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Reiselust der Brandenburger gehemmt

Tourismus und Terrorgefahr Reiselust der Brandenburger gehemmt

Nach den Terror-Anschlägen am Mittelmeer sind viele Urlauber, auch in Brandenburg, verunsichert. Viele Zögern bei der Buchung. Besonders die Türkei wird gemieden. Dafür bemerken Reiseanbieter ein gestiegenes Interesse an Griechenland. Ein Reiseziel ist bleibt besonders beliebt.

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Viele Brandenburger zögern mit Urlaubs-Buchungen.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Reisebranche, auch in Brandenburg, bekommt die Verunsicherung vieler Kunden nach den Terroranschlägen im Mittelmeerraum zu spüren. Urlauber zögern mit ihren Buchungen für den Sommerurlaub – vor allem bei Zielen in der Türkei oder Ägypten. „Viele Kunden warten ab, wie sich die Lage in den Regionen politisch weiter entwickelt und hoffen auf Last-Minute-Angebote“, sagt beispielsweise Britta Suppan vom Thomas-Cook-Reisebüro in Cottbus. Sie schätzt, dass zuletzt bis zu 20 Prozent weniger Reisen in die Türkei und Ägypten gebucht wurden. Insgesamt haben nach Angaben des Marktforschungsinstituts GfK bisher fast eine Million weniger Bundesbürger ihren Sommerurlaub gebucht als 2015.

Reisebüro vor Internet

Dem Trend zum Selberbuchen im Internet zum Trotz hat die Zahl der Reisebüros in Deutschland schon das zweite Jahr in Folge zugenommen. Die Zahl stieg 2015 auf 9880, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) mit. Auf 100 000 Einwohner kommen danach 11,2 Reisebüros. Auch der Umsatz der Reisebüros stieg 2015, und zwar um drei Prozent auf 23,7 Milliarden Euro.


Besonders gefragt: Kreuzfahrtbuchungen, Pauschalreisen und Ziele wie Deutschland, Spanien und Italien. Bei Reisen nach Kuba beträgt das Umsatzplus laut DRV 46 Prozent.

Gemieden wird bei Urlaubern besonders die Türkei – aus Furcht vor erneuten Terroranschlägen. Ein Selbstmordattentäter hatte im Januar in der Istanbuler Innenstadt elf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen, darunter zwei Brandenburger. Bei Öger-Tours in Hamburg heißt es, die Türkei sei in den vergangenen Wochen zurückhaltender gebucht worden, aber durchaus noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

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Entwicklung in der Türkei und Ägypten wichtig für Reisebranche

Nach Einschätzung des Branchenverbandes DRV gibt es trotz allem in den letzten zwei Wochen eine deutliche Erholung und eine positive Buchungsentwicklung. Aus Sicht von DRV-Präsident Norbert Fiebig müsse Ziel der Branche sein, nicht deutlich unter dem starken Vorjahr zu bleiben. „Entscheidend wird vor allem die Entwicklung in der Türkei und in Ägypten sein.“ Insbesondere das deutliche Buchungsminus von 40 Prozent für die Türkei trübt auch die Bilanz vor Beginn der weltweit größten Reisemesse ITB in Berlin (9. bis 13. März). Fiebig ist dennoch zuversichtlich: „Die Deutschen werden auch 2016 nicht auf ihren Urlaub verzichten“. Krisen hätten in der Regel nur kurzzeitige Effekte.

Griechenland steigt in der Gunst, Ostsee bleibt der Renner

Beim Reiseanbieter TUI in Potsdam ist derzeit besonders Griechenland gefragt – trotz der Flüchtlingskrise auf einigen Inseln wie Lesbos. Hoch im Kurs stehen aber auch Reiseziele wie die Balearen und die Kanarischen Inseln. „Da gibt es gerade tolle Festpreise für Kinder“, sagt Bürochefin Uta Lehmann. Einen Abbruch der Reiselust könne sie trotz Verunsicherung nicht erkennen.

Die Ostsee ist und bleibt das beliebtestes Reiseziel der Brandenburger

Die Ostsee ist und bleibt das beliebtestes Reiseziel der Brandenburger.

Quelle: dpa-Zentralbild

Bei Thomas Cook in Cottbus ist der „absolute Renner“ nach wie vor ein Urlaub an der deutschen Ostsee. Aber auch dort sei es inzwischen schwer, noch eine Ferienwohnung zu bekommen. Was Spanien, Italien und Griechenland angehe, würden die Angebote knapper. „Die Preise werden exorbitant in die Höhe steigen“, befürchtet Reiseanbieterin Suppan.

Von Igor Göldner

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