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Rheinsberg: Mineralwasser und Krötenrettung

Firma unterstützt Naturschutz Rheinsberg: Mineralwasser und Krötenrettung

Die Rheinsberger Preussen-Quelle will noch enger mit dem Naturpark Stechlin-Ruppiner Land zusammenarbeiten. Im Rheinsberger Ortsteil Zühlen engagiert das Unternehmen sich schon für die Rettung von seltenen Amphibien. Dabei soll es aber nicht bleiben.

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Naturparkleiter Mario Schrumpf (4.v.l.) erklärte in Zühlen, warum der Wasserstand im Schulzensee so wichtig für Amphibien ist.

Quelle: Reyk Grunow

Zühlen. Rettung für die Kröten am Zühlener Schulzensee: Vielleicht schon im nächsten Jahr bekommen die Amphibien einen eigenen Tunnel, mit dem sie dann sicher die Straße zwischen Zühlen nach Linow überqueren können.

Der kleine See am Ortsausgang von Zühlen ist ein wichtiges Biotop, sagt Mario Schrumpf, der Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. Weil er ein besonders nährstoffreicher Flachsee ist, ist der Schulzensee als Flora-Fauna-Habitat nach EU-Recht geschützt. Er gilt als wichtiges Laichgewässer für Erd- und Knoblauchkröten, Kammmolche und andere Lurche.

Der Schulzensee ist ein wichtiges Biotop, hat aber zu wenig Wasser

Die Tiere leben in den Wiesen auf der einen Seite der Straße und ziehen immer im Frühjahr zum Laichen an den See. Bis zu 4000 Tiere haben Mitarbeiter der Naturwacht schon auf der alljährlichen Wanderung gezählt. Ohne Schutz würde Hunderten von ihnen der Tod drohen, wenn sie die Fahrbahn überqueren.

Damit es soweit nicht kommt, baut die Naturwacht in jedem Frühling vor der großen Laichwanderung einen mobilen Schutzzaun auf, fängt die Tiere ein und trägt sie über die Straße. Eine mühsame Angelegenheit, zumal sie nur bedingt Hilfe bringt: Die Alttiere sind auf dem Weg zum Laichen zwar sicher – nicht aber die Jungtiere, die in den Monaten danach in umgekehrter Richtung über die Straße müssen.

Ein fester Krötentunnel könnte helfen, viele Tiere zu retten

Ein fest installierter Krötentunnel soll mehr Sicherheit bringen. In Zühlen wolle der Landkreis Ostprignitz-Ruppin einen bauen lassen, kündigte Schrumpf am Freitag an. Zwei weitere Tunnel sollen an anderer Stelle entstehen. Gesamtkosten: rund 500 000 Euro. Der Kreis hofft auf Fördermittel der EU.

Bei Altglobsow gibt es solch einen Tunnel schon. „Wenn er nicht steigt, so hat sich der Bestand dort auf jeden Fall stabilisiert“, erklärte Schrumpf am Freitag in Zühlen seinem Chef Dirk Ilgenstein. Der Präsident des Landesumweltamtes war gekommen, um die offizielle Vereinbarung über eine Zusammenarbeit mit den Rheinsberger Preussen-Quelle zu unterzeichnen.

Der Mineralwasser-Produzent macht sich für den Schutz des Zühlener Schulzensees stark. Mit seiner Unterstützung konnte ein Abfluss so umgebaut werden, dass mehr Wasser im See bleibt. So kann das Biotop auf Dauer erhalten werden, hofft Schrumpf.

Rheinsberger Firma will weitere Projekte im Naturschutz fördern

Die Preussen-Quelle will sich weiter für den Naturschutz engagieren, sagt Geschäftsführer Frank Stieldorf. Ihm ist besonders wichtig, dass die Projekte nachhaltig sind und auch in einigen Jahren noch eine Wirkung haben. Am Schulzensee dürfte das der Fall sein, beim Schutz von Fischadlern hoffentlich auch. Das könnte ein weiteres Vorhaben für die Rheinsberger Firma sein. Die Preussen-Quelle gibt nicht nur Geld. Das Unternehmen fördert auch studentische Projekte und unterstützt Mitarbeiter, wenn die sich für den Naturschutz engagieren. Einige Mitarbeiter helfen zum Beispiel beim Einsammeln und Umsetzen der Kröten, sagt Frank Stieldorf.

Von Reyk Grunow

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