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Schönheit Brandenburgs aktiv erleben

Naturtourismus Schönheit Brandenburgs aktiv erleben

Dirk Wetzel ist bei der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg für den Bereich Aktiv- und Naturtourismus zuständig. Der 41-Jährige, der aus Forst in der Lausitz stammt, berichtet von den besonderen Reizen seiner märkischen Heimat. Aktiv und draußen am Wasser zu sein – das macht für ihn das Tourismusland Brandenburg aus.

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Dirk Wetzel auf Familientour durchs Oderbruch.

Quelle: Privat

Potsdam. In Hessen ist Dirk Wetzel bewusst geworden, wie schön die Natur seiner brandenburgischen Heimat ist. Der gelernte Koch und studierte Tourismus- und Marketingexperte hatte einige Zeit in Frankfurt am Main gearbeitet. Wenn es dort im Sommer hieß, „Komm, wir fahren raus an den See“, dann war das „ein Baggersee zwischen Autobahndreieck und Flugzeuglandebahn“, erinnert sich Wetzel lächelnd. „Nicht so wie hier.“

Hier in Brandenburg hat der klassische See „total klares Wasser, ringsherum sind Wälder und es gibt genug Platz, um am oder auf dem Wasser auch mal für sich zu sein“, erzählt der 41-Jährige. Bestes Beispiel sind für ihn der Tornow- und der Kalksee zwischen Neuruppin und Rheinsberg in der Reiseregion Ruppiner Seenland. Auf diese Sichtweise, auf die Wahrnehmung der Vorzüge des eigenen Landes müsse man „den Brandenburger erst noch stupsen“, meint Wetzel schmunzelnd.

Natur erleben und etwas Gutes für Körper und Geist tun

Dirk Wetzel stammt aus Forst in der Lausitz (Spree-Neiße) und ist bei der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH für den Bereich Aktiv- und Naturtourismus zuständig. Diese Kombination – „aktiv zu sein und draußen am Wasser zu sein“ – macht für ihn auch das Tourismusland Brandenburg aus. Zusammen mit den regionalen Tourismusverbänden und Anbietern entwickelt er neue Produktideen für die Brandenburg-Urlauber. „Es wird immer mehr darum gehen, den Gästen in ihrem Urlaub etwas zu vermitteln und ihnen zu zeigen, wie sie etwas in ihrem Leben verändern können“, prophezeit Wetzel. Wer das Naturerlebnis suche, wolle seinem Körper und Geist etwas Gutes tun.

So werden beispielsweise im Schlaubetal (Seenland Oder-Spree) Wanderungen mit einer ausgebildeten Yoga-Trainerin angeboten, die mitten in der Natur die Yoga-Übungen anleitet. Andere Naturfans wollen den Ausflug ins Grüne mit dem Genuss regionaler Produkte verbinden, erklärt der TMB-Experte für den Naturtourismus. Gastronomen zwischen Fläming und Havel bieten zum Beispiel „Genießertouren“ an. Das ist eine Kombination aus Kultur, Aktivangeboten und gutem Essen.

Brandenburg punktet mit gut ausgebauten Radwegen

Für Dirk Wetzel ist der perfekte Urlaub eine Kombination aus Spannung und Entspannung, wie er sagt. Viel wandern oder eine lange Radtour – und dann auf ein Glas Wein und ein schönes Menü einkehren. Auch als aktiver Tourist müsse „man kein Asket sein“, merkt Wetzel mit einem Schmunzeln an. Das Angebot jedenfalls habe sich in Brandenburg in der jüngsten Vergangenheit stark verbessert. Entlang der Radwanderwege sei die touristische Struktur mitgewachsen.

Der gebürtige Forster, der jetzt in Potsdam zu Hause ist, ist leidenschaftlicher Radfahrer. Als Lehrling und Student hat er in den 90er Jahren Europa mit dem Rad erkundet. Irland, Frankreich, Spanien, Norwegen, Italien… Insgesamt 13 Länder hat er so entdeckt. Von Berlin nach Kopenhagen ist er auch gefahren. Die Tour führte damals vor allem über Landstraßen. Heute ist das ein ausgebauter Radfernweg. „Auf asphaltierten Wegen durch den Wald radeln – in Brandenburg ist das möglich“, schwärmt Wetzel. Vor Kurzem erst hat er sich seinen persönlichen Radtour-Favoriten zusammengestellt: von Frankfurt (Oder) aus auf den Oder-Neiße-Radweg, dann ein Stück vom Radrundweg durch die Uckermark und eine Teilstrecke der Verbindung Berlin-Kopenhagen.

Kleine Wanderung an der Wublitz

„Da haben Sie alles: Sie sind an Flüssen unterwegs, erkunden die historische Altstadt von Angermünde und fahren durch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.“ Dem Brandenburger ist es wichtig, seine Region zu erkunden. Mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß. Wenn er sich am Wochenende zu einer kleinen Wanderung an der Wublitz, einem Nebenfluss der Havel, aufmacht, zieht auch seine Familie mit den 6- und 8-jährigen Kindern mit.

Das Wandern hat Wetzel übrigens in Südafrika für sich entdeckt. Ein Jahr lang arbeitete er dort in einem Hotel. Wandern ist da sehr beliebt. Und eigentlich ein Teil eines großen Volkssports: Grillen. An allen möglichen Plätzen in der Natur sind feste Grillstellen eingerichtet. Getreu dem Motto, erst etwas für seinen Körper zu tun und sich dann zu belohnen, gehe kaum ein Südafrikaner auf eine Wanderung, „ohne zwei Steaks und Bier im Gepäck zu haben“, berichtet Wetzel. Er sei gern in der Welt unterwegs, sagt der Tourismusexperte. Denn so entdecke man etwas später auch, was man für „einen Schatz vor der Haustür hat“.

Von Ute Sommer

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