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Nassenheide landschaftlich eingerahmt

Dorfleben und doch citynah Nassenheide landschaftlich eingerahmt

Wir haben kein Schloss im Dorf, aber dafür sind wir in Nassenheide perfekt landschaftlich eingerahmt.“ Ortsvorsteherin Andrea Schild gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn sie von dem Ort erzählt, der den meisten Menschen nur als Ortsschild mit zwei Tankstellen an der B 96 ein Begriff ist, auf dem Weg von Oranienburg an die Ostsee.

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Ortsvorsteherin Andrea Schild mag ihren Ort.

Quelle: Ulrike Gawande

Nassenheide. „Wir haben kein Schloss im Dorf, aber dafür sind wir in Nassenheide perfekt landschaftlich eingerahmt.“ Ortsvorsteherin Andrea Schild gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn sie von dem Ort erzählt, der den meisten Menschen nur als Ortsschild mit zwei Tankstellen an der B 96 ein Begriff ist, auf dem Weg von Oranienburg an die Ostsee. Man unterschätze den Ort, so Schild, der 1350 erstmals urkundlich erwähnt wurde. „Nassenheide hat viel mehr zu bieten. Wir haben nicht nur 1456 Einwohner, sondern auch Gewerbe und traumhafte Dorfansichten“, bekräftigt die engagierte Frau, die als Lehrerin in Sachsenhausen arbeitet und seit 2009 Ortsvorsteherin des einwohnerstärksten Ortsteils der Gemeinde Löwenberger Land ist, zu der Nassenheide seit 2003 gehört.

Stolz präsentiert sie das 2014 eröffnete Gemeindezentrum oder auch Dorfgemeinschaftshaus (DGH), direkt neben der Freiwilligen Feuerwehr. Es ist die alte Schule, in der sie selber noch bis zum Jahr 2000 Kinder unterrichtet hat. „Heute hat Nassenheide so viel Zuzug, dass wir wieder eine Schule gebrauchen könnten.“ Die Kita Wiesengrund ist ein Magnet für Familien und mit einhundert Kindern nahezu ausgelastet.

Die alte Schule ist hingegen zum Treffpunkt des Ortes geworden. Hier ist die Bibliothek untergebracht, gleichzeitig auch Büro der Ortsvorsteherin, es ist Treffpunkt von Kultur- und Musikgruppen und dem Jugendclub. Im neugebauten Anbau befindet sich zudem ein Mehrzweckraum, der für Frauen-, Senioren- und Kindersport ebenso genutzt wird wie für Zumbakurse oder Veranstaltungen. „Wir feiern Fasching, Frauentag, mit einer sehr langen Tradition Sommersonnenwende und den Adventsmarkt.“ Auch Sabine Peters, Vorsitzende der Sportgemeinschaft Blau-Weiß Nassenheide, schätzt die Möglichkeiten, die das DGH bietet: „Hier sind Jung und Alt unter einem Dach. Das Gemeinschaftsleben wird dadurch gestärkt.“

Ein wichtiger Aspekt in einem Ort, der so zerfasert ist wie Nassenheide mit vier weiteren Wohnplätzen wie Birkhorst oder der Mühlensiedlung und zudem noch durch B 96 und Eisenbahntrasse getrennt wird. „Natürlich besteht die Gefahr bei einem berlinnahen Dorf, das zudem hervorragend über Straße und Bahn an die Hauptstadt angebunden ist, zu einem Schlafort zu werden“, gibt Andrea Schild offen zu. Da gelte es gegenzusteuern. Wichtig sei sich zu treffen, ob nun im DGH, auf der Straße beim Spaziergang, auf Spielplätzen oder beim Schnack im Bäckerei-Café des vor wenigen Jahren errichteten Supermarktes. Besonders für ältere Mitbürger sei der fußläufig erreichbare Supermarkt eine Möglichkeit, lange eigenständig im Ort wohnen zu bleiben.

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Nassenheide hat zwar kein Schloss zu bieten, ist jedoch idyllisch gelegen und trotzdem citynah.

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„Aber wir müssen Verbindungen zwischen Menschen schaffen, und Familien, jungen und alten Menschen wohnliche Möglichkeiten bieten.“ Es wohne sich wirklich schön hier. Idyllisch. Nur biete der Ort keinerlei Möglichkeiten auszugehen. Zwei Lokale mussten vergangenes Jahr schließen, Nur die Gaststätte am Bahnhof halte die Fahne hoch, so Andrea Schild, die 1985 von Oranienburg nach Nassenheide kam. Eine Café am Dorfanger, für dessen anstehende Restaurierung sie schon viele Ideen habe, wäre ein weiterer idealer Treffpunkt.

„Es ist viel passiert in den letzten Jahren. Besonders nach der Eingemeindung nach Löwenberg“, berichtet die Ortsvorsteherin, die sich auf das bevorstehende Jubiläum zum 666. Geburtstag von Nassenheide im Sommer 2016 freut.

Früher sei man nur „Teil eines Kragens um Oranienburg gewesen“. Jetzt habe man mithilfe von Fördermitteln des LEADER-Programms Abwasser und Straßen in Teilen des Ortes erneuern können. Auf Andrea Schilds Wunschliste steht auch noch der Waldsee. Heute der Natur überlassen, könnte er zum Ruhepol für Einwohner werden, zur Begegnungsstätte aller Bevölkerungsgruppen, ergänzt um Wanderwege und Outdoor-Fitnessgeräte.

Von Ulrike Gawande

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