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Nach Besucherrekorden kommt das Feintuning

Tourimusmagnet Dahmeland-Fläming Nach Besucherrekorden kommt das Feintuning

Fläming, Dahme-Seenland und der Spreewald haben im ersten Halbjahr wieder Besucherrekorde aufgestellt. Doch um weiterhin in den Toprankings weit oben aufzutauchen, wollen die Tourismusverbände noch Feintuning betreiben. Es besteht unter anderem Nachholbedarf in Sachen Internet.

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Der Spreewald mit seinen Kähnen und der idyllischen Landschaft ist das zweitbeliebteste Tourismusziel im ganzen Bundesland.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Die Geschäftsführer der örtlichen Tourismusverbände haben sich zufrieden mit den Ergebnissen des Brandenburgischen Tourismustages gezeigt. Der war am Mittwoch in Liebenberg (Oberhavel) begangen worden. Bei der Veranstaltung ging es unter anderem um das neue Tourismuskonzept des Landes, das ab 2016 gelten und die gemeinsame Vermarktung der brandenburgischen Tourismusregionen verbessern soll. Bei der Erarbeitung werden erstmals die regionalen Anbieter und Verbände beteiligt. „Das habe ich als ausgesprochen positiv erlebt“, sagt Daniel-Sebastian Menzel, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fläming.

Dass ein besseres Marketing in der Region auf fruchtbaren Boden fallen wird, zeigen schon die aktuellen Halbjahresbilanzen der Verbände. Im Fläming, im Dahme-Seenland und im Spreewald gab es von Januar bis Juli deutlich mehr Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum.

Im Reisegebiet Dahme-Seenland etwa wurden bis Ende Juni 430 000 Übernachtungen gebucht, 238 000 Gäste wurden gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr waren damit sechs Prozent mehr Touristen in der Region rund um Königs Wusterhausen unterwegs. Die Spreewaldregion verzeichnete ein Plus von vier Prozent, der Fläming eine Zunahme von drei Prozent – und das, obwohl sich die heißen Tage im Juli und August noch gar nicht in den Zahlen widerspiegeln. Juliane Franke, Marketingbeauftragte des Tourismusverbandes Dahme-Seenland, hat eine einfache Erklärung für die Zunahme an Touristen. „Wir sind eine der dynamischsten Regionen in ganz Brandenburg“, sagt sie.

Die Vorzüge des Gebiets liegen für sie auf der Hand: Touristen aus dem In- und Ausland schätzen laut Franke die Erholung in der Natur mit einem guten Anschluss an Berlin. Zudem locken das viele Wasser und die gute Radwege-Infrastruktur Aktivurlauber an. Auch viele Gäste von Tropical-Islands tauchen in der Statistik auf. Zu den Tagestouristen zählen vor allem Berliner. Ein Wermutstropfen bleibt im Dahme-Seenland die verkürzten Schleusenzeiten in Neue Mühle. „Wir haben deshalb viele Beschwerden bekommen“, sagt Franke. Einzelne Touristen, Gastronomen und Schifffahrtsunternehmen hätten geklagt, in Zahlen lasse sich der Effekt bisher aber nicht ausdrücken.

Daniel-Sebastian Menzel bewertet die dreiprozentige Steigerung der Touristenzahlen im Fläming ebenfalls positiv, obwohl er noch Luft nach oben sieht. Inhaltlich werde gerade an einem Konzept für Kinder- und Jugendreisen gearbeitet, sagt er. Außerdem wolle man das Thema Reformation gemeinsam mit dem Nachbarland Sachsen-Anhalt entlang des Radwegs erlebbarer machen. „Und wir sind gerade dabei, unsere Saison zu erweitern.“ Während bislang der Fläming vor allem Radler und Skater in den Sommermonaten anzieht, sollen die Beherbergungsbetriebe künftig noch mehr daran setzen, auch Anreize für eine Fläming-Reise in Herbst und Winter zu schaffen. Etwa mit der Aktion „Kaminknistern im Fläming“, die sich der Verband ausgedacht hat, und für die sich alle Betriebe zusammenschließen sollen, die eine Feuerstelle haben.

Auch im Spreewald, der zweitbeliebtesten Tourismusregion Brandenburgs, soll der Winter künftig für weitere Rekordzahlen sorgen. Gerade habe man eine Broschüre zum Winterurlaub im Spreewald veröffentlicht, die unter anderem mit Wellness-Angeboten wirbt, sagt Annette Ernst, Leiterin des dortigen Tourismusverbandes.

Schwierigkeiten, die alle Verbände betreffen, sind der Fachkräftemangel – vor allem in der Gastronomie –, die Servicequalität, und die noch dürftige Digitalisierung. „Die Leute wollen die nötigen Informationen schnell über das Internet bekommen“, sagt Franke. Aber einige kleine Pensionen habe noch nicht einmal eine Homepage. Daran soll gearbeitet werden, sagt Juliane Franke.

Von Oliver Fischer

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