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Rheinsbergs neue Tourismusstrategie

Stadtverordnete beschließen Konzept Rheinsbergs neue Tourismusstrategie

Rheinsberg ist einer der touristischen Magnete der Mark. Noch. Denn andere Regionen holen auf. Damit die Prinzenstadt auch noch in ein paar Jahren ein wichtiger Anziehungspunkt für Gäste bleibt, hat sich die Stadt nun zu einem neuen Konzept für die Tourismusentwicklung verpflichtet – wenn das Papier auch stark kritisiert wurde.

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Das Rheinsberger Schloss und sein Park sind Touristenmagnete. Um auf dem hart umkämpften Gastgebermarkt bestehen zu bleiben, braucht die Stadt aber mehr Angebote.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Am Anfang ein bisschen allgemein, am Ende doch noch knackig: So beschrieb Lysann Gutenmorgen das neue Tourismusentwicklungskonzept für Rheinsberg in der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend. Danach machte die CDU-Stadtverordnete und Juniorchefin eines Hotels aber klar, dass sie das Papier trotz aller Schwächen, die auch einigen ihrer Kollegen aufgefallen sind, für „unbedingt empfehlenswert“ hält. Der Grund: Es enthalte klare Handlungsanweisungen, an denen sich die Kommune entlanghangeln kann. Das Gremium folgte ihrem Gesamturteil mehrheitlich – trotz Kritik, die an dem Konzept geübt wurde.

Als Schwäche enttarnte Frank Schwochow, Fraktionschef von BVB/Freie Wähler/FDP, dass bei der Weiterentwicklung des touristischen Angebots das Augenmerk ausschließlich auf die Haupttouristenorte gelegt wird. Die anderen Dörfer wie Schwanow oder Zechow, die schon jetzt abgehängt sind, werden weiterhin vernachlässigt. Jan Kobernuß, Geschäftsführer der Freizeit- und Tourismusberatungs­gesellschaft, die das Papier erstellt hatte, verteidigte sich. Wenn man die Region nach vorne bringen will, müsse man da ansetzen, wo es sich auch lohnt.

Kritik auch aus den Reihen der Zuschauer

Kritik gab es auch aus dem Zuschauerraum. Dörte Gustamann, Ortsvorsteherin und Gastgeberin in Zechlinerhütte, empörte sich, dass das Konzept nicht den Ortsbeiräten vorgestellt wurde. Das wird die Verwaltung nun nachholen, wie die Stadtverordneten auf Antrag Schwochows beschlossen. Sie haben sich auch dazu verpflichtet, künftig einmal im Jahr zu prüfen, ob das Entwicklungskonzept umgesetzt wird.

Ob alle Maßnahmen, die laut dem Papier zum Teil sofort beginnen sollen, wirklich starten, ist allerdings offen. „Das Konzept gibt uns die Richtung vor“, sagte Rheinsbergers Bürgermeister Jan-Pieter Rau. „Wenn wir aber kein Geld haben, dann können wir hoch und runterspringen, wie wir wollen – wir werden sie trotzdem nicht umsetzen können.“ Ob eine Idee wegfällt oder dazukommt, sei aber nicht entscheidend, betonte Kobernuß. Das Entscheidende sei, dass die Stadt nun eine Strategie habe, wie sie ein Touristenmagnet bleibt.

Von Celina Aniol

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