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Petzower erinnern an Gartenkünstler Lenné

150. Todestag von Peter Joseph Lenné Petzower erinnern an Gartenkünstler Lenné

An vielen Stellen Brandenburgs wird am 23. Januar an den 150. Todestag des Gartenbaukünstlers Peter Joseph Lenné erinnert. Auch im Werderaner Ortsteil Petzow hat Lenné einen Schlosspark gestaltet. Mit dem Gutsbesitzer ließ er sich anschließend Hummer und Zander schmecken.

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Büste des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné.

Quelle: MAZ

Petzow. Ortsbeirat, Heimatverein Petzow und Nachfahren der ehemaligen Gutsbesitzerfamilie erinnern am Samstag, 23. Januar, um 11 Uhr in Petzow mit der Niederlegung eines Kranzes am Denkmal von Peter Joseph Lenné an dessen 150. Todestag.

Lenné war Freund des Petzower Gutsherrn

Lenné, 1789 in Bonn geboren, stieg in Preußen bis zum Königlichen Generalgartenbaumeister auf und diente drei preußischen Monarchen. „Der Park ist eine Schöpfung Lennés“, so Theodor Fontane angesichts seines Rundgangs im Petzower Refugium der damaligen Gutsbesitzer. Der Name des großen Gartenkünstlers steht in einem Atemzug mit der Gestaltung des Parks von Sanssouci. Viele Parkanlagen preußischer Schlösser wurden von Lenné geschaffen (Charlottenburg, Tiergarten Berlin).

In Petzow gestaltete Lenné den Park um den Haussee herum unter Einbeziehung verschiedener Sichtachsen, die die natürliche Landschaft mit den künstlich geschaffenen Sichtpunkten in genialer Weise miteinander verbinden. Petzows Park ist der südlichste Zipfel von Lennés „Verschönerungsplan für Potsdam und Umgebung“ von 1833. Lenné ist mehrmals in Petzow gewesen. Auf einem Hügel im Park unweit des Fischerhauses steht heute eine schlichte Büste von ihm.

Die Familie von Kaehne ließ Petzow verschönern

Carl Friedrich August von Kaehne (1775-1857), herausragender Vertreter der ehemaligen Gutsbesitzerfamilie, ist es zu verdanken, dass aus einem einfachen Lehnschulzenhaus ein repräsentatives Herrenhaus wurde, heute als Schloss Petzow bekannt. Baumeister Schinkel soll an dem Bau beteiligt gewesen sein. Kaehne war mit Lenné befreundet, beide waren sie Mitglied im „Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich Preußischen Staaten“. So war es nur schlüssig, dass Kaehne sich bei seinem Ortsverschönerungsprogramm in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Dienste und Ideen Lennés bediente.

Am Ende stand ein einmaliger Landschaftspark in Petzow, der noch heute tausende Besucher übers Jahr hierher zieht. Als Kaehne im Februar 1837 eine große Familien-Jubiläums-Party feierte, saß auch Lenné mit am Tisch. Es gab Hummersuppe, Zander, Teltower Rüben und Vanilleeis.

Von MAZ online

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