Mitglied. Traditionell erfolgen die Ehrungen untereinander.

Im November wird mit dem Titel „Denkmal des Monats“ auf ein Wittstocker Gebäudeensemble aufmerksam gemacht: die Königstraße 30 und 32. „Beide Gebäude repräsentieren weithin sichtbar das bürgerliche Selbstbewusstsein, das sich aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung von Wittstock als regionales Wirtschafts- und Handelszentrum jener Zeit ausgebildet hat“, so die AG.

Beim Rosengartenfest war traditionell die Feuerwehr dabei

Beim Rosengartenfest war traditionell die Feuerwehr dabei.

Quelle: Matthias Anke

Dass eine Grünanlage wie der Rosengarten auf eine solche Weise prämiert wird, ist außergewöhnlich gegenüber der Masse der sonst zum Zuge kommenden Baudenkmalen. Das dürfte besonders die für den Garten verantwortliche Landschaftsarchitektin Anja Brückner freuen. Da sie ihre Teilnahme bei der Titelvergabe aus gesundheitlichen Gründen jedoch absagen musste, gab Bauamtsleiterin Angela Schulz Infos zur Anlage. Demnach wurden 1739 und 1740 in Kyritz die zum Teil doppelten Wallanlagen um die Stadt herum eingeebnet. Dazu zählten vermutlich auch die Flächen des heutigen Rosengartens. Zwar gab es Anfang des 20. Jahrhunderts Pläne, ausgehend vom historischen Straßennetz des Stadtkerns die Stadt auch nach Westen weiterzuentwickeln. Es entstanden die Bahnhofstraße sowie die Schulze-Kersten-Straße, die Goethestraße und die Straße Am Bahnhof. Doch auf dem Gebiet des heutigen Rosengartens passierte dahingehend nichts. Wesentlicher Grund soll der hohe Grundwasserstand gewesen sein.

Die Stadt Kyritz lobte 1996 einen Wettbewerb aus, der die Gestaltung des Rosengartens vorsah. Den 1. Platz belegte das Büro für Landschaftsarchitektur Anja Brückner aus Zernitz. Die Jury empfahl eine Weiterbearbeitung. Sie erfolgte samt Spielplatz, Spazierwegen und Ruhepunkten.

Zum Tag der deutschen Einheit 2011 wurde die Eröffnung gefeiert. Das Rosengartenfest ist nunmehr alljährlich das Einheitsfest in Kyritz. Nur dieses Mal wurde es wegen des Stadtfestes um einen Tag verschoben.

Den Rasen für gut befunden

Den Rasen für gut befunden: Auch dieser Hund fühlte sich bei dem Fest sichtlich wohl.

Quelle: Matthias Anke

Bei bestem Wetter amüsierten sich die Bürger, beginnend mit einem Theaterstück der Awo-Gruppe „Lampenfieber“ über die Musiker rund um Uwe Weiksznorat und die singenden Kitakinder bis hin zur Kyritzer Feuerwehr. Diese bespaßte mit ihrem Trabi-Löschauto nicht nur die Jüngsten, sondern sorgte neben dem Grill am Getränkewagen auch für ausreichend Löschwasser für die Erwachsenen. Zudem bereicherten sämtliche Vereine aus dem Mehrgenerationenhaus das Fest. Sie alle dürften im Kalender schon folgenden Termin angestrichen haben: Montag, 3. Oktober 2016.

Von Matthias Anke

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