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Mit dem Rad in die Kyritz-Ruppiner Heide

Ein Signal für mehr Touristen Mit dem Rad in die Kyritz-Ruppiner Heide

Ab Mitte April sollen auch Wanderer und Radler einen Teil der Natur in der Kyritz-Ruppiner Heide bewundern dürfen. Der Landkreis will dafür die Strecke freigeben, die bereits seit knapp drei Jahren von Kutschunternehmen mit ihren Gästen genutzt wird. Unklar ist noch, ob und wo Reiter in die Heide dürfen.

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Vor allem zur Heideblüte kommen schon jetzt viele Besucher in die Kyritz-Ruppiner Heide.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Ab Mitte April können ebenfalls Wanderer etwas Natur der Kyritz-Ruppiner Heide bewundern – vorausgesetzt der Kreistag stimmt Anfang März einem entsprechenden Vorschlag von Landrat Ralf Reinhardt (SPD) zu. Dann könnten sowohl Wanderer als auch Radfahrer und Reiter von Neuglienicke aus bis zum Sielmannshügel in die Heide vordringen. Das ist seit knapp drei Jahren lediglich einigen Kutschunternehmen mit ihren Gästen erlaubt. Denn die Strecke, die zum einstigen Bombenabwurfplatz gehört, ist bereits nach Munition abgesucht und beräumt worden.

Der Weg ist mit hölzernen Pollern markiert

Gleichwohl hat es etwas länger für die Freigabe des Weges für Wanderer, Radfahrer und Reiter gedauert. Grund dafür seien noch fehlende Absprachen mit dem Kampfmittelräumdienst des Landes gewesen, sagte am Mittwoch Landrat Reinhardt in Neuruppin. Zudem wollte der Kreis, dass der abgesuchte Weg aus Sicherheitsgründen noch markiert wird. Denn während die Kutscher auch bei einer Pause auf ihre Gäste in der Heide aufpassen, sind künftige Wanderer, Radler und Reiter auf sich gestellt. Dank einer Arbeitsfördermaßnahme stehen am Wegesrand von Neuglienicke bis zum Sielmannshügel und nach Pfalzheim in regelmäßigen Abständen hölzerne Poller mit einem roten Kopf. Diese sollen Besucher davor warnen, die Heide abseits des frei gegebenen Abschnittes zu erkunden. Denn das Areal rundherum ist durchaus noch mit Munition belastet. „Wir setzen ein Stück auf Eigenverantwortung“, betonte deshalb Mathias Wittmoser, Ordnungsamtsleiter der Kreisverwaltung.

Sielmannstiftung stimmt sich mit den Kutschern ab

In den nächsten Wochen und Monaten soll auch noch der Abschnitt vom Sielmannshügel bis nach Rossow mit den Sicherheitspollern markiert werden. Dazu laufen derzeit die Abstimmungen mit dem Jobcenter, sagte Lothar Lankow, Projektbetreuer der Sielmannstiftung. Diese betreibt 4000 Hektar der insgesamt fast 12 000 Hektar großen Kyritz-Ruppiner-Heide. Lankow hofft, dass der Abschnitt nach Rossow bis zur Heideblüte im September ebenfalls markiert ist und von Wanderern und Radlern genutzt werden kann. Überrascht zeigte sich Lankow indes, dass der gesamte Weg von Neuglienicke bis Rossow ebenfalls für Reiter frei sein soll. Der Projektbetreuer hält das lediglich für den Abschnitt von Neuglienicke bis zum Sielmannshügel für möglich. Denn dort gibt es zwei, nahezu parallel verlaufende Wege. „Wenn Reiter einen Weg nutzen, ist der in der Regel nach kurzer Zeit für Wanderer nicht mehr geeignet“, sagte Lankow. Die Sielmannstiftung will sich deshalb am 29. Februar mit den Kutschunternehmen abstimmen, ob der nördliche oder der südliche Weg zum Sielmannshügel künftig gemeinsam von Kutschen und Reitern genutzt wird.

Offizielle Eröffnung der Wanderroute am 20. Mai

Landrat Reinhardt hat derweil zu einer offiziellen Eröffnung der Wanderroute von Neu­glienicke zum Sielmannshügel für den 20. Mai eingeladen. Reinhardt und die Sielmannstiftung gehen davon aus, dass nun noch mehr Besucher in die Heide kommen. 2014 waren es etwa 3000 Gäste. Die Zahlen für 2015 stehen noch nicht fest. Es waren auf jeden Fall mehr Besucher, sagte Projektbetreuer Lankow. Denn seit dem vergangenen Jahr benötigen die Kutschunternehmen keinen Munitionsexperten mehr für ihre Touren.

Von Andreas Vogel

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