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Neuruppin: Hoffnung für Radwege

Neues Förderprogramm Neuruppin: Hoffnung für Radwege

Das Land will das Modernisieren von Radwegen mit bis zu 80 Prozent fördern, die vor allem von Touristen genutzt werden. In Ostprignitz-Ruppin könnte durch das neue Programm auch der viel befahrene Weg zwischen Rheinsberg und Flecken Zechlin auf Vordermann gebracht werden. Allerdings verlangt das Land, dass die geförderten Wege auch 15 Jahre gepflegt werden.

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Noch fühlen sich viele Radler in der Region wohl.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Mit Hilfe eines neuen Förderprogrammes des Landes will der Kreis mehrere bröselnde Radwege modernisieren. Allerdings kommen dafür nur Pisten infrage, die besondere touristische Bedeutung haben, sagte Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) am Montagabend beim Wirtschaftsausschuss des Kreistages in Neuruppin. Demnach bieten sich dafür lediglich die Abschnitte an, die zum 1111 Kilometer langen Radfernweg Tour Brandenburg oder zu den historischen Stadtkernen gehören. In diesen Fällen sei eine 80-prozentige Förderung möglich, so Nüse. Allerdings gebe es den Zuschuss nur, wenn sich der Kreis und die Gemeinden verpflichten, die geförderten Radwege auch 15 Jahre in Schuss zu halten. „Das Land verlangt eine finanziell untersetzte Vereinbarung zur Pflege der Wege“, betonte Nüse.

Wie die Pflege konkret aussehen soll, das weiß der Vize-Landrat nicht. Der Landkreis ist deshalb im Gespräch mit der Investitionsbank ILB. „Wie beteiligen sich denn das Land und der Bund an den Unterhaltungskosten für die Radwege?“, wollte der Rheinsberger Kreistagsabgeordnete Freke Over (Linke) wissen. Das sei noch völlig ungewiss, sagte Nüse.

Schilder am Radweg nach Stendenitz

Schilder am Radweg nach Stendenitz.

Quelle: Peter Geisler

Akuten Handlungsbedarf bei der Modernisierung von Radwegen gibt es vielfach in der Region. Besonders die Piste von Rheinsberg nach Flecken Zechlin sorgte in den vergangenen Monaten wegen ihres schlechten Zustandes immer wieder für Schlagzeilen (die MAZ berichtete). Doch auch die Strecke Sewekow – Zempow im Altkreis Wittstock, der Lückenschluss in Fretzdorf sowie der Radweg neben den Gleisen des Prignitz-Expresses zwischen Neuruppin und Wittstock will der Kreis möglichst bald auf Vordermann bringen.

Unklar ist hingegen, wo der von Touristikexperten seit mehr als fünf Jahren geforderte Radweg zwischen Neuruppin und Wusterhausen verlaufen soll. Auf der Straße zwischen Gottberg und Dessow sei dafür kein Platz, zumal die Route derzeit als Dauerumleitung wegen der Arbeiten an der B 167 genutzt wird. Einen straßenbegleitenden Radweg hält der Kreis ebenfalls für wenig realistisch. Denn dazu müssten viele Eigentümer ein Stück Land abtreten. Die Verwaltung suche deshalb derzeit nach einer neuen Trasse. „Wir stehen aber noch ganz am Anfang“, sagte Nüse. Zudem müsse die Route dann noch von den Touristikvereinen bestätigt werden.

Das neue Förderprogramm für das Modernisieren von touristischen Radwegen gilt bis 2020. Das Land will dafür 40 Millionen Euro bereit stellen. Vize-Landrat Nüse glaubt wegen der noch vielen offenen Fragen aber nicht, dass bereits in diesem Jahr Projekte in Ostprignitz-Ruppin umgesetzt werden können.

Von Andreas Vogel

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