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Potsdam immer beliebter bei Touristen

Rekord bei Übernachtungsgästen Potsdam immer beliebter bei Touristen

Rekord bei Übernachtungen in Potsdam: Mehr als 1 Millionen Touristen sind 2015 in Hotels und Pensionen der Stadt abgestiegen. Zum 4. Mal in Folge haben die Übernachtungszahlen die Millionengrenze überschritten. Dazu kommen rund 16 Millionen Tagestouristen. Am beliebtesten ist Schloss Sanssouci – knapp vor einem Vergnügungspark.

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Schloss Sanssouci zog 2015 die meisten Besucher an.

Quelle: dpa

Potsdam. Erneuter Rekord bei Übernachtungen in Potsdam: Mehr als 1,1 Millionen Touristen sind 2015 in Hotels und Pensionen der Stadt abgestiegen – ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber 2014. Seit 2012 haben die Übernachtungszahlen zum vierten Mal in Folge die Millionengrenze überschritten. „Das ist sensationell“, freute sich Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) bei der Präsentation der Zahlen am Montag im Filmmuseum. Anlass war die 50. Internationale Tourismusbörse (9. bis 13. März) in Berlin. Trotz Bettensteuer: Die 5477 Betten in den Herbergen waren im Jahresdurchschnitt zu 52,3 Prozent ausgelastet – 2014 „nur“ zu 49,9 Prozent. Zu den Übernachtungsgästen kommen geschätzte 16 Millionen Tagestouristen, die etwa 750 Millionen Euro in die Kassen von Hotel-, Restaurant- oder Boutiquenbetreibern spülen. 20 000 Arbeitsplätze hängen in der Stadt am Tourismus. „Wir wollen das erreichte Niveau halten“, sagte Jakobs.

Den Wettbewerb um die besucherstärkste Sehenswürdigkeit hat 2015 das Schloss Sanssouci mit rund 350 000 Gästen für sich entschieden. Der Filmpark Babelsberg landete auf dem Silberrang mit 320 000 Besuchern – und darf sich über eine besondere Ehre freuen: Gerade erst wurde der Vergnügungspark an der Großbeerenstraße von der britischen Zeitung „The Guardian“ zu den zehn weltbesten „Film Studio Tours“ gekürt – zusammen mit der Cinecittà in Rom oder den Paramount-Studios in Los Angeles.

Über die bekannten Ausflugsziele hinaus sollen die städtischen Jahreskampagnen Besucher locken. 2016 entführt man „Hinter die Kulissen“ – ein Motto, das im Filmpark sowieso im Zentrum steht. Am 23. März startet dort die neue Saison – unter anderem mit einem „Groß-Exponat“ aus Andreas Dresens Kinderbuchverfilmung „Timm Thaler“, so Filmpark-Manager Matthias Voß. Wieder bespielt werden soll die Caligari-Halle, bis 2015 Heimat des wissenschaftlichen Mitmachmuseums Extavium. Das neue Thema in der Halle – irgendwas mit Horror. Grusel hat Konjunktur im Filmpark. Deshalb werden die Horrornächte im Oktober von fünf auf sieben Termine erweitert, so Voß.

Auf etliche Höhepunkte in den nächsten Monaten freut sich Filmmuseums-Leiterin Ursula von Keitz. Am 9. April wird Deutschlands ältestes Filmmuseum 35 Jahre alt – das wird gefeiert mit einem Auftritt des Stummfilm-Dekonstruktions-Ensembles „43 Characters“ um Regisseur Dietrich Brüggemann. Anlässlich des 70. Defa-Geburtstags wird am 12. Mai eine Foyerschau zu Defa-Kinderfilmen eröffnet. Und noch bis Dezember befasst sich die Ausstellung „Alles nur Kulisse?!“ mit Filmräumen aus der Babelsberger Traumfabrik.

Immer beliebter wird die historische Mitte samt Filmmuseum, Nikolaikirche, Landtagsschloss und dem neuen Quartier an der Alten Fahrt. Dazu öffnet das Kunstmuseum Palais Barberini Anfang 2017.

Ende 2015 wurde das touristische Marketing für Potsdam neu aufgestellt, einer der beiden Geschäftsführer der neu gegründeten Potsdam Marketing und Service GmbH wurde Raimund Jennert. Anfang 2016 eröffnete die neue Tourist-Information am Luisenplatz. Im April soll zusätzlich zur bestehenden Filiale im Hauptbahnhof eine weitere in der Humboldtstraße 1-2 folgen, so Jennert. Jakobs kündigte für Herbst eine neue Tourismuskonzeption an, die den Stadtverordneten zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll. Bis 2025 wollen Stadt, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten sowie Unternehmen aus Tourismus- und Kulturwirtschaft ein „tragfähiges Konzept für touristisches Marketing und Tourismusservice“ in Potsdam entwickeln.

Von Ricarda Nowak

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