Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Radler sind wichtig für die Wirtschaft

Radtourismus in Oberhavel Radler sind wichtig für die Wirtschaft

Wirtschaftlich immer bedeutsamer wird der Radtourismus in Oberhavel. Das geht aus einer Befragung von Radfahrern hervor, die die Kreisverwaltung im vergangenen Jahr an vier Zählstellen vorgenommen hat. Die Radler geben mehr Geld für Speis und Trank und für die Übernachtungen aus. Zugenommen hat auch der Anteil der Familien, die mit dem Rad unterwegs sind.

Voriger Artikel
Rhinow: Mittelalterfest zum Jubiläum
Nächster Artikel
Niemegk: Freibad soll neue Rutsche bekommen

Immer mehr Familien sind mit Fahrrädern auch in Oranienburg unterwegs.

Quelle: Studio Prokopy

Oberhavel. Das Radfahren auf den dafür geschaffenen Wegen in Oberhavel nimmt zu und wird wirtschaftlich immer bedeutender. Das geht aus der Radverkehrsanalyse 2015 hervor, die der Landkreis jetzt vorgestellt hat. Danach waren allein auf dem gut 100 Kilometer langen Radfernweg Berlin-Kopenhagen 12 000 Radreisende unterwegs. Im Jahr 2012 wurden hier 10 700 gezählt. Die größte Gruppe der Radreisenden sind die Radwanderer, die größere Strecken zurücklegen mit wechselnden Unterkünften. Doch auch die Anzahl der Regioradler, die eine feste Unterkunft haben und von dort aus Touren unternehmen, hat zugenommen. Stark gestiegen ist der Anteil der Kinder. Dies belege, dass immer mehr Familien weite Touren unternehmen würden, erklärte Kathleen Schuchardt von der Kreisverwaltung in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses.

Seit 2009 nimmt der Landkreis Oberhavel Zählungen und Befragungen von Radtouristen an Zählpunkten in Fürstenberg, Liebenwalde, Menz und in Lehnitz vor. Die meisten Radler, fast 80 000, kamen in Lehnitz vorbei. Die Altersgruppe, die am meisten mit dem Rad in Oberhavel unterwegs ist, ist die zwischen 45 und 60 Jahre, gefolgt von den 30 bis 45 Jahre alten Radtouristen. Im Schnitt legen die Radler am Tag 65 Kilometer zurück. Etliche fahren auch bis zu 80 Kilometer. Die meisten Radwanderer in Oberhavel sind vier Stunden unterwegs, etliche auch bis zu acht Stunden. Gefragt wurde zudem, wie die Radurlauber angereist waren. Danach reisten die meisten mit der Bahn an. Gefolgt von der Gruppe derer, die gleich mit dem Rad losfuhren. Viele Befragte waren mit dem Auto angereist.

Auf die Frage, wie sie auf die Route in Oberhavel aufmerksam geworden sind, antworteten die meisten Radler, dass sie eigene Erfahrungen gemacht hätten. „Das ist eine positive Entwicklung. Die Leute kommen wieder“, hob Schuchardt im Wirtschaftsausschuss hervor. Sehr erfreulich sei zudem gewesen, dass 83 Prozent der Befragten den Zustand der Oberhaveler Radwege und deren Ausschilderung als gut bis sehr gut bewertet hätten.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Radtourismus wird an folgenden Befragungsergebnissen deutlich. So übernachteten die meisten Radler in Pensionen und Gasthöfen. Für Speis und Trank gaben sie am Tag bis zu 50 Euro pro Person aus, für die Übernachtung zwischen 20 bis 30 Euro, doch auch bis zu 50 Euro. „Mehr als früher sind die Radtouristen bereit, etwas auszugeben. Sie möchten schön essen gehen und eine gute Unterkunft haben“, sagte Schuchardt, die Kreiswegewartin der Kreisverwaltung ist. Der Bruttoumsatz der Radwanderer auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen belief sich 2015 auf 1,58 Millionen Euro. Insgesamt sorgte der Radtourismus im vergangenen Jahr für einen Umsatz von 2,245 Millionen Euro.

Einziger Kritikpunkt im Fachausschuss war: Die Radverkehrsanalyse sei überhaupt nicht auf den Südkreis bezogen.

Von Marion Bergsdorf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Tourismus & Reisen
Aktuelle Reisekataloge
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg