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Neuruppin: Die Betten sind länger belegt

Tourismus im Nordwesten Neuruppin: Die Betten sind länger belegt

Die Hotel- und Pensionsbetreiber im Ruppiner Seenland dürfen sich freuen: Die Auslastung ihrer Betten lag von Januar bis November 2015 bei mehr als 39 Prozent – und damit deutlich höher als noch vor ein paar Jahren. Nachholebedarf hat hingegen die benachbarte Reiseregion Prignitz.

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Allein in Rheinsberg gab es im vergangenen Jahr mehr als 530 000 Übernachtungen.

Quelle: Foto: Peter Geisler

Neuruppin. Die Hotelbetten im Bereich des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland sind immer länger belegt. „Die Auslastung lag im vergangenen Jahr bei 39,3 Prozent“, sagte Peter Krause, Chef des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland, am Montagabend beim Wirtschaftsausschuss des Kreistages in Neuruppin.

Für Krause ist das eine gute Zahl. „Das ist ein richtig guter Sprung.“ Zwar fehlen immer noch die Daten für Dezember und damit das komplette Jahresergebnis. Diese Zahlen will das Landesamt für Statistik erst Ende nächster Woche bekannt geben. Doch vor ein paar Jahren lag die Bettenauslastung im Ruppiner Seenland noch bei weniger als 35 Prozent. Ähnlich sah es brandenburgweit aus. Nun stieg die Bettenauslastung im vergangenen Jahr landesweit auf 40,3 Prozent. Dass das Ruppiner Seenland mit dieser Quote nicht mithalten kann, liegt laut Krause vor allem daran, dass es in der Region nicht so viele Kur- und andere Kliniken gibt.

Bettenauslastung in der Prignitz beträgt nur 30 Prozent

Gleichwohl muss sich das Ruppiner Seenland, zu dem der Kreis Ostprignitz-Ruppin ohne den Bereich Wittstock sowie der Landkreis Oberhavel gehören, mit seinen Auslastungszahlen keinesfalls verstecken. Liegt diese doch beispielsweise deutlich höher als im Reisegebiet Prignitz, zu dem ebenfalls der Altkreis Wittstock zählt. In der Prignitz waren die Hotelbetten im vergangenen Jahr bis November lediglich zu 30 Prozent ausgelastet. „Wir haben noch Nachholebedarf“, sagte Uwe Neumann, Chef des Prignitzer Tourismusverbandes. Neumann zeigte sich dennoch zufrieden mit der Tourismussaison im vergangenen Jahr. Denn während im Ruppiner Seenland in den vergangenen Monaten zahlreiche Hotel- und Pensionsbetten vom Markt verschwunden sind, werden in der Prignitz neue geschaffen. „Wir sind noch im Wachstum begriffen“, so Neumann.

Von den Tourismuszahlen des Ruppiner Seenlandes ist die Reiseregion Prignitz allerdings weit entfernt. Das zeigt ein Blick auf die Übernachtungszahlen des vergangenen Jahres. So wurden im Ruppiner Seenland von Januar bis November 2015 mehr als 1,4 Millionen Übernachtungen gezählt, davon allein 985 854 in Ostprignitz-Ruppin. Im Reiseland Prignitz waren es im gleichen Zeitraum lediglich 283 844 Übernachtungen. Damit kommt die Prignitz nicht mal an die Übernachtungszahlen von Rheinsberg (531 678) heran.

Keine Hundebadestelle in der Region

Die Kreistagsabgeordnete Anja Wolff (Bündnisgrüne) interessierte am Montagabend indes etwas ganz anderes. „Es gibt keine einzige Hundebadestelle in der Region“, bemängelte die Fehrbellinerin und fragte, warum das Klientel „Reisende mit Hund“ ausgespart werde. Dieses Thema werde kaum nachgefragt, weder beim Tourismusverband Ruppiner Seenland selbst noch bei Messen, sagte Peter Krause. Zudem müssten sich die Verbände auf Schwerpunkte bei der Werbung um Touristen konzentrieren.

Das Ruppiner Seenland setzt dabei vor allem auf das Vermarkten der mehr als 2000 Kilometer langen Wasserwege in der Reiseregion. Immerhin wurde beim Wassertourismus in Deutschland laut einer Untersuchung im vergangenen Jahr ein Umsatz von rund 200 Millionen Euro erzielt. Tourismusexperte Krause glaubt, dass die Region ihr Potenzial in diesem Bereich längst noch nicht ausgereizt hat. Besonders bei Urlaubern, die mit dem Kanu unterwegs sind, sei da noch Luft. Die Prignitz setzt indes vor allem auf Radtouristen. Schon deshalb sei es notwendig, dass die Radwege gut in Schuss gehalten werden, so Neumann.

Von Andreas Vogel

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