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Neuruppin: Steg für Besucher zu gefährlich

Maroder Bootsanleger gesperrt Neuruppin: Steg für Besucher zu gefährlich

Den große Holzsteg am Neuruppiner Bollwerk ist in so miserablem Zustand, dass er sofort gesperrt werden muss. Prüfer hatten festgestellt, dass vor allem die Geländer zu gefährlich sind. Der Steg ist etwa 20 Jahre alt und bei Neuruppinern wie Touristen beliebt.

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Der große Holzsteg am Bollwerk ist schon seit Jahren marode. Jetzt wird er gesperrt und dann repariert.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Einer der beliebtesten Aussichtspunkte am Ruppiner See darf nicht mehr betreten werden. Die Stadt Neuruppin lässt den hölzernen Steg neben dem Parzival am Neuruppiner Bollwerk sperren. Die Anlage ist derart baufällig, dass die Stadtverwaltung keine Möglichkeit mehr sieht, dort die Sicherheit zu gewährleisten. Das teilte Baudezernent Arne Krohn am Dienstag mit.

Dass der 20 Jahre alte Schiffs­anleger in miserablem Zustand ist, kann jeder seit Jahren sehen. „Wir hatten eigentlich gehofft, die Schäden im laufenden Betrieb nach und nach reparieren zu können“, sagt Arne Krohn. Doch dem hat der Tüv jetzt einen Riegel vorgeschoben. Die Prüfer haben festgestellt, dass es für solche Reparaturen zu spät ist.

Der Holzsteg mit Pavillon wurde Mitte der 90er Jahre gebaut. Seitdem wurden allenfalls kleinere Schäden ausgebessert. Für eine grundlegende Sanierung oder gar einen Neubau fehlte das Geld.

Gefahr geht vor allem von den Geländern aus

In diesem Jahr war ohnehin geplant, den Anleger nach und nach zu überholen. Allerdings sind vor allem die Geländer derart marode, dass die Prüfer es für unverantwortbar halten, den Steg bis dahin weiter in Betrieb zu halten.

Auswirkungen auf die Fahrgastschiffe hat die Sperrung wahrscheinlich nicht. Carsten Bennesch vom Bürgerbahnhof wurde von der Nachricht überrascht. Der Tourismusservice betreibt auch die Fahrgastschiffe. Die „Gustav Kühn“ nutzt den Steg als Anleger, allerdings ist für die Schiffe ohnehin gerade Winterpause. Ab Ende März soll zunächst ein Schiff wieder fahren, ab Mai sind dann die „Kronprinz Friedrich“ und die „Gustav Kühn“ gemeinsam im Einsatz. Dann soll der Steg aber wieder benutzbar sein. Spätestens zum Mai- und Hafenfest will die Stadt die Arbeiten beenden.

Von Reyk Grunow

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