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Servicequalität in Prignitz und im Seenland

ITB Berlin Servicequalität in Prignitz und im Seenland

Die Reiseregionen Ruppiner Land und Prignitz haben bei der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse in Berlin allen Grund für Optimismus und gute Laune: Beide haben ihre Übernachtungszahlen 2015 steigern können und jede Menge neue Angebote für Urlauber in diesem Jahr.

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Uwe Neumann im ITB-Dschungel-Messestand.

Quelle: Claudia Bihler

Berlin. Vögel zwitschern, mancher stößt einen scharfen Pfiff aus, Frösche quaken, Libellen sonnen sich auf einem Zweig und über allem liegt ein aromatischer Waldgeruch: Der neue Messeauftritt Brandenburgs bei der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin gibt sich ganz dschungelhaft und will die regionalen Besonderheiten – in erster Linie Wald und Wasser hervorheben. Rund um die Dschungelinsel gruppiert sind die Stände der Reiseregionen angeordnet, darunter der des Ruppiner Seenlandes und der Prignitz. „Die neuen Leuchtplakate für die Stände finde ich gut“, sagt Uwe Neumann, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz.

Nicht nur der neue Messeauftritt des Bundeslandes ist Anlass für die beiden Reiseregionen, die diesjährige ITB optimistisch zu sehen, sondern auch die Zahlen des vergangenen Jahres: Das Ruppiner Seenland konnte seine Übernachtungszahlen um 2,5 Prozent steigern, die Prignitz, zu der auch die Wtttstocker und die Kyritzer Region gehören, um 2,2 Prozent. Das ist zwar weniger als der Landesdurchschnitt von knapp fünf Prozent, allerdings führt Dieter Hütte, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Brandenburg, den enormen Landeszuwachs auch zu einem guten Teil auf die Bundesgartenschau im Havelland zurück – die den beiden Reiseregionen höchstens ein Stück weit höhere Besucherzahlen einbrachten.

Fast 1,5 Millionen Übernachtungen in einem Jahr

Das Ruppiner Seenland behauptet mit fast 1,5 Millionen Übernachtungen seinen dritten Platz auf der „Landesbestenliste“ nach dem Spreewald und der Region Oder-Spree, die Prignitz steigt um einen Platz auf, und setzt sich mit dem Reisejahr 2015 mit knapp 300 000 Übernachtungen nunmehr deutlich von Elbe-Elster und der Lausitz ab. „Kontinuierliche Arbeit“ gibt Uwe Neumann dafür als Begründung an, denn Steigerungen gab es für beide Regionen auch in den vergangenen Jahren immer wieder. Und Zusammenarbeit: Etwa bei der Einrichtung der Knotenpunktregelung für Radfahrer, die nach der Prignitz nunmehr auch im Seenland vollständig abgeschlossen ist. Mit einem neuen Radweg, dem „Seen-Kultur-Radweg“ greift das Ruppiner Seenland unter anderem bereits auf das 2019 bevorstehende Fontanejahr vor. Michelle Engel vom Verband: „Auf 205 Kilometern Länge können Radfahrer kulturelle Höhepunkte der Region erleben und gleichzeitig die Natur genießen.“

Ist das Radfahren für die Prignitz nach wie vor eines ihrer Hauptthemen, bleibt der Wassertourismus für das Ruppiner Seenland auf Platz eins: Die Stadt Neuruppin wirbt vor allem auch mit ihrer weißen Flotte, für die es im laufenden Reisejahr ein umfassendes Angebot geben wird: Vom italienischen Abend an Bord über eine Schunkelfahrt mit Live-Musik bis zur Feuerwerksfahrt zum Mai- und Hafenfest am 29. April ist für jeden etwas dabei.

Laufen und schwimmen in Rheinsberg

Höhepunkt aller Aktivitäten wird jedoch der Swim-Run in Rheinsberg sein: Ein Duathlon, bei dem die Teilnehmer nicht zum Radfahren antreten müssen, und dennoch etwas für „echte Sportler“: Schließlich sind 40 Kilometer Laufstrecke und eine Schwimmstrecke von zehn Kilometern zu bewältigen, wie Sigune Schmidt-Ulbrich von der Stadt Rheinsberg beschreibt.

Wasser spielt zunehmend auch für die Prignitz eine Rolle. „Große Elbe“ heißt das Projekt, und Neumann nutzte die ITB, um mit seinen Kollegen der übrigen sieben beteiligten Landkreise Informationen auszutauschen: „Die Förderperiode für das Projekt läuft aus, und wir überlegen, wie wir die Arbeit auch weiterhin nachhaltig gestalten können.“ Ziel des Projektes: Entlang der Elbe bis nach Hamburg überall die gleiche Infrastruktur einzurichten – von der Wassertankstelle und Anlegemöglichkeiten für Sportboote bis hin zu Paddelstrecken in den Seitenarmen des Elbestroms.

Gärten öffnen in der Prignitz

Vorgestellt haben bei der ITB auch die Kommunen ihre Angebote. Rheinsberg wirbt beispielsweise mit der Kammeroper vom 24. Juni bis zum 13. August, die Gartenbesitzer der Prignitz laden am 12. Juli zum Tag der offenen Gärten ein. Der Theatersommer in Netzeband beginnt am 24. Juni mit dem Stück „Unter dem Milchwald“ und läuft dann bis Ende August. Am 18. und 19. Juni ist Spektakel auf der Plattenburg. Die „Insl“, im Volksmund auch „Liebesinsel“ genannt, im Kyritzer See hat seit geraumer Zeit eine neue Betreiberin. Geöffnet wird vom 30. April bis zum 30. September Dienstag bis Sonntag von 11 bis 21 Uhr.

Vorgestellt hat der Archäologische Park in Freyenstein seine neue zweisprachige Broschüre: Mit vielen Infos etwa zu Archäologie oder mittelalterlichen Marktleben können sich die Besucher im Park „Auf den Spuren einer verborgenen Stadt“ bewegen.

Wachstumspotenzial in den kalten Monaten

Brandenburg kann insgesamt im vergangenen Jahr auf rund 2,5 Millionen Übernachtungen verweisen. Von den Gästen kamen knapp eine Million aus dem Ausland. Spitzenreiter bei den Auslandsgästen sind die Polen, die Niederländer und die Dänen.

Durchschnittlich bleiben die Gäste knapp drei Tage in der Region, 60 Prozent sind allerdings Tagestouristen. Nach wie vor ist die Auslastung in den Sommermonaten wesentlich besser als im Winter.

Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz, Uwe Neumann, sieht vor allem bei den Übernachtungen in den Herbst- und Wintermonaten noch viel Potenzial. Dazu müssten jedoch entsprechende Angebote vorgehalten werden.

Von Claudia Bihler

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