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Naturpark in Rheinsberg ausgezeichnet

Wasserwanderleitsystem Naturpark in Rheinsberg ausgezeichnet

Es hat zwar sieben Jahre gedauert, aber jetzt ist das Wasserwanderleitsystem des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land komplett. Paddler und andere Touristen können sich an 128 Tafeln informieren, wie weit es bis zum nächsten Zeltplatz und zur nächsten Gaststätte ist.

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Auf dem See bei Rheinsberg: In einem Boot mit Minister Jörg Vogelsänger (3.v.l.).
 

Quelle: Andreas Vogel

Rheinsberg.  „Passt alles?“ Aufmerksam kontrolliert Robert Franck die Rettungsweste, die sich Jörg Vogelsänger übergestreift hat. Der Landwirtschaftsminister ist am Donnerstag nach Rheinsberg gekommen, um ein besonderes Projekt zu würdigen: das Wasserwanderleitsystem des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. Seit 2008 wurden dafür 128 Informationstafeln am Rande der Gewässer aufgestellt – von der Grenze zu Mecklenburg bis nach Hennigsdorf. Die Gesamtkosten für das kreisübergreifende Projekt belaufen sich auf 225 000 Euro. Gut 77 000 kamen aus dem europäischen Agrarfonds Eler, weitere 19 300 Euro steuerte das Land bei.

„Die letzte Tafel haben wir im Frühjahr in Oranienburg aufstellen können“, sagt Mario Schrumpf. Der Leiter des Naturparks hatte die Idee für das Leitsystem. Schrumpf freut sich besonders, dass sich auch Städte wie Neuruppin und Oranienburg an dem Projekt beteiligt haben, obwohl diese keine Chance auf einen Zuschuss hatten. Sie mussten die Informationstafeln selbst finanzieren. Allein Oranienburg habe dafür 30 000 Euro locker gemacht, sagt Schrumpf. Vermutlich, weil das Projekt überzeugt hat. Denn auf den Tafeln können sich Paddler und andere Touristen jederzeit informieren, wo sich der nächste Zeltplatz, die nächste Gaststätte, die nächste Einkaufsmöglichkeit befinden. Auf kulturelle Veranstaltungsorte wird ebenfalls verwiesen. Auf diese Weise soll der Wassertourismus gestärkt werden. „Solche touristischen Leitsysteme dürfen vor Kreisgrenzen keinen Halt machen“, betont Jörn Lehmann.

Der Bürgermeister von Liebenwalde (Oberhavel) ist am Donnerstag in Rheinsberg ebenfalls dabei wie Wusterhausens Ortschef Roman Blank, ein Vertreter des Landeskanuverbandes und natürlich Rheinsbergs Stadtoberhaupt Jan-Pieter Rau. Sie steigen alle mit Minister Vogelsänger in ein Boot – schon wegen der Symbolik.

Bevor die Paddler vom Gelände des Rheinsberger Rudervereins, dort steht eine der Informationstafeln, zu einer Tour zum Rheinsberger Schloss aufbrechen, kontrolliert Robert Franck die Rettungswesten. Der Rheinsberger kennt sich damit bestens aus. Immerhin bietet sein Unternehmen Adventure Tours seit Jahren naturkundliche Bootsfahrten in der Region an – vor allem für Kinder. „Paddeln ist mein Element“, sagt Franck, der ebenfalls Wolfsbeauftragter des Landes Brandenburg ist. Der 50-Jährige schwärmt vom größten Wasserwandergebiet Europas, das vom Spreewald bis nach Hamburg reicht und auch nach Rheinsberg jährlich viele Touristen lockt.

Naturparkchef Schrumpf hat indes bereits eine weitere Idee. Von dieser sollen die Wanderer in der Region profitieren. Allerdings fehlt dazu noch der neue Fördertopf der EU.

Von Andreas Vogel

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