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Prignitzer Radwege unter der Lupe

Fahrradtourismus wird regionaler Prignitzer Radwege unter der Lupe

Ergänzend zur bestehenden Zertifizierung überregionaler Radwege will der Landestourismusverband ein eigenständiges und weiterentwickeltes Qualitätsmanagement von Radwegen auf den Weg bringen. Der Schwerpunkt soll dabei auf den regionalen Touren und Verbindungen liegen.

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Bei Benoit Chiron im Kyritzer Tourismusbüro erhält man Fahrradkarten der Prignitz, die schon jetzt viel über die Wege verraten.

Quelle: Beckmann

Kyritz. Das Fahrrad gilt als ideales Mittel, um eine Gegend zu erkunden: Man kommt schnell genug voran, um viel zu sehen, und hat doch die Muße, alles genau zu betrachten. Radtouren zählen auch rund um Kyritz zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten, weiß Benoit Chiron vom Tourismusverein Dosse-Seen-Land in Kyritz. Bei einer Umfrage hätten im vergangenen Jahr 50 von 100 Besuchern angegeben, in der Region wandern oder radfahren zu wollen. Zum einen gebe es die Langstreckenradler, die das Land durchqueren. „Aber sehr viele Leute bringen auch ihr Fahrrad mit oder leihen sich eines, um hier unterwegs zu sein.“

Dabei spielen die Wegeverhältnisse für genussvolles Radeln eine entscheidende Rolle. Nur eine Minderheit der Radler ist auf einem Offroad-Bike unterwegs. Der Landestourismusverband und die Tourismus-Marketing-Gesellschaft Brandenburg (TMB) haben deshalb jetzt ein neues Bewertungssystem für die Qualität von Radwegen angekündigt. Zwar gebe es die zusammen mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) entwickelte einheitliche Klassifizierung für Radfernwege, doch das soll nun erweitert werden.

„Die Radfernwege, die dem System der Sterneklassifizierung unterzogen werden, machen nur einen Teil des Radwegenetzes in Brandenburg aus“, stellt TMB-Geschäftsführer Dieter Hütte fest. „In den vergangenen Jahren hat sich das radtouristische Angebot im Land deutlich weiterentwickelt. Es gibt eine große Anzahl von Regionaltouren, die bei dem bisherigen Qualitätssystem unter den Tisch gefallen sind, die aber gerade für Urlauber und Tagesgäste eine große Rolle spielen.“ Deshalb habe man sich entschlossen, ein eigenständiges und weiterentwickeltes Qualitätsmanagement von Radwegen auf den Weg zu bringen.

Löcher im Asphalt können online gemeldet werden

Ein wichtiger neuer Partner ist das Portal www.maerker.brandenburg.de über das Bürger ihre Verwaltung auf einfachem Weg auf Infrastrukturprobleme hinweisen können. In Kürze werde dort eine spezielle Kategorie „Touristische Rad- und Wanderwege“ eingerichtet. „Wer also künftig bei seiner Radtour feststellt, dass ein Schild fehlt oder mitten auf dem Weg ein großes Loch im Asphalt ist, der kann dies nach der Tour zu Hause oder auch direkt unterwegs über sein Smartphone eingeben. Die Information landet dann automatisch bei der Stelle, die als Bauträger für den Zustand der Wege zuständig ist, oder beim regionalen Tourismusverband“, erläutert Ortwin Böckmann, Leiter des Kommunalen Anwendungszentrums Brandenburg. Darüber hinaus wird es auf den touristischen Routen Teams geben, die die Radwege befahren und kontrollieren. Anders als bisher, werden die Daten zukünftig über mobile Endgeräte digital erfasst.

„Für uns ist das ein wichtiges Thema“, sagt Benoit Chiron vom Tourismusverein in Kyritz. „Unser Dachverband in der Prignitz wirbt ja ganz offensiv für das Radfahren.“ Die Erfahrung, dass bestimmte Streckenführungen bei den Gästen besser ankommen als andere und dass der Zustand der Wege eine wichtige Rolle spielt, habe man natürlich auch gemacht. Deshalb habe der Tourismusverband Prignitz ja auch so viel in sein Knotenpunkt-System investiert. An den Wegweisern und über die Radfahrkarten des Verbandes erhalten Touristen schon jetzt detaillierte Informationen zur Streckenführung und zu den Wegeverhältnissen.

Dass die aktuellen Bemühungen des Landestourismusverbandes das Radfahren trotzdem noch attraktiver machen, kann Chiron sich durchaus vorstellen. Eine ­einheitliche Zertifizierung bestimmter Ausflugstouren nach Schwierigkeit, Naturnähe oder kulturellem Anspruch könnte dazu beitragen, das Angebot auch überregional noch bekannter zu machen.

Von Alexander Beckmann

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